Seite 4: Display, Software, Kühlung und Laufzeit

Display

Beim Display setzt das MSI Delta 15 auf ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das es auf eine Diagonale von 15,6 Zoll bringt. Insgesamt stehen zwei verschiedene Panels zur Auswahl, die jedoch beide nativ mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflösen und damit die Full-HD-Auflösung im klassischen 16:9-Format bieten. Während die Basisversion 144 Hz bietet, sind es bei unserer Upgrade-Option schnelle 240 Hz. In beiden Fällen wird AMDs FreeSync unterstützt, womit sich die Bildwiederholfrequenz automatisch an die Bildausgabe der Grafikkarte anpasst. Das macht das Display des MSI Delta 15 zu einem echten Gaming-Modell. 

Die restlichen Leistungsdaten fallen recht durchwachsen aus. So erreicht das Sharp-Panel in unseren Tests eine maximale Helligkeit von gerade einmal 289 cd/m², womit es für den Außenbereich oder sehr helle Umgebungen nur bedingt zu empfehlen ist. Da zwischen dem hellsten und dunkelsten Sektor etwa 36 cd/m² liegen, ist die Homogenität mit fast 88 % gut, die Ausleuchtung damit recht gleichmäßig. Die Kontrastwerte könnten vor allem für ein IPS-Panel besser ausfallen. In unserem Test wurden nur 766:1 erreicht. Die Farbwerte sind etwas zu kühl und blaustichig eingestellt und erreichen im Durchschnitt Temperaturen von über 7.700 K. Ein solches Phänomen müssen wir jedoch bei so ziemlich jedem aktuellen Gaming-Notebook feststellen. Anwender aus der Kreativbranche müssen nachjustieren.

MSI Delta 15 im Test

Die Software-Ausstattung

Bei der Software-Ausstattung setzt MSI auf Windows 10 Home und dabei wie gewohnt auf eine recht saubere Installation, die auf viele meist unnötige Dreingaben verzichtet. Einzig eine 30-Tages-Version von Microsoft Office 365 ist ab Werk vorinstalliert. Deutlich spannender ist das neue MSI Center, welches vor allem in diesem Jahr deutlich aufgewertet und modularer wurde, denn einzelne Bereiche lassen sich jetzt nachträglich installieren, wenn sie vom Anwender benötigt werden. 

Das MSI Center dient wie gewohnt als zentrale Anlaufstelle für alle Einstellungen des Gaming-Boliden und wurde im Vergleich zum bisherigen Dragon Center optisch deutlich schlichter gestaltet, was gut zum Gesamtauftreten des MSI Delta 15 passt. Wie gewohnt lassen sich zahlreiche Parameter der verbauten Hardware auslesen. Dazu zählen natürlich die Auslastung von Prozessor, Grafikkarte, SSD und RAM, aber auch weitere Angaben wie Temperatur-Werte oder die Übertragungsgeschwindigkeit im Netzwerk. Sogar Lüftergeschwindigkeiten lassen sich auslesen. 

Einfluss auf den Leistungsmodus des Notebooks lässt sich ebenso nehmen, wie einige Tasten der Tastatur abschalten, was beim Spielen Fehleingaben verhindert. So lässt sich zum Beispiel die Windows-Taste deaktivieren. Natürlich ist eine Konfiguration der RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur ebenfalls möglich. Mit nur wenigen Klicks lassen sich Treiber-Updates installieren oder ein Wiederherstellungs-Medium erstellen.

Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15

Temperaturen

Probleme bei der Kühlung des MSI Delta 15 konnten wir im Test keine feststellen. Im Gegenteil: Prozessor und Grafikkarte bleiben ausgesprochen kühl. So erreicht der AMD Ryzen 9 5900HX in der Spitze gerade einmal 71 °C und machte sich dabei stets mit den spezifizierten 3,3 GHz ans Werk. Für die AMD Radeon RX 6700M beträgt der Takt 1.021 MHz, was ebenfalls innerhalb der Vorgaben des Herstellers liegt und das sogar bei noch kühleren 67 °C. Die Hardware und damit das MSI Delta 15 kann seine maximale Leistung also durchgehend abrufen. 

An der Oberfläche wird das Aluminiumgehäuse stellenweise jedoch recht warm, trägt damit aber auch sehr gut zur Kühlung bei. Den Hotspot ermittelten wir mit 44,8 °C im zweiten Quadranten an der Unterseite und damit genau dort, wo die Kühlung von CPU und GPU zusammenkommt. Allgemein wird das MSI Delta 15 an der Unterseite etwas wärmer als im Bereich von Tastatur und Touchpad. Im Schnitt haben wir 33,1 °C gemessen, wohingegen es an der Oberseite durchschnittlich nur 31,3 °C waren. Im 2D-Betrieb, wenn die Hardware weniger gefordert wird, fallen die Temperaturen deutlich. Dann sinken die Höchstwerte auf 35,3 °C, die Durchschnitts-Temperaturen gehen auf 29,5 und 28,8 °C zurück. 

Ein Leisetreter ist das MSI Delta 15 jedoch nur bedingt. Aufgrund der Lüfterabschaltung im Leerlauf arbeitet das System bis zum Erreichen bestimmter Temperatur-Werte passiv und damit völlig lautlos. Setzt man Prozessor und Grafikkarte jedoch unter Last und zwingt die Kühlung an ihre Leistungsgrenzen, können es bis zu 49,1 dB(A) werden, was insgesamt jedoch in einem typischen Rahmen für ein Gaming-Notebook liegt, die teilweise gerne die magische 50-dB(A)-Marke durchbrechen. Im Spielebetrieb bleibt die Kühlung mit 48,6 dB(A) etwas laufruhiger.

Akku

Für unterwegs steckt im MSI Delta 15 ein kapazitätsstarker 82-Wh-Akku. Er ermöglicht dank der zahlreichen Energiesparfunktionen des AMD Ryzen 9 5900HX und natürlich dank der automatischen Abschaltung der dedizierten AMD Radeon RX 6700M bei Nichtgebrauch auf vergleichsweise lange Laufzeiten. Bis zu 578 Minuten und damit über 9,5 Stunden lang hielt der Akku bei geringer Last durch. Wenn man den 15-Zöller jedoch fordert, dann sinken die Laufzeiten deutlich und die hohen TGP- und TDP-Werte zollen ihren Tribut. Dann wird der Bildschirm schon nach 214 Minuten und damit nach etwa 3,5 Stunden schwarz. Für ein Gaming-Notebook dieser Leistungsklasse sind das allerdings durchaus keine schlechten Werte. 

Wieder voll einsatzbereit ist der Akku nach etwa zwei Stunden. Dann zieht das System 11,3 W im Leerlauf und bis zu 195,5 W im Worstcase-Szenario, das wir gewohnt mittels Prime95 und Furmark simuliert haben, aus der Steckdose. Wird nur gespielt, bleibt der 15-Zöller mit 165,6 W etwas sparsamer. Damit beweist AMD, dass man durchaus schnelle und effiziente Hardware bauen kann.