Seite 4: Bildqualität

In unserer großen Display-FAQ gehen wir umfangreich auf verschiedenen Panel-Techniken ein und erklären deren Vor- und Nachteile, die sich unmittelbar auf die Darstellungsqualität auswirken. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Subjektive Beurteilung der Bildqualität

Die grundlegenden Gegebenheiten werden im Kommentarbereich dieses Artikels sicherlich wieder für rege Diskussionen sorgen. Wie hoch muss die Auflösung eines Monitors wirklich sein? Acer hat sich beim Predator Z271 für eine recht bekannte Kombination entschieden: Eine Diagonale von 27 Zoll wird mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten, also der klassischen FullHD-Auflösung kombiniert. Per se ist das nichts Ungewöhnliches, denn es gibt zahlreiche Displays mit dieser Kombination. Etwas besser gefallen aber Monitore mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten, da die Bildschärfe noch einmal gesteigert wird und deutlich mehr Platz auf dem Desktop geboten wird. Zudem könnte die Pixeldichte gerade vor dem Hintergrund des aufgerufenen Preises gern höher ausfallen.  

Durch die FullHD-Auflösung wird die Grafikkarte natürlich merklich entlastet, was gerade bei anspruchsvollen Titeln ein Vorteil sein kann und den Update-Zyklus des Pixelbeschleunigers verlangsamen kann. Noch dazu wird auf diesem Wege mehr Bandbreite für hohe Wiederholfrequenzen gelassen. Während die beliebten 34-Zöller mit 3.440 x 1.440 Bildpunkten aufgrund der Limitierung des DisplayPorts bei 100 Hz begrenzen, kann der Z271 mit 144 Hz aufwarten. Möglich wäre dies aber auch bei 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Eizo realisiert dies Beispielsweise beim Foris FS2735.

Acer entscheidet sich beim Predator Z271 für ein VA-Panel, was keine schlechte Entscheidung ist. Die Darstellungsqualität kann subjektiv überzeugen, während die Farbdarstellung zu gefallen weiß. Bilder werden zwar etwas zu warm wiedergegeben, wer allerdings nicht direkt mit einem perfekt kalibrierten Monitor vergleicht, wird kaum Abstriche merken. Wer nachjustieren möchte, kann dies problemlos tun, denn schließlich bietet Acer auch eine 6-Achs-Farbjustierung.

Um eine möglichst gute Immersion zu ermöglichen, setzt Acer auf ein geschwungenes Panel. Der Radius fällt mit 1.800 mm deutlich kleiner aus, als es aktuell noch bei den meisten Geräten der Fall ist, im 27-Zoll-Segment kann aber beispielsweise der Samsung C27F396 mit dem gleichen Radius aufwarten. Durch das klassische 16:9-Format fällt die Immersion aber geringer aus, als man es angesichts der starken Krümmung erwarten könnte. Den „Curved-Vorteil“ kann der Predator Z271 entsprechend erst im Multimonitor-Setup auf der ganzen Linie ausspielen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die geschwungene Oberfläche anfänglich bei klassischen Office-Arbeiten. Gerade bei Tabellenkalkulationen muss man sich als Anwender erst daran gewöhnen, dass die horizontalen Linien optisch nicht gerade verlaufen. Bereits nach kurzer Zeit hat man sich daran aber gewöhnt.

In unseren Spieletests konnte das VA-Panel mit einem normalen Ansprechverhalten überzeugen, gänzlich auf das Overdrive-Setting verzichten sollte man aber nicht. Acer spendiert dem Predator Z271 drei Overdrive-Settings: Aus, Normal, Extrem. Uns konnte im 144-Hz-Betrieb die mittlere Stellung am besten gefallen, da hier das beste Verhältnis aus Reaktionszeit und „Overshooting“ erreicht wird. Im Extreme-Setting ist die Reaktionszeit zwar noch etwas kürzer, dafür kommt es aber zu deutlicheren Darstellungsfehlern – der Vorteil wird so schnell egalisiert. Anders als beispielsweise der erst kürzlich getestete LG 34UC79G bietet der Predator Z271 kein ULMB-Backlight, sodass Blur-Effekte nicht konsequent unterdrückt werden können. Keine großen Besonderheiten konnten wir beim Input-Lag feststellen, eine störende Verzögerung gab es nicht. Wieder einmal gut gefallen kann G-Sync, das in Kombination mit den maximal 144 Hz ein schnelles und direktes Spielerlebnis ermöglicht.

In Summe betrachtet kann der Acer Predator Z271 mit einer guten Gaming-Performance aufwarten.

Messergebnisse

Helligkeit, Ausleuchtung, Ausleuchtung

Helligkeit

maximal

cd/m²
Mehr ist besser

Homogenität

maximal

Prozent
Mehr ist besser

Kontrast

maximal

2418 XX


1772 XX


1419 XX


1369 XX


1283 XX


1257 XX


1076 XX


1024 XX


1013 XX


1009 XX


938 XX


925 XX


870 XX


832 XX


807 XX


505 XX


Wert:1
Mehr ist besser

Über das Panel gemittelt konnten wir in unseren Messungen eine maximale Helligkeit von 328,4 cd/m² ermitteln, was ein guter Wert ist, der auch ausreicht, um auch in gut beleuchteten Räumen keine Probleme zu bekommen. In der Regel wird das LED-Backlight aber deutlich heruntergeregelt werden, denn in normal beleuchteten Büro-Räumen sind 120-150 cd/m² ausreichend. Kleine Abstriche müssen bei der Homogenität gemacht werden, denn aufgrund eines Ausreißers im unteren linken Eck, erreicht er Predator Z271 einen Wert von 85 % - prinzipiell wäre aber deutlich mehr möglich gewesen. Über jeden Zweifel erhaben ist das Kontrastverhältnis, das einen Wert von 2.751:1 aufweisen kann.

Farbreproduktion und Weißpunkt

Weißpunkt

6973 XX


6866 XX


6803 XX


6713 XX


6712 XX


6699 XX


6691 XX


6661 XX


6576 XX


6465 XX


6404 XX


6397 XX


6347 XX


6323 XX


6299 XX


6226 XX


5877 XX


Farbtemperatur in Kelvin
Idealwert: 6.500 Kelvin

Farbreproduktion

1.72 XX


2.17 XX


3.7 XX


3.89 XX


4.38 XX


4.54 XX


4.57 XX


4.61 XX


5.45 XX


5.46 XX


5.7 XX


6.07 XX


7.09 XX


7.98 XX


8.26 XX


9.47 XX


10.37 XX


13.41 XX


DeltaE
maximales DeltaE

Bei der Farbwiedergabe kann der Predator Z271 einen guten Eindruck hinterlassen. Mit 6.618 Kelvin wird der Idealwert nur knapp verpasst, sodass das Gaming-Display auch dann gut verwendet werden kann, wenn regelmäßige Bildbearbeitung auf dem Programm steht. Bei der Farbreproduktion landet der 27-Zöller hingegen nur im Mittelfeld. Über alle Farben konnten wir DeltaE von 1,72 ermitteln, während es maximal 9,5 waren.