Seite 1: XMG Pro 15 und 17 im Doppeltest: Gute Allrounder für den anspruchsvollen Gamer

xmg pro 15 und 17 test-teaserMit der Vorstellung der ersten Turing-Grafikkarten für Notebooks kündigte Schenker Technologies mit dem XMG Pro 17 und dem XMG Pro 15 eine gänzlich neue Produktfamilie an, die nicht nur das alte P507 ersetzen wird, sondern die Vorteile beider Welten – ob schlank oder besonders schnell – miteinander vereinen soll. Inzwischen gibt es die Geräte mit den neuen Core-Prozessoren der neunten Generation, was sie auch technisch auf den neusten Stand bringen lässt. Im Rahmen eines Doppeltests schauen wir uns die 15- und 17-Zoll-Variante genauer an.

Wer sich ein neues Gaming-Notebook zulegen möchte, der hat die Qual der Wahl: Entweder man entscheidet sich für einen schlanken und portablen Alleskönner zum stolzen Preis – wie beispielsweise das Gigabyte Aero 15ASUS ROG Zephyrus M oder das XMG Neo 15 – oder aber man legt sich einen richtig performanten High-End-Boliden mit dickem und schwerem Gehäuse und so manch anderer Gamer-Feinheit zu. Die jüngsten Beispiele hierfür wären das MSI GT75 Titan Pro oder das Alienware Area-51m R1, das wir in Kürze ebenfalls ausführlich auf den Prüfstand stellen werden.

Die Vorteile aus beiden Welten soll nun die neue XMG-Pro-Familie vereinen, die zum einen ein Thin-Bezel-Display bietet, mit einer Bauhöhe von unter 30 mm aber noch immer relativ kompakt ist und obendrein eine vollwertige Max-P-Grafiklösung auf Turing-Basis mit sich bringt. Moderne Anschlüsse bis hin zu Thunderbolt 3, Gigabit-Ethernet und USB 3.2 fehlen ebenso wenig wie eine vollwertige RGB-Tastatur samt eigenem Nummernblock. Ein Fingerabdruck-Sensor ist direkt im Glas-Touchpad integriert, ein schnelles 144-Hz-Panel auf IPS-Basis mit G-Sync-Technik lässt sich ebenfalls konfigurieren.

Unter der Haube gibt es topaktuelle Hardware, die bis hin zu den neuen Turing-Grafikkarten und den Core-Prozessoren der neunten Generation reicht. Zum Einsatz kommt wahlweise eine GeForce RTX 2060 oder die schnellere GeForce RTX 2070, die mit 6 bzw. 8 GB GDDR6-Videospeicher ausgerüstet sind. Das Max-P-Design bietet gegenüber dem effizienten Max-Q-Ablegern die höhere Leistung. Ein integrierter MUX-Switch erlaubt das Umschalten der Anbindung des internen Displays und somit entweder die Nutzung von G-Sync oder die Aktivierung der Stromspar-Technik Optimus, was bei Nichtgebrauch der dedizierten Grafiklösung mit Blick auf den Stromhunger automatisch auf die sparsame CPU-Grafik umschalten lässt. 

Auf Seiten des Prozessors bieten die neuen XMG-Pro-Geräte einen Intel Core i7-9750, der mit sechs bis zu 4,5 GHz schnellen Coffee-Lake-Refresh-Kernen ausgerüstet ist und auf einen bis zu 64 GB großen DDR4-Arbeitsspeicher mit 2.666 MHz zurückgreifen kann. Gegen Aufpreis gibt es auch einen einfach zu übertaktenden Core-i9-9900HK mit zwei Kernen mehr und einem werksseitigen Boost-Takt von runden 5,0 GHz. Wie man es von den Leipzigern gewöhnt ist, gibt es beim Massenspeicher zahlreiche unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten. Hier lässt sich schneller SSD-Speicher mit PCI-Express-Anbindung im M.2-Format mit einer herkömmlichen 2,5-Zoll-HDD kombinieren. RAID-Konfigurationen sind ebenfalls möglich. 

Für die leistungsfähige Hardware mussten Schenker Technologies und Clevo, der Lieferant des Barebones, vor allem die Kühlung aufwerten. Im Inneren sorgen ein angepasstes Heatpipe-Design mit jeweils eigenem Lüfter für getrennte Kühlzonen. Die Zahl der Rotorblätter wurde gegenüber dem XMG P507 als direktem Vorgänger erhöht und die Zahl der Finnen bei den Heatsinks vergrößert, um die Oberfläche zu erhöhen. Ein großer Lufteinlass an der Unterseite sorgt für Frischluft, die an vier Auslassöffnungen aufgewärmt wieder nach draußen befördert wird. Insgesamt wollen die Leipziger die Kühlleistung um etwa 20 % verbessert haben. 

Je nach Modellvariante misst das XMG Pro 15,6 oder 17,3 Zoll in seiner Diagonalen, bietet ein blickwinkelstabiles IPS-Panel mit schnellen 144 Hz, native 1.920 x 1.080 Bildpunkte und G-Sync-Support für ein Tearing-freies Spielvergnügen. Preislich bezahlt man dafür ab 1.799 respektive 1.849 Euro in der Basisversion.

Wir haben beide Modellvarianten in zwei unterschiedlichen Ausstattungen auf den Prüfstand gestellt.