Seite 3: Gehäuse, Tastatur und Touchpad

Das MSI Delta 15 zeigt sich optisch recht zurückhaltend und verzichtet auf viele aggressive Design-Elemente, wie sie oftmals bei Gaming-Notebooks dieser Leistungsklasse anzutreffen sind. Gegenüber anderen Gaming-Boliden aus dem eigenen Hause fehlt sogar das sonst übliche Drachenemblem inmitten des Display-Deckels. Dieser ist nun durchgehend in einem sehr dunklen Grau gehalten, ein etwas verschnörkeltes Phoenix-Logo gibt es immerhin im rechten oberen Eck. Die Lüftungsschlitze sind sehr dezent. Lediglich an der Rückseite des Gerätes sowie an den Seiten direkt vor den Anschlüssen und an der Unterseite sind diese vorhanden. Auch direkt über der Tastatur auf dem Topcase gibt es eine Wabenstruktur, die gleichzeitig der Optik dient. Hier wird das MSI Delta 15 dann doch etwas verspielter.

Mit Abmessungen von 357 x 247 x 19 mm und einem Gesamtgewicht von etwa 1,9 kg erweist sich der 15-Zöller als relativ kompakt und leicht und ist damit durchaus sehr portabel. Damit konkurriert er mit Modellen wie dem Gigabyte AORUS 15P KD, dem Lenovo Legion 7 oder dem XMG Core 15 aus unserem letzten Test.

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test

Was die Verarbeitungsqualität und Stabilität anbelangt, so befindet sich diese auf einem für MSI inzwischen typischen, sehr gutem Niveau. Das Aluminium-Chassis ist hervorragend verarbeitet, scharfkantige Ecken gibt es dank der zahlreichen Rundungen keine, störende Spaltmaße konnten wir bei unserem Testmuster keine feststellen. Selbst auf stärkeren Druck hin gibt das Gehäuse an keiner Stelle nach. Das gilt auch für die Wabenstruktur oberhalb der Tastatur sowie für die zahlreichen Lüftungsschlitze an der Unterseite. Das war bei früheren Geräten von MSI immer eine Achillesferse. Das Display lässt sich ebenfalls kaum verwinden, die beiden Scharniere könnten jedoch verwindungssteifer sein, denn bei stärkeren Erschütterungen wackelt der aufgeklappte Bildschirm leider etwas nach. Dafür lässt sich der 15-Zöller problemlos mit nur einer Hand öffnen. Dann beträgt der Öffnungswinkel bis zu 180 °.

MSI Delta 15 im Test

Die Aluminium-Oberfläche ist insgesamt in einem sehr dunklen Grauton gehalten, der je nach Lichteinfall und Blickwinkel leicht ins rötliche abdriftet. Ein Phänomen, das wir schon von anderen Geräten, wie beispielsweise dem Huawei MateBook X Pro her kennen. Die Oberfläche ist nicht ganz so anfällig für Fett- und Schmutzflecken wie bei anderen Geräten. Über ein paar Aufkleber an den Seiten des Touchpads informiert das Gerät über die Hardware-Komponenten, die in ihm stecken, was für etwas farbliche Abwechslung sorgt. 

Anschlüsse

Nicht nur bei der Optik zeigt sich das MSI Delta 15 zurückhaltend, auch bei den Anschlüssen. Hier fehlt mit Blick auf die AMD-Hardware wenig überraschend ein Thunderbolt-Port, aber auch einen Kartenleser oder gar eine Ethernet-Schnittstelle hat MSI ausgespart. Dafür unterstützen alle USB-Schnittstellen den schnellen 3.2-Gen2-Standard. Auf beiden Geräteseiten gibt es diese davon jeweils einmal ausgeführt als Typ-A und Typ-C. Links daneben ist noch eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern sowie die Ladebuchse vorhanden, die rechte Seite stellt gegenüberliegend noch einen HDMI-Ausgang bereit. 

Alle Anschlüsse sind jeweils mittig angebracht, wohingegen der hintere Bereich für die Frischluftzufuhr der Kühlung verwendet wird. Drahtlos wird per WiFi 6E und einem Intel-AX210-Chip samt Bluetooth 5.2 kommuniziert. 

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test

Tastatur und Touchpad

Bei der Tastatur setzt MSI abermals auf einfache Chiclet-Tasten, die mit 17 x 16 mm überaus großzügig dimensioniert sind. Das macht ein schnelles und vor allem treffsicheres Tippen möglich. Der Druckpunkt könnte zwar einen Ticken knackiger sein, das allgemeine Tastenfeedback ist insgesamt jedoch gut. Die Tastatur ist damit sehr gut für den Arbeitsalltag brauchbar. 

Abzug gibt es wieder einmal mehr beim Layout. Hier weicht MSI abermals vom Standard ab. Das zeigt sich nicht nur bei den direkt im Layout integrierten Pfeiltasten, sondern auch an weiteren Stellen. So fällt die Return-Taste deutlich kleiner aus, die rechte STRG-Taste könnte größer und selbst die FN-Taste, über die zusätzliche Einstellungen wie Display-Helligkeit oder Lautstärke in Verbindung mit den F-Tasten durchgeführt werden können, befindet sich nur rechts von der Leertaste und ist obendrein ebenfalls sehr klein ausgeführt. Einen dedizierten Nummernblock gibt es nicht.

Die Tastatur verfügt über eine einfarbige RGB-Hintergrundbeleuchtung, die durchaus leuchtstark und vor allem sehr gleichmäßig ist. Die Farbe wird für die gesamte Tastatur bestimmt, eine Einzeltasten-Beleuchtung gibt es beim MSI Delta 15 nicht. Über die F8-Taste kann durch verschiedene Farben und Beleuchtungsmodi geschaltet werden. 

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test

Im Gegensatz zu den Tastenkappen der Tastatur fällt das Touchpad im Vergleich kleiner aus. Dieses bringt es auf Abmessungen von 105 x 66 mm und ist mittig direkt unterhalb der Tastatur angebracht. MSI setzt auf ein klassisches Clickpad und verzichtet damit auf dedizierte Maustasten für den rechten und linken Mausklick. Sie werden direkt im Touchpad durchgeführt. Die gläserne Oberfläche ist leicht angeraut, was dem Mausersatz gute Gleiteigenschaften verleiht. Präzision und Geschwindigkeit sind gut, für den Mausklick muss jedoch etwas viel Kraft aufgewendet werden. Der ambitionierte Spieler wird auch hier nicht um einen waschechten Gaming-Nager, den er per USB an das MSI Delta 15 anschließt, herumkommen. Für schnelle Eingaben unterwegs ist das Touchpad jedoch sehr gut brauchbar.