Seite 6: Fazit

Das Konzept des Razer Blade Stealth und des Razer Blade Core V2 geht voll auf. Das Ultrabook bietet dank des schnellen Intel Core i7-8550U auf Kaby-Lake-Refresh-Basis und mit vier Rechenkernen sowie dank der flotten NVMe-SSD im Alltag eine überaus hohe Performance. Dabei reicht der 53,6 Wh starke Akku für knapp neun Stunden aus. Zu Hause kann man aus dem Ultrabook ein wahres Gaming-Monster zaubern, indem man es eine zusätzliche Grafikkarte per Thunderbolt 3 anschließt. Dann lassen sich je nach 3D-Beschleuniger alle aktuellen Spieletitel problemlos in den höchsten Einstellungen spielen. Hierfür muss sogar nur ein einziges Kabel angeschlossen werden. Das Ultrabook wird über Typ-C geladen, Tastatur, Maus und Monitor hängen direkt an der Grafikbox.

Diese Flexibilität hat allerdings ihren Preis. So verlangt Razer für das Leergehäuse nicht nur stolze 520 Euro, sondern erlaubt sich auch bei der Lautstärke einen dicken Patzer. Schon im normalen Windows-Betrieb ist der Netzteil-Lüfter des Razer Blade Core V2 derart laut, dass ein ruhiges Arbeiten nicht mehr möglich ist. Wer dann noch eine High-End-Grafikkarte wie die AMD Radeon RX Vega 56 verbaut hat, muss mit nervtötenden 52,3 dB(A) leben. Das können andere Grafikboxen wie die Aorus GTX 1080 Gaming Box deutlich besser. 

Zwar kann man direkt am Touchscreen des Razer Blade Stealth spielen, dann allerdings nur mit Leistungsverlust, da hier die Daten über Thunderbolt 3 wieder zurück zum Notebook übertragen werden müssen und somit Up- und Downstream stärker belastet werden. Einen Leistungsverlust gibt es auch, wenn man den Netzwerk-Anschluss sowie die USB-Ports des Razer Blade Core V2 nutzt. Darum wird man aber nicht herumkommen, schließlich bietet das Razer Blade Stealth in unserer Testkonfiguration nur 512 GB Flashspeicher, was bei aktuellen Spielen, die gut und gerne mal über 95 GB Speicherplatz belegen, schnell eng werden könnte. Eine USB-Festplatte ist fast schon Pflicht.

Punktabzug gibt es aber auch für das Razer Blade Stealth. Das Display ist stellenweise sehr dunkel und zudem nicht entspiegelt. Vor allem in sehr hellen Umgebungen wird das zum Problem. Der Touchscreen ist mit seinen 3.200 x 1.800 Bildpunkten gestochen scharf und äußerst kontrastreich. Touchpad und Tastatur sind sehr gut, Letztere bietet eine schicke RGB-Hintergrundbeleuchtung, bei der sich sogar jede Taste einzeln konfigurieren lässt. Das Design ist schlicht und zeitlos. Die Verarbeitungsqualität ist auf sehr hohem Niveau. Ebenfalls mehr gewünscht hätten wir uns bei den Anschlüssen. Zwei USB-Ports, eine Typ-C-Buchse und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse sowie ein HDMI-Ausgang sind einfach zu wenig. 

Preislich muss man für beides sehr tief in die Tasche greifen. Das Razer Blade Stealth kostet in unserer Ausstattungsvariante stolze 1.899 Euro. Zusammen mit den 520 Euro für das Core V2 sowie die Kosten für den 3D-Beschleuniger wird man so deutlich mehr als ein komplettes Monatsgehalt los. 

Positive Aspekte des Razer Blade Stealth:

  • hervorragende Verarbeitung
  • zeitloses und schlichtes Design
  • gute Tastatur und Touchpad
  • gute Laufzeiten im Office-Betrieb
  • gute Geräuschkulisse

Negative Aspekte des Razer Blade Stealth:

  • kaum Ausdauer unter Last
  • wenige Anschluss-Möglichkeiten

Positive Aspekte des Razer Blade Core V2:

  • gewaltige Leistungssteigerungen möglich
  • zeitloses Design

Negative Aspekte des Razer Blade Core V2:

  • sehr teuer
  • sehr laut