Seite 2: NVIDIA Studio Notebooks

Spätestens als NVIDIA mit der GeForce GTX 980 das M-Kürzel aus dem Namen seiner mobilen Grafikchips strich und gegenüber dem Desktop keinen Unterschied mehr machte, wurde das Thema mobiles Gaming und Arbeiten salonfähig. Mit der Pascal- und Turing-Generation wurden Effizienz und Performance in den späteren Jahren weiter gesteigert. Ein ambitioniertes Spielen selbst in den höchsten Grafiksettings ist längst kein Problem mehr. Außerdem sorgte NVIDIA mit vielen anderen Techniken wie Optimus, Max-Q und G-Sync für weitere Technik-Feinheiten im Notebook. 

Doch mit den Grafikchips kann längst nicht nur gespielt werden, auch mobile Workstations werden immer mehr zum Thema – erst kürzlich hatte man die ersten Quadro-Grafikkarten mit RTX-Einheiten mobil gemacht. Gleichzeitig stellte NVIDIA sein neues Studio-Programm vor. Darin zertifiziert die Grafikschmiede Notebooks, die sich speziell an Kreativ-Anwender und den mobilen Workaholic richten, die auch von unterwegs aus ihre Bilder und Videos bearbeiten und aufwendige Render-Arbeiten durchführen wollen. Vor allem im Bereich der Video-Produktion ist das ein riesiger Vorteil: Mussten vor wenigen Jahren die Änderungswünsche eines Kunden langwierig an der Workstation berechnet werden, können die Änderungen nun direkt beim Kunden durchgeführt und präsentiert werden.

Unter dem neuen Studio-Programm zertifiziert NVIDIA Notebooks, die nicht nur im Hinblick auf die Hardware schnell genug für solche Vorhaben sind, sondern auch solche, die Kompatibilitäts-Anforderungen entsprechen und über ein qualitativ hochwertiges Display mit Blick auf die Farbraum-Abdeckung verfügen. Aber auch die Akku-Laufzeit spielt eine große Rolle. Mindestens eine Sechskern-CPU der neunten Core-Generation, 16 GB Arbeitsspeicher und eine 512 GB fassende SSD sowie ein Display mit großen Farbräumen müssen verbaut sein.

Dafür hat NVIDIA sogar einen eigenen Studio-Treiber ins Leben gerufen, der spezielle Optimierungen bereithält und die Kompatibilität zu entsprechenden Programmen wie Adobe Lightroom, Adobe Substance Painter, Autodesk Flame, Blender Cycles, Dimension 5 D5 Fusion oder Luxion KeyShot und Davinci Resolve hochhält, bzw. eine Beschleunigung über die dedizierten RT- und Tensor-Cores gewährleistet.

Seit dem Start im Mai gibt es inzwischen über 27 solcher zertifizierten Studio-Notebooks von Partnern wie Acer, ASUS, Dell, Gigabyte, HP, MSI, Razer, Lenovo oder BOXX. Erst kürzlich kamen im Rahmen der SIGGRAPHH weitere Designs hinzu. Seitdem wird auch 30-Bit-Unterstützung für OpenGL-Anwendungen geboten, womit HDR-Fotos und -Videos auch abseits des 24-Bit-Farbschemas vollständig dargestellt werden können – entsprechende Display-Varianten wird es von den Partnern geben.

Um den Performance-Vorsprung, den eine moderne Grafikkarte auch im Produktiv-Segment leisten kann, aufzuzeigen, haben wir ein paar solcher Benchmarks angefertigt und diese einmal auf der GeForce RTX 2070 Max-Q und einmal auf dem Intel Core i7-9750H des Gigabyte Aero 15 XA ausführen lassen. Im Davinci Resolve ließen wir hierfür eine kurze Video-Sequenz rendern und im Photoshop Lightroom sechs Bilder automatisch verbessern. Die Unterschiede sind gewaltig: 

Da Vinci Resolve

GPU Accelerated Video Production

Zeit in S
Weniger ist besser

Adobe Lightroom

Detail Enhancement

Zeit in S
Weniger ist besser