Seite 8: Fazit

Die elfte ROG-Maximus-Mainboard-Serie startet mit insgesamt sieben Modellen, als Grundlage dient jeweils Intels neuer Z390-Chipsatz. Damit eignet sich die Reihe sowohl für die achte als auch für die zuletzt vorgestellte neunte Core-Generation und ist entsprechend auch für den Core i7-9700K und Core i9-9900K vorbereitet. Das erste von uns getestete Modell ist das ROG Maximus XI Formula, das im Vergleich zum ROG Maximus X Formula (Z370) vom letzten Jahr optische und technische Überarbeitungen von ASUS erhalten hat.

Der ROG-Armor wurde mit Spiegel-RGB-LED-Effekten überarbeitet, identisch ist jedoch die rückseitig angebrachte Backplate. Beide bedecken das PCB fast vollständig. Genau mittig vom ATX-Mainboard wurde erneut das LiveDash-OLED-Display platziert. Der Anwender kann sich mit diesem Display wahlweise animierte Logos oder Systeminformationen, wie die CPU-Temperatur anzeigen lassen.

Der VRM-Bereich mit dem 8+2-Phasendesign zeigte sich sehr effizient und wird vom Crosschill-EK-III auf Temperatur gehalten. Formula-typisch kann der in Zusammenarbeit mit EK Water Blocks gefertigte Kühler in einen Wasserkühlungskreislauf eingebunden werden, was die Kühlung der CPU-Spannungsversorgung effektiver gestaltet. Aber selbst im Passivmodus wurden mit dem Core i7-8700K beim Overclocking keine kritische Temperatur erreicht. Dadurch bleibt noch genügend Luft für den Core i7-9700K oder Core i9-9900K.

Es wurden natürlich auch die Plattform-typischen vier DDR4-DIMM-Speicherbänke verbaut, mit denen ein RAM-Ausbau bis 128 GB ermöglicht wird, sofern die Samsung-32-GB-DDR4-UDIMMs berücksichtigt werden. ASUS gibt die Slots bis effektive 4.400 MHz frei. Damit werden also auch die Overclocker direkt angesprochen. Zwei Erweiterungssteckplätze wurden von ASUS beim ROG Maximus XI Formula gestrichen, sodass nun drei mechanischen PCIe-3.0-x16-Slots und ein PCIe-3.0-x1-Anschluss zur Verfügung stehen.

Zu den Storage-Anschlüssen zählen einerseits sechs native SATA-6GBit/s-Ports sowie zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Letztere sind jeweils mit PCIe-3.0-x4 an den Chipsatz angebunden und wurden von ASUS nahtlos in den ROG-Armor eingebettet. Und solange beide im PCIe-Mode betrieben werden, sind keine weiteren Restriktionen zu erwarten.

Durch den Z390-Chipsatz konnte ASUS die Anzahl der USB-3.1-Gen2-Anschlüsse von drei auf fünf Stück steigern. Eine Typ-C-Schnittstelle lässt sich über den Front-Header realisieren. Hinzu kommen insgesamt zehnmal USB 3.1 Gen1 und viermal USB 2.0. Flexibel ist der Anwender im Netzwerkbereich mit jeweils einem 1-GBit/s- und 5-GBit/s-Netzwerkcontroller. Alternativ bietet das Intel-Wireless-AC-9560-WLAN-ac- und Bluetooth-5.0-Modul seine Dienste an.

Und natürlich wurde auch wieder an das SupremeFX-Audiofeature gedacht, bestehend aus dem umgelabelten Realtek ALC1220, einem ESS-Sabre-ES9032P-DAC, einigen Audiokondensatoren und einem Kopfhörerverstärker. Generell erwartet den Besitzer eine Menge Onboard-Komfort, mit einem Power-, Reset-, Retry-Button, einer Debug-LED und einem MemOK!-II-Switch. Über das I/O-Panel sind außerdem ein CMOS-Clear- und ein USB-BIOS-Flashback-Button erreichbar.

Lobenswert ist die sehr gute Energie-Effizienz, die das ASUS ROG Maximus XI Formula an den Tag gelegt hat. Der Grund hierfür ist der weniger aggressive erweiterte Turbo, wodurch auch die CPU-Spannung reduziert werden konnte.

Mit einem Preis von mindestens 440 Euro gehört das ASUS ROG Maximus XI Formula keinesfalls zu den Schnäppchen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der Käufer eine besondere Platine in den Händen hält, die eine umfangreiche Ausstattung zu bieten hat. Hinzu kommt, dass der Preis in der nächsten Zeit noch etwas nach unten rutschen kann.

Unserer Ansicht nach würde sich ein Umstieg vom ROG Maximus X Formula jedoch nicht lohnen. Neueinsteiger werden mit dem Stück Hardware sicherlich glücklich. Kann der Interessent auf das LiveDash-OLED-Display, auf den Wasserkühler und auf den 5-GBit/s-LAN-Anschluss verzichten, können mit dem ROG Maximus XI Code einige Euro gespart werden.


Positive Eigenschaften des ASUS ROG Maximus XI Formula:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer extrem guten CPU-Spannungsversorgung
  • umfangreiche Ausstattung, u.a. sechs SATA-Schnittstellen, zehn USB-3.1-Gen1-Anschlüsse und fünf USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an drei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance, gute Stabilität und gute Energieeffizienz
  • zwei M.2-Schnittstellen (PCIe 3.0 x4)
  • umfangreicher Onboard-Sound-Bereich
  • WLAN-ac (max. 1.73 GBit/s) und Bluetooth 5.0
  • 5 GBit/s-LAN

Negative Eigenschaften des ASUS ROG Maximus XI Formula:

  • hoher Preis

Das ASUS ROG Maximus XI Formula ist eine kostenintensive, aber sehr gute Basis für Coffee Lake-S und Coffee Lake-R.

Persönliche Meinung

Das ASUS ROG Maximus XI Formula ist als Update-Version zum ROG Maximus X Formula anzusehen, bei dem ASUS eine Schippe drauflegen konnte. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und auch die RGB-Effekte sind nett anzusehen. Wäre da nicht der hohe Preis für dieses Mainboard. (Marcel Niederste-Berg)