Seite 4: Bildqualität und Messergebnisse

In unserer großen Display-FAQ gehen wir umfangreich auf verschiedenen Panel-Techniken ein und erklären deren Vor- und Nachteile, die sich unmittelbar auf die Darstellungsqualität auswirken. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Subjektive Beurteilung der Bildqualität

Die Kombination aus 24 Zoll und der FullHD-Auflösung war über viele Jahre der Standard in unserer Redaktion – und auch heute noch ist klar weshalb. Das Duo bietet eine sehr angenehme Darstellungsgröße, sodass keinesfalls skaliert werden muss. Gleichzeitig wird aber bereits recht viel Platz auf dem Desktop geboten. Ebenso kann sich die Bildschärfe sehen lassen, auch wenn diese natürlich nicht mit aktuellen UHD-Geräten mithalten kann.

Der Einsatz eines TN-Panels mag aus Gaming-Sicht vollends nachvollziehbar sein, im Bereich der normalen Windows-Nutzung entstehen aber auch Nachteile. Das zeigt sich beispielsweise bei der Farbgebung, die weniger nuanciert und lebendig ausfällt, als es bei vielen VA- und IPS-Geräten der Fall ist. Ebenso sind die Blickwinkel weniger großzügig. Wer von unten oder von der Seite auf das Gerät blickt, wird Farbveränderungen feststellen. Wer aber allein vor dem Monitor sitzt und das Display ordentlich ausgerichtet hat, wird wenig von diesen Nachteilen mitbekommen.

Davon abgesehen, kann das Panel mit einem hellen und vergleichsweise kontrastreichen Bild gefallen. 

Gaming-Features

Auftrumpfen kann der Oculux NXG251R, sobald es ans Gaming geht. Seine Domäne sind dabei ganz klar schnelle Shooter. Wird die Wiederholfrequenz auf 240 Hz erhöht und gleichzeitig G-Sync aktiviert, entsteht ein extrem direktes Spielgefühl, ohne dass es zu Darstellungsfehlern kommt. Bewegungen werden instant umgesetzt. Gleichzeitig kann das Panel mit seiner hohen Reaktionsgeschwindigkeit punkten, denn eine Schlierenbildung ist praktisch nicht zu erkennen. Um optimale Ergebnisse zu erhalten, sollte zusätzlich Overdrive aktiviert werden. Wir konnten sowohl in der mittleren, als auch der maximalen Stellung überzeugende Ergebnisse erzielen. Am Ende kommt es hier auf den persönlichen Geschmack an.

NVIDIAs ULMB-Technik ist ebenfalls mit von der Partie und macht ihre Arbeit ordentlich. Wer dieses Feature nutzen möchte, muss aber nicht nur G-Sync deaktivieren, sondern auch auf die maximale Wiederholfrequenz verzichten. 144 Hz sind in Kombination mit ULMB das Maximum. Ein Input-Lag war subjektiv nicht wahrnehmbar.

Höchste Geschwindigkeiten sind ohne Frage das Metier des Oculux NXG251R. Wer entsprechend Spielgenres bevorzugt, bei denen es nicht ganz so hektisch zugeht, wird den Vorteil der 240 Hz nicht ganz so stark wahrnehmen, wie dies bei reaktionsschnellen Shootern der Fall ist. 

Für das anvisierte High-Speed-Gaming hat die Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten natürlich Vorteile, denn um von den maximal möglichen 240 Hz zu profitieren, muss natürlich auch eine entsprechende Framerate geboten werden. Nun sind die klassischen eSport-Titel oftmals nicht allzu fordernd, mit der FullHD-Auflösung tun sich die Grafikkarten am Ende aber doch merklich leichter mit QHD oder gar UHD. Das spart auf die lange Sicht Geld, denn die Grafikkarte muss nicht ganz so häufig aktualisiert werden. 

Messwerte

Helligkeit, Ausleuchtung und Kontrastverhältnis

Helligkeit

maximal

cd/m²
Mehr ist besser

Homogenität

maximal

Prozent
Mehr ist besser

Kontrast

maximal

4808 XX


3620 XX


3274 XX


2715 XX


2643 XX


2418 XX


2277 XX


2156 XX


2129 XX


2110 XX


2033 XX


1772 XX


1543 XX


1468 XX


1437 XX


1419 XX


1369 XX


1347 XX


1283 XX


1273 XX


1260 XX


1257 XX


1253 XX


1249 XX


1076 XX


1076 XX


1029 XX


1024 XX


1022 XX


1013 XX


1009 XX


938 XX


925 XX


915 XX


870 XX


832 XX


807 XX


763 XX


505 XX


Wert:1
Mehr ist besser

Mit einer maximalen Helligkeit jenseits der 450 cd/m² und einer gemittelten maximalen Helligkeit von 436,4 cd/m² kann der MSI Oculux NXG251R als ausgesprochen hell eingestuft werden. Auch in dieser Disziplin hat die TN-Technik Vorteile. Gleichzeitig ist das Panel mit einer Homogenität von 90 % noch ordentlich ausgeleuchtet. Der Helligkeitsverlust im oberen linken Segment fällt in der Praxis kaum auf. Das Kontrastverhältnis liegt bei knapp 1.000:1, was für ein TN-Panel ein überzeugendes Ergebnis ist.

Farbdarstellung

Farbreproduktion

1.43 XX


1.72 XX


1.77 XX


2.17 XX


2.76 XX


2.81 XX


3.13 XX


3.7 XX


3.89 XX


4.33 XX


4.38 XX


4.38 XX


4.54 XX


4.57 XX


4.61 XX


4.66 XX


4.83 XX


4.95 XX


5.14 XX


5.19 XX


5.32 XX


5.39 XX


5.43 XX


5.45 XX


5.46 XX


5.62 XX


5.67 XX


5.7 XX


6.07 XX


6.07 XX


6.13 XX


7.09 XX


7.75 XX


7.98 XX


8.11 XX


8.26 XX


8.86 XX


9.47 XX


10.37 XX


11.05 XX


13.41 XX


DeltaE
maximales DeltaE

Weipunkt

7444 XX


7314 XX


7310 XX


7294 XX


7231 XX


7201 XX


7179 XX


7054 XX


7027 XX


6973 XX


6868 XX


6866 XX


6852 XX


6803 XX


6754 XX


6743 XX


6717 XX


6713 XX


6712 XX


6699 XX


6691 XX


6661 XX


6628 XX


6582 XX


6576 XX


6469 XX


6465 XX


6440 XX


6404 XX


6397 XX


6376 XX


6347 XX


6341 XX


6335 XX


6323 XX


6318 XX


6299 XX


6226 XX


6179 XX


6149 XX


5877 XX


Farbtemperatur in Kelvin
Idealwert: 6.500 Kelvin

Die Farbwiedergabe ist bekanntlich nicht die große Stärke der TN-Technik. Das gemittelte DeltaE lag bei einem Wert von 2, während der Maximalwert bei 7,08 lag. Das können andere Geräte besser, die Grafikbearbeitung ist aber nun mal auch nicht das angedachte Aufgabengebiet des Oculux NXG251R. Der Weißpunkt ist ab Werk recht warm mit 6.199 K abgestimmt, MSI bietet aber zahlreiche Presets ab Werk an.

Das zeigt sich auch ein Stück weit bei der Farbraumabdeckung. Während der sRGB-Farbraum mit 92,1 % noch recht gut abgedeckt wird, kann AdobeRGB mit 67,29 % weniger überzeugen.