Seite 6: Messwerte

Helligkeit, Ausleuchtung und Kontrastverhältnis

Helligkeit

maximal

cd/m²
Mehr ist besser

Homogenität

maximal

Prozent
Mehr ist besser

Der ASUS PG35VQ kann in unseren Messungen weitestgehend überzeugen. Maximal wird im SDR-Betrieb eine Leuchtkraft von 505,5 cd/m² geboten. In den umliegenden Sektoren wird der Wert von 500 cd/m² zwar unterboten, die Leistung ist aber natürlich als exzellent einzustufen. Im HDR-Betrieb kann die Leuchtkraft kurzfristig gesteigert werden. Die angegebenen 1.000 cd/m² wurden in unseren Versuchen knapp erreicht, konnten aber wirklich nur für einen kurzen Zeitraum realisiert werden. Bereits die zweite Messung führte dazu, dass ein merkliches Absinken der Leuchtkraft auftrat. Stört das in der Praxis? Nein, kurze Lichtblitze haben den dramatischen Effekt, wenn der ganze Bildschirm über einen längeren Zeitraum hell ist, sind auch die dann erreichten rund 700 cd/m² durchaus beeindruckend. 

Abstriche müssen hingegen bei der Homogenität gemacht werden. Wir konnten einen Wert von 87 % ermitteln. Die Unterschiede fallen in der Praxis zwar nicht gravierend aus, mit Blick auf den Preis wäre ein etwas homogeneres Backlight aber wünschenswert.

VA-typisch kann der statische Kontrast überzeugen, denn IPS-Lösungen werden deutlich überboten. Wir konnten einen statischen Kontrast von 2.270:1 ermitteln. Andere VA-Panels waren hier teils aber noch etwas besser.

Farbdarstellung

Um eine möglichst optimale Farbwiedergabe zu ermöglichen, setzt ASUS auf die Quantum Dot-Technologie. Auf diese sind wir im Rahmen unserer Display-FAQ noch einmal genauer eingegangen. Der eingesetzte Quantum-Dot-Film in Kombination mit einem blauen Backlight hat schon mehrfach bewiesen, dass die Farbräume gesteigert werden können. Davon profitiert auch der PG35VQ. Der sRGB-Farbraum wird vollständig abgedeckt, während wir bei DCI-P3 87,1% ermitteln konnten. Die angegebenen 90 % werden also nur knapp verfehlt. Bei AdobeRGB konnten wir 82,3 % ermitteln. Mit Blick auf die reinrassige Gaming-Ausrichtung des 35-Zöllers geht aber auch das noch in Ordnung.

Gut getroffen wird der Weißpunkt, der nur knapp neben dem Idealwert von 6.500 K liegt. Somit muss eigentlich nicht nachgearbeitet werden.

Wer die größtmöglichen Farbräume in der Praxis nutzen möchte, muss aber in jedem Fall einen Umweg über das OSD machen. Unter dem Punkt System Setup kann die Art festgelegt werden, wie das Display SDR Input darstellt. Dieser Punkt sollte grundsätzlich auf Wide Gamut gestellt sein, ansonsten wird die Wiedergabe künstlich limitiert. Der sRGB-Farbraum wird beim angewählten sRGB-Setting nur zu 90 % dargestellt.
Als gemitteltes DeltaE konnten wir einen Wert von 3,9 messen, das Maximum wurde mit 7,7 ausgegeben.