Seite 6: Testsystem, Belüftung und Messungen

Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: Intel Pentium G6950
Prozessor-Kühler: Intel Boxed-Kühler
Mainboard: ZOTAC H55-ITX WiFi
Arbeitsspeicher: 2 GB Crucial DDR3-1333
Festplatte: OCZ Arc 100 SSD 240 GB
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 7750 Ultimate
Betriebssystem: Windows 7 x64 Home Premium

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 30 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximalen Kerntemperaturen mit dem Systemtool Lavalys Everest. Die einzelnen Kerntemperaturen werden addiert und durch die Anzahl der physikalischen Kerne dividiert. 

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand (= Leerlauf) wird zunehmend uninteressanter, da sowohl die Prozessor- als auch die Grafikkartenhersteller sehr gute Stromspartechniken entwickelt haben. Im Zuge dessen werden die Rechenkerne im Idle-Zustand heruntergetaktet und die Stromspannung reduziert. Infolgedessen wird die erzeugte Abwärme auf ein Minimum reduziert.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

CPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

Beurteilung der Temperaturen:

Die Gehäusekühlung wird zwar werkseitig nur von einem Gehäuselüfter übernommen, doch dieses 140-mm-Modell sitzt rückwandig nah an den zu kühlenden Komponenten. Davon profitiert zumindest die (semi-)passiv gekühlte Grafikkarte. Die Prozessortemperatur liegt hingegen nur im unteren Mittelfeld. Dank der beiden optionalen Deckellüfterplätze bleibt aber immerhin noch Spielraum zur Steigerung der Kühlleistung. 

Lautstärkemessungen:

Für unsere Lautstärkemessungen nutzen wir ein Voltcraft SL-400 Schallpegel-Messgerät, das wir in 20 cm Entfernung vor dem Gehäuse platzieren. 

Lautstärke in dB(A)

dB(A)
weniger ist besser

Der verbaute Gehäuselüfter ist nicht umsonst ein Modell der Silent Series R3. Für sich genommen, arbeitet er angenehm dezent, aber nicht ganz flüsterleise.

Weitere Messungen in der Übersicht:

Höhe Prozessorkühler:

Maximale Höhe CPU-Kühler in cm

cm
Mehr ist besser

Für ein Mini-ITX-Gehäuse ist es nicht selbstverständlich, dass Towerkühler verbaut werden können. Im Core 500 finden aber zumindest Exemplare mit bis zu 17 cm Höhe Platz. Nur wenige überhohe Kühler können nicht genutzt werden. Wenn ein Deckellüfter oberhalb des CPU-Sockels montiert wird, reduziert das aber natürlich die mögliche Prozessorkühlerhöhe.

Grafikkartenlänge:

Maximale Grafikkartenlänge in cm

cm
Mehr ist besser

Auch die Grafikkartenlänge ist beachtlich. Nur wenigen überlangen Grafikkarten reichen 31 cm aus, die meisten Grafikkarten in Single- oder Dual-Slot-Bauweise finden aber problemlos Platz.

Materialstärke:

Stärke der Seitenteile in mm

mm
Mehr ist besser (unterschiedliche Materialien sind zu berücksichtigen)

Die Materialstärke ist mit gemessenen 0,8 mm leicht überdurchschnittlich. Insgesamt wirkt das Core 500 etwas solider, als man es beim Verkaufspreis vielleicht erwartet hätte.