Seite 1: PowerColor Gaming Station im Test: Mehr Grafikleistung fürs Ultrabook

powercolor gaming stationSeitdem Thunderbolt 3 auf dem Vormarsch ist und in immer mehr Geräten zum Einsatz kommt, entdecken auch bekannte Grafikkarten-Hersteller die Schnittstelle für sich und kündigen externe Grafikbeschleuniger für weniger leistungsfähige Notebooks und Ultrabooks an. Mit der PowerColor Gaming Station haben wir nun ein weiteres Modell davon im Test. Wie sich die Box in Kombination mit einer Radeon RX 580 schlägt, das erfährt man in diesem Kurztest auf den nachfolgenden Seiten.

Externe Grafikboxen sind wahrlich nicht neu, waren aber längst nicht so populär wie heute. Der Grund dafür ist einfach: Wurden die bisherigen Grafiklösungen wie beispielsweise die Lösung von Alienware bzw. Dell meist über proprietäre Anschlüsse angebunden und waren damit nur zu sehr wenigen Geräten kompatibel, setzen die neuen Geräte allesamt auf Thunderbolt 3. Die gesonderte Typ-C-Schnittstelle kommt schließlich in immer mehr Geräten zum Einsatz und macht die Handhabung besonders einfach. Wenn Intel die Lizenzkosten für Thunderbolt 3 im Laufe dieses Jahr begraben wird, dürfte der Siegeszug endgültig fortgesetzt werden. 

Nach der ASUS ROG XG Station 2 oder der Gigabyte Aorus GTX 1070 Gaming Box begrüßen wir mit der PowerColor Gaming Station einen weiteren externen Grafikbeschleuniger. Dabei ist dieser nicht die erste Kreation des Herstellers. Schon vor zwei Jahren zeigte uns PowerColor im Rahmen der Computex 2016 einen ersten Ableger.

Die im Dezember angekündigte Neuauflage ist noch einmal deutlich kompakter geworden und zeigt sich auch beim Design deutlich schlichter. Das Netzteil leistet nun 550 W, ist 80Plus-Gold-zertifiziert, eingesetzt werden können aber weiterhin Grafikkarten mit einer TDP von bis zu 375 W, die die Abmessungen von 280 x 140 x 43 mm nicht überschreiten. Im Gegensatz zum Vorgänger kann jedoch kein zusätzliches Massenspeicher-Laufwerk per SATA mehr integriert werden, die Box kann damit nicht als zusätzlicher Datenspeicher für die eigene Spielesammlung zweckentfremdet werden. Was aber bleibt ist die Gigabit-Ethernet-Buchse und die Aufladefunktion dank Power Delivery für kompatible Ultrabooks und Convertibles, die per USB-Typ-C aufgeladen werden. 

Wie die ASUS ROG XG Station 2 gibt es die PowerColor Gaming Station ausschließlich als Leergehäuse ohne Grafikkarte. Der Käufer ist somit nicht wie bei der AORUS Gaming Box auf eine GeForce GTX 1070 oder GeForce GTX 1080 beschränkt, sondern kann theoretisch jeden aktuellen 3D-Beschleuniger von NVIDIA und AMD verbauen. PowerColor selbst spricht von allen Modellen der Radeon-RX-400-, -RX-500-Familie sowie von der GeForce-GTX-10-Reihe. Die neuen Vega-Grafikkarten werden zwar nicht erwähnt, dürften aber ebenfalls kompatibel sein – vor allem mit Blick auf die teils kompakteren Custom-Modelle. 

Die technischen Daten der PowerColor Gaming Station
Technische Daten 
Anschlüsse 1x Thunterbolt 3
1x Gigabit-Ethernet
5x USB 3.1 (2x Front/3x Rückseite)
Netzteil 550 W (SFX), 80Plus Gold
Grafikkarte

TDP: Maximal 375 W
Maße: 280 x 140 x 43 mm
Bauhöhe: Maximal 2 Slots
Typ: PCI-Express 3.0 x16

Gehäuse 
Material: Aluminium
Abmessungen: 343,2 x 163 x 245 mm
Preis und Garantie 
Preis: ab 459 Euro (zzgl. Grafikkarte)
Garantie: 24 Monate

Preislich muss man für die PowerColor Gaming Station fast 460 Euro auf den Ladentisch legen und das ohne Grafikkarte. Die Flexibilität, ein hoch mobiles Gerät für unterwegs zu haben und zu Hause trotzdem die aktuellsten Spieletitel spielen zu können, kostet. Ob sich der Preis lohnt, das klären wir auf den nachfolgenden Seiten.