Seite 4: Display, Software, Kühlung und Laufzeit

Display

Auch bei den Classic-Modellen des Gigabyte Aero 15 gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man bekommt ein Full-HD-Panel mit 144 Hz von LG oder ein 240-Hz-Modell von Sharp oder als drittes ein hochauflösendes QHD-Display von AU Optronics. Unsere Einsteiger-Variante wird ausschließlich mit mattem LG-Panel und einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten angeboten, das eine schnelle Bildwiederholrate von 144 Hz erreichen kann. In unserem Test konnte dies jedoch nur mit durchschnittlichen Helligkeits- und Kontrastwerten auf sich aufmerksam machen. Wir bescheinigen ihm 302 cd/m² und 763:1. 

Die Homogenität der Ausleuchtung ist mit etwa 88 % gut, genau wie die Farbtemperaturen von etwa 6.709 K im Schnitt, was fast dem Optimum von 6.500 K entspricht. Die meisten Geräte dieser Preis- und Leistungsklasse weisen einen Blaustich auf. Auf G-Sync muss man jedoch verzichten, das wird lediglich über einen externen Monitor geboten.

Die Software-Ausstattung

Vorinstalliert ist nicht nur Windows 10 Pro, sondern auch einiges an Software-Material. Mit dabei ist unter anderem wieder das neue Gigabyte Control Center, das nicht nur wichtige System-Parameter ausliest und einstellen lässt, sondern auch Auskunft über den Gesundheitszustand der Intel-SSD und des Akkus gibt, aber auch Einfluss auf den aktuell anliegenden Power-Plan ermöglicht. Die Bildschirm-Helligkeit kann ebenso reguliert werden wie die Farbtemperatur des IPS-Panels, die Settings der Killer-Netzwerkchips oder die Windows-Taste de- und aktiviert werden. Über das Fusion-Tool lässt sich die Hintergrundbeleuchtung der RGB-Tastatur konfigurieren. Sogar Makros lassen sich programmieren. 

Ansonsten hat Gigabyte weitere Tools installiert, um die Software und Treiber mit nur wenigen Klicks auf den neuesten Stand zu bringen oder um ein Recovery-Medium im Handumdrehen zu erstellen. Bloatware gibt es nicht. 

Temperaturen

Trotz der vergleichsweise sparsamen Grafikkarte wird das Aero 15 Classic-SA unter Last sehr warm. Der Intel Core i7-9750H erreicht Spitzenwerte von 91 °C, die NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti bleibt mit 88 °C nur unwesentlich kühler. Das geht sogar so weit, dass beide Komponenten thermisch bedingt damit beginnen, ihre Taktraten abzusenken. Die CPU macht sich im Worstcase mit 2,0 GHz ans Werk, bei der GPU sind es nur 1.335 MHz – beides liegt unterhalb der Spezifikationen der Hersteller. Immerhin: In der Praxis und in längeren Spiele-Sessions fielen die Taktraten nicht unterhalb des jeweiligen Basistaktes zurück. 

Die hohen Temperaturen im Inneren machen sich auch an der Oberfläche bemerkbar, wo stellenweise deutlich über 50 °C erreicht werden. Im zweiten Quadranten an der Unterseite ist mit 55,5 °C der wärmste Spot, womit ein Spielen und Arbeiten auf dem Schoß nicht zu empfehlen ist. Allgemein wird das Gigabyte Aero 15 Classic-SA unter Last an der Unterseite wärmer als im Bereich des Topcases. Im Schnitt haben wir hier fast 36,8, bzw. 33,2 °C gemessen, selbst im Tastatur-Bereich werden Temperaturen von fast 40 °C erreicht. Andere Geräte bleiben deutlich kühler. Im Leerlauf liegen die Oberflächen-Temperaturen mit durchschnittlich etwa 31 bis 32 °C ein gutes Stück darunter, wobei sich auch hier die Unterseite stärker aufwärmt. 

Ein Leisetreter ist das Gigabyte Aero 15 Classic-SA dabei nicht. Schon im normalen Windows-Betrieb arbeitet die Kühlung mit einer Geräuschkulisse von 37,4 dB(A), im Spielebetrieb sind es knapp über 50,5 dB(A). Im absoluten Worst-Case-Szenario, das wir gewohnt mit Prime 95 und Furmark simulieren, sind es in der Spitze sogar 51,1 dB(A).

Akku

Trotz des vergleichsweise leistungsstarken 94,24-Wh-Akkus und der sparsamen GeForce GTX 1660 Ti hält das Aero 15 Classic-SA nicht ganz so lange durch wie seine großen Schwestermodelle. Der Grund: Im Leerlauf geht die Leistungsaufnahme bei voll aufgeladenem Akku auf lediglich 23,9 W zurück, im Spielebetrieb sind es hingegen 151,6 W und unter absoluter Volllast fast 210 W. Je nach Lastzustand hält der Akku somit zwischen 171 und 276 Minuten lang durch, was Laufzeiten von etwa 2,9 bis 4,6 Stunden entspricht. Wieder voll einsatzbereit ist er nach etwas mehr als anderthalb Stunden, das Netzteil hat mit einer Ausgangsleistung von 230 W ausreichend Reserven.