Seite 7: Fazit

Wir läuten das Fazit mit dem gleichen Feedback ein, wie wir es vor einem Jahr schon beim PG27UQ getan haben. Denn auch der PG35VQ ist ein durch und durch faszinierendes Gaming-Display, das ein absolutes Leuchtturm-Produkt ist, allein aufgrund des aufgerufenen Preises für die meisten User aber ein Traum bleibt. 

Das schiere Feature-Set weiß zu begeistern, denn die Mischung aus einer großen Display-Diagonale im Widescreen-Format, der geschwungenen Oberfläche und natürlich der extrem sauberen, schnellen und kontrastreichen Darstellung sorgen dafür, dass der PG35VQ aktuell das beeindruckendste Gaming-Display ist, das in unseren Testräumen stand. Allein die HDR-Darstellung sorgt für eine noch höhere Immersion, was von der Größe des Panels natürlich unterstützt wird. Das Resultat ist am Ende eine ganze Menge Spaß beim Spielen – und genau die soll ein Gerät vom Schlage eines PG35VQ natürlich vornehmlich vermitteln. Das wie gewohnt sehr gut arbeitende G-Sync rundet die Gaming-Leistung gekonnt ab. Die genutzte FALD-Lösung ist mit 512 Zonen sehr fein gegliedert, HALO-Effekte lassen sich aber nicht vermeiden. Gerade beim Spielen fallen die sich zu- und abschaltenden Beleuchtungszonen aber nicht wirklich auf.

Wie im letzten Jahr müssen aber auch beim PG35VQ Kompromisse eingegangen werden. Da es noch immer keine nennenswerte Bewegung im Bereich der Schnittstellen-Standards gibt, müssen ASUS und NVIDIA erneut auf ein Chroma-Subsampling zurückgreifen. Diese Art der Komprimierung macht sich zum Glück nur beim Desktop-Betrieb bemerkbar, dort wird sie aber automatisch abgeschaltet. Ebenso muss das gesamte Feature-Set bemüht werden, damit sie benötigt wird. Viele User kommen daher um ein Subsampling herum. Bei Games mit 200 Hz und HDR konnten wir hingegen keine Einschränkung feststellen – und das ist am Ende der wichtigste Aspekt. Allerdings wäre es wünschenswert, dass bei einem Gerät der 3.000-Euro-Klasse überhaupt keine Kompromisse eingegangen werden müssen – aber das liegt nun mal nicht an ASUS direkt.

Deutliche Fortschritte hat ASUS beim anderen Reizthema des PG27UQ gemacht. Die Lüfter-Lösung ist zwar noch immer vorhanden, nun aber deutlich leiser und mit einer Lüftersteuerung versehen. So macht sich das Lüfter-Trio in der Praxis kaum bemerkbar.

Keine großen Überraschungen gibt es beim Case. Das ist ROG-typisch gestaltet und entsprechend alles andere als unauffällig. Die Front wird zwar von seinem großen Edge-to-Edge-Panel dominiert, die Rückseite und der Standfuß haben es aber in sich. Noch dazu werden aufwändige Beleuchtungs-Szenarien integriert. Ob das sein muss, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Viel wichtiger finden wir aber, dass ASUS vielfältige ergonomische Einstellmöglichkeiten und ein stimmiges Bedienkonzept nutzt, das lediglich ein paar zu viele Tasten besitzt. Eine Besonderheit ist im Bereich der Anschlüsse vorhanden, denn es wurde ein Kopfhörer-Verstärker integriert. Ob das wirklich sein muss, ist eine gute Frage.

Wer bereit ist, knapp 3.000 Euro für eine Gaming-Monitor auszugeben, wird beim ASUS ROG Swift PG35VQ mit einem Feature-Set verwöhnt, das kaum Wünsche offenlässt. Noch dazu fallen die nötigen Kompromisse in der Praxis kaum ins Gewicht, sodass am Ende die Frage bleibt: Wie viel Unvernunft will man sich selbst erlauben? Denn seien wir mal ehrlich: Eine ordentliche Gaming-Leistung bekommt man schon für deutlich weniger Geld, dann aber ohne all die extremen Features im 35-Zoll-Format.


Positive Aspekte des ASUS ROG Swift PG35VQ:

  • exzellente Gaming-Leistung mit hoher Immersion
  • exzellente HDR-Leistung
  • 200 Hz erlauben ein sehr direktes Spielgefühlt
  • bis 144 Hz kein Chroma Subsampling benötigt
  • sehr gute Gaming-Ausstattung
  • integrierter Kopfhörer-Verstärker
  • RGB-Beleuchtung mit Aura-Sync

Negative Aspekte des ASUS ROG Swift PG35VQ:

  • hoher Preis
  • hoher Stromverbrauch

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Swift PG35VQ
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 2.978,90 EUR