Seite 1: Gehäuse-Kaufberatung

cooler master cosmos c700m 20 c7c3b7108d1a4f4d97c8ef5644bc0d9aPC-Gehäuse gibt es in ganz unterschiedlichen Größen und Preisklassen. Die entscheidenden Fragen vor dem Kauf sind dann auch: Was für Hardware und welche Kühllösungen sollen Platz finden? Und welches Budget steht für das Gehäuse zur Verfügung? Dazu sollte man sich aber auch Gedanken über die Materialwahl und über die Ausstattung des Gehäuses machen. 

Die meisten PC-Gehäuse bestehen nach wie vor überwiegend aus Stahl. Vollaluminiumgehäuse sind zwar leichter und edler, mittlerweile aber auch im Premiumsegment selten geworden. Dafür gibt es häufig die Kombination aus solidem Stahlgerüst und Aluminiumpaneelen. Kunststoff wird häufig für Fronten, Deckel und Standfüße genutzt. Für Sichtfenster sind zwei Materialien üblich: Nur bei günstigen Modellen findet man noch Sichtfenster aus Kunststoff. Sie sind zwar leicht, zerkratzen aber auch schnell. Zum Standard sind in den letzten Jahren deshalb Sichtfenster aus Glas bzw. gleich komplette Glasseitenteile geworden. 

Für das Format des Gehäuses ist vor allem erst einmal entscheidend, welchen Formfaktor das Mainboard hat. Mini-ITX, Micro-ATX, ATX und E-ATX sind besonders typische Formfaktoren. Der mit Abstand wichtigste Formfaktor ist nach wie vor ATX. In unserer Kaufberatung sind die meisten Gehäuse deshalb mindestens für ATX-Mainboards geeignet. Wir stellen diese Modelle sortiert nach Preiskategorie und Einsatzzweck vor. Dazu geben wir aber auch Empfehlungen für Micro-ATX- und Mini-ITX-Gehäuse ab. 

Wer sich noch ausführlicher über Ausstattung und Features von PC-Gehäusen informieren will, kann einen Blick in unsere Gehäuse-FAQ werden. 

Wir starten unsere Kaufberatung mit drei extremen Kaufempfehlungen für Enthusiasten. 

 

Alles auf Maximum: Corsair Obsidian Series 1000D

Das Gehäuse soll absolut extreme Nutzungsmöglichkeiten bieten und gleichzeitig hochwertig sein? Dann ist Corsairs gigantisches Ausnahmemodell Obsidian Series 1000D (im Bild neben einem normalem Midi-Tower) das Mittel der Wahl. Hinter der edlen Fassade aus Glas und Aluminium finden zwei 480-mm-Frontradiatoren sowie optional noch zwei 480-mm-Deckelradiatoren und zwei komplette PC-Systeme Platz. Kein Wunder, dass ein Obsidian Series 1000D auch die erste Wahl für unseren Luxxkompensator war. Käufer müssen mit einem Preis von rund 500 Euro rechnen. 

Beeindruckende Präsenz: Cooler Master Cosmos C700M

Wer ein optisch auffälligeres Extremgehäuse sucht, der kann bei Cooler Master fündig werden. Mit den markanten Tragegriffen und Standschienen, der aufwändigen, adressierbaren RGB-Beleuchtung und dem gewölbten Glasseitenteil kann das Cosmos C700M beeindrucken. Die Wasserkühlungsmöglichkeiten sind etwas bodenständiger als beim Corsair-Flaggschiff, mit zwei 360/420-mm-Radiatorenplätzen eignet sich aber auch das Cosmos C700M gut für leistungsstarke Eigenbau-Wasserkühlungen. Das Cosmos C700M ist zwar immerhin 80 Euro günstiger als das Obsidian Series 1000D, bei einem Preis von rund 420 Euro aber ganz klar ein reines Enthusiastenmodell. 

Hauptsache Platz: Thermaltake Level 20 XT

Wer eine extreme Eigenbau-Wasserkühlung nutzen möchte, muss nicht unbedingt Hunderte von Euro für das Gehäuse ausgeben. Thermaltakes Level 20 XT kostet keine 200 Euro. Es bietet aber trotzdem gleich mehrere Montageplätze für 420- und 480-mm-Radiatoren. Weil das Mainboard liegend montiert wird und ringsum durch Glas zu sehen ist, kommt auch der Showfaktor nicht zu kurz.