Seite 4: Gehäuse, Tastatur und Touchpad

All das verpackt Gigabyte nun in einem 356 x 250 x 20 mm großen Gehäuse, womit die Aero-Familie in Sachen Bauhöhe wieder leicht zulegt, denn die Classic-Variante aus unserem letzten Test brachte es hier noch auf 18,9 mm. Trotzdem bleibt auch die Neuauflage des Gigabyte Aero 15 äußerst kompakt, vor allem wenn man das Gewicht mit gerade einmal 2,1 kg hinzunimmt. 

Optisch zeigt sich das Gigabyte Aero 15 XA sehr schlicht. Wie bei den bisherigen Black-Editions setzen die Taiwaner weiterhin auf eine schwarze Farbgebung mit ein paar carbon-ähnlichen Design-Elementen und einem beleuchteten Aero-Logo auf dem Bildschirmdeckel. Die vielen Rundungen, aber auch die zahlreichen Lufteinlässe direkt hinter dem Bildschirm verhelfen insgesamt zu einem sehr sportlichen Auftreten.

An der Unterseite sind zahlreiche Lufteinlässe für die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte vorhanden. Eine Wartungsklappe für den einfachen Austausch des Speichers gibt es wie schon bei den Vorgänger-Modellen nicht. Der 94,24 Wh starke Akku ist ebenfalls fest verbaut und lässt sich damit nur mit Mühe tauschen.

Dank des stabilen Aluminium-Gehäuses bleibt die Verarbeitungsqualität auf hohem Niveau. Der 15-Zöller ist äußerst stabil gebaut und gibt selbst auf stärkeren Druck hin an keiner Stelle nach. Scharfe Kanten sind nicht vorhanden und auch die Spaltmaße sind hervorragend herausgearbeitet. Die Verwindungssteifheit der Display-Scharniere ist gut. Einziges Manko ist wieder einmal die matte-schwarze Oberfläche, denn sie ist äußerst anfällig für Fett- und Schmutzflecken. 

Ein nettes Feature ist die Schutzabdeckung der Webcam. Sie kann über einen zusätzlichen Kippschalter abgedeckt werden. 

Anschlüsse

In Sachen Anschlussvielfalt konnte die Aero-Familie in der Vergangenheit immer wieder punkten. Das gilt auch für das neue Gigabyte Aero 15 XA. Auf der linken Seite bietet der kompakte 15-Zöller neben dem Anschluss für das externe 230-W-Netzteil zwei USB-3.1-Schnittstellen nach Typ-A und einen SD-Kartenleser sowie eine moderne Typ-C-Schnittstelle. 

Gegenüberliegend gibt es eine vollwertige Gigabit-LAN-Buchse, die aufgrund der geringen Bauhöhe zunächst ausgeklappt werden muss, und einen dritten Typ-A-Port. Weiterhin vorhanden sind ein HDMI-Ausgang und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss eines Headsets. Hier wären zwei separate Ports für den Ein- und Ausgang die praktikablere Lösung gewesen. Dazwischen hat Gigabyte eine weitere Typ-C-Buchse mit Thunderbolt-3-Funktionalität positioniert. 

Tastatur und Touchpad

Auch bei seiner neuesten Auflage des Aero 15 setzt Gigabyte wieder auf eine handelsübliche Chiclet-Tastatur, die mit einer schicken RGB-Beleuchtung versehen wurde. Sie lässt sich für jede Taste einzeln konfigurieren und leuchtet abermals sehr hell und gleichmäßig auf. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. 

Insgesamt bietet das Tastatur-Bett 102 Tasten, die in der Regel 15 x 15 mm groß ausfallen und im Abstand von 4 mm angebracht sind. Trotz der kompakten Abmessungen ist sogar ein separater Ziffernblock mit von der Partie. Die Tasten sind zwar etwas leichtgängig, der Druckpunkt ist jedoch sehr knackig, was das Feedback insgesamt noch gut macht. Entgegen vieler anderer Hersteller setzt Gigabyte auf ein Standard-Tastaturlayout, wobei die Pfeiltasten direkt im Layout integriert wurden und nicht leicht davon abstehen. Für Spieler mit dabei ist sogar eine Makro-Programmierung über das Fusion-Tool, aber auch ein Anti-Ghosting sowie ein Rollover von bis zu 40 Fingern werden unterstützt. 

Das Touchpad ist mit Abmessungen von 110 x 71 mm großzügig dimensioniert und mittig unterhalb der Tastatur angebracht. Im oberen linken Eck ist erstmals ein Fingerabdruck-Sensor für Windows Helo und weitere Sicherheitsfunktionen integriert. Damit unterstreicht Gigabyte den Studio-Ansatz von NVIDIA. Die Oberfläche ist gläsern und verfügt über sehr gute Gleiteigenschaften mit einer hohen Präzision, die auch zu den Ecken und Rändern hin nicht abnimmt. Natürlich werden Multi-Touch-Gesten problemlos und schnell umgesetzt. Tasten für den linken und rechten Mausklick gib es dank Clickpad jedoch nicht.