Seite 1: Razer Blade Stealth und Core V2: Das fast perfekte Gaming-Gespann im Test

razer blade stealth core-teaserDass man aus seinem Arbeits-Notebook, welches eigentlich auf Effizienz und lange Laufzeiten optimiert wurde, zu Hause ein echtes Gaming-Monster machen kann, das hatten wir in der Vergangenheit schon mehrmals bewiesen – beispielsweise mit dem ASUS Transformer 3 Pro und der ROG XG Station 2 oder aber erst kürzlich mit dem Dell XPS 13 und der Aorus GTX 1080 Gaming Box. Von Razer gibt es mit dem Blade Stealth und dem Core V2 ein ähnliches Paket. Wir haben dem flotten Alltagsnotebook und der externen Thunderbolt-3-Grafikbox einmal näher auf den Zahn gefühlt.

Externe Thunderbolt-3-Grafikkarten sind derzeit eines der Trendthemen schlechthin – mit ASUS, Gigabyte, ZOTAC, PowerColor und Dell bzw. Alienware haben nahezu alle großen Hersteller der Gaming-Branche entsprechende Geräte im Angebot. Das Paket von Razer, welches wir uns für diesen Hardwareluxx-Artikel einmal näher angesehen haben, ist dabei aus mehrerlei Hinsicht interessant. 

So ist das Notebook ein weiterer Ableger eines der besten Gaming-Notebooks. Dank seines schicken Designs, der hochwertigen Verarbeitung und natürlich der performanten Spielerhardware kürten wir das Razer Blade Pro zum MacBook unter den Gaming-Notebooks, welches unbestritten als Design-Vorlage diente. Das Blade Stealth besitzt im Gegensatz zu den bisherigen Modellen allerdings keine schnelle Spieler-Grafikkarte mehr. Im Gegenteil: Der 13-Zöller muss sich mit der in der CPU integrierten Grafiklösung zufriedengeben, was Spieler auf den ersten Blick sicherlich abschrecken dürfte. Die Grafikpower wird per Thunderbolt 3 und dem Razer Blade Core V2 samt einer handelsüblichen Desktop-Grafikkarte angeschlossen. Damit bleibt das Razer Blade Stealth ein schickes, kompaktes Arbeitsgerät mit langen Laufzeiten für unterwegs und kann zu Hause mit nur einem einzigen Kabel zum pfeilschnellen Spielerechner umfunktioniert werden. 

Mehr Power gibt es außerdem im Bereich des Prozessors. Zwar setzt man nicht mehr auf einen schnellen HQ-Prozessor, die Ultrabook-CPU basiert aber schon auf der Kaby-Lake-Refresh-Architektur und stellt damit trotz gleichwertiger Turbo-Taktraten die doppelte Kernanzahl in der sparsamen TDT-Klasse von nur 15 W zur Verfügung, was die Performance im Alltag deutlich beschleunigt.  

Diese Flexibilität lässt sich Razer teuer bezahlen: Alleine für das Razer Blade Stealth werden derzeit in der Basis-Version stolze 1.699 Euro ausgerufen. Dafür gibt es neben dem Intel Core i7-8550U insgesamt 16 GB Arbeitsspeicher und eine 256 GB große SSD mit PCI-Express-Anbindung. Für die Speichererweiterung auf 512 GB werden 200 Euro mehr ausgerufen, das Topmodell mit 1-TB-SSD kostet gar stolze 2.349 Euro und damit nochmal 450 Euro mehr. 

Einen Touchscreen mit 3.200 x 1.800 Bildpunkten und ein kompaktes Unibody-Gehäuse aus Aluminium sowie natürlich zahlreich weiteren Gamer-Details gibt esbei allen Modellen. Das Razer Blade Stealth mit Kaby Lake Refresh wird in zwei verschiedenen Farbvarianten angeboten: Einmal als schwarz eloxierte Variante mit Chroma-Beleuchtung und einmal als graue Gunmetal-Version mit weißer Tastatur-Hintergrundbeleuchtung. In Deutschland ist ausschließlich die schwarze Modellvariante erhältlich. Die bisherigen Dualcore-Modelle auf Kaby-Lake-Basis behält Razer weiterhin im Angebot.

Das Razer Blade Core V2 ist ab 519 Euro zu haben, dann allerdings nur als Leergehäuse ohne Grafikkarte. Die muss je nach Belieben zusätzlich berappt werden – mindestens rund 150 Euro sollte man hier für aktuelle Spieletitel zusätzlich einplanen. 

Wie sich das Razer Blade Stealth zusammen mit dem Razer Blade Core V2 in der Praxis schlägt, das klären wir in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten.