Seite 7: Benchmark: PCMark 8 - Alltagsleistung, Teil 1

Synthetische Benchmarks geben jeweils nur extreme Anwendungsfälle wieder. Bei der alltäglichen Nutzung eines Systems fallen sehr viele unterschiedliche Zugriffsmuster an, von sehr kleinen Blöcken bis hin zu großen sequenziellen Transfers. Ein Trace-Benchmark gibt genau diese Zugriffsmuster wieder, die zuvor während der Nutzung eines Systems aufgezeichnet wurden. PCMark 8 verwendet die Zugriffsmuster mehrerer Anwendungen, wobei sich auch die jeweils geschriebene bzw. gelesene Datenmenge unterscheidet, wie die folgende Tabelle zeigt. Die Testdaten sind vollständig inkompressibel.

Bestandteile des Storage-Benchmarks

Als Änderung im Vergleich zu PCMark 7 hat Futuremark die Komprimierung der Leerlaufzeit (idle time compression) entfernt, sodass sich die abgespielten Traces eher wie eine echte Anwendung verhalten. Im Gegensatz zu früher geben wir als Ergebnis dieses Tests nicht mehr die von PCMark berechnete Punktzahl an, sondern die rechnerische Transferrate. Diese berechnet sich aus der Menge an gelesenen und geschriebenen Daten (vgl. Tabelle) dividiert durch die Zeit, die das Laufwerk mit der Abarbeitung von mindestens einer Anfrage beschäftigt war. Eine höhere Transferrate bedeutet also, dass kürzer auf das Laufwerk gewartet werden musste und sich die Reaktionszeit einer Anwendung so auch insgesamt verkürzt.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

MB/s
Mehr ist besser

Auch die Anwendungsbenchmarks können das bereits gewonnene Gesamtbild bestätigen. Die Exceria Plus schafft es in der Gesamtwertung klar in die Spitzengruppe und bleibt in Schlagdistanz zu den Top-Modellen von Samsung und Seagate. In den Einzelwertungen der beiden Spiele World of Warcraft und Battlefield können sich nur die Intel Optane und die PCIe4-Konkurrenten vor der Exceria Plus platzieren.

Die Kioxia Exceria ersetzt wie bereits mehrfach erwähnt die Toshiba RC500 und nimmt folgerichtig einen Platz im (gehobenen) Mittelfeld ein. Die eigentlich günstige und im Vergleich zur Plus etwas beschnittene SSD liegt in der Gesamtwertung nur 10 % hinter dieser und ist dabei noch in Greifweite einer Samsung 970 EVO oder gar vor einer Western Digital Black SN750.

Wehrmutstropfen des Reviews bleibt auch hier die Exceria SATA. Meist das Ende der Rangliste ist die logische Konsequenz, mal mit größeren und kleineren Abständen zur Einsteiger-Konkurrenz. Doch selbst die Samsung 860 QVO mit QLC-NAND kann sich insgesamt vor der Kioxia platzieren.