Seite 7: Stromverbrauch

Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das Supermicro C7Z370-CG-IW hat nur wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller, ein USB-3.1-Gen2-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Eine positive Nachricht betrifft den Idle-Stromverbrauch. Dieser lag bei 39,3 Watt und damit wurde erstmalig die 40-Watt-Marke unterschritten.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Unter Last mit Cinebench R15 erfolgte dann das böse Erwachen. Das Verbrauchsmessgerät zeigte einen Wert von satten 175,2 Watt an.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Auch in Verbindung mit Prime95 konnten wir eine hohe Leistungsaufnahme feststellen, die bei 165,1 Watt gelegen hat.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Als Grund für die hohe Leistungsaufnahme unter Last kann unter anderem die hohe VCore von 1,304 Volt angeführt werden.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Im BIOS haben wir den ASM3142 deaktiviert, der alleine den Verbrauch schon um einige Watt senken konnte. So wurde der Verbrauch im Leerlauf auf 36,8 Watt gedrückt.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 CPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

1,2 Watt weniger konnten wir in Verbindung mit Cinebench R15 beobachten, sodass nun mehr 174 Watt aus der Steckdose gezogen wurden.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Mit Prime95 konnten wir eine Differenz von 2,3 Watt feststellen. Der Verbrauch lag nun also bei 162,8 Watt.

Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Bei der VCore gab es keinerlei Veränderung.

So gut die Leistungsaufnahme im Idle ist, um so schlechter fällt sie unter Last aus. Dies liegt allerdings neben anderen Faktoren an der zu hohen VCore mit BIOS-Default-Werten.