Seite 1: Phanteks Enthoo Mini XL im Test - großes Gehäuse für zwei kleine Systeme

Scythe_Gekko_logo

Fast 14 kg Gewicht, 14 Lüfterplätze, 360-mm-Radiatorenplätze und vor allem die Möglichkeit, zwei PC-Systeme unterzubringen - mit dem Enthoo Mini XL wird Phanteks ein extremes Gehäuse auf den Markt bringen. Doch am außergewöhnlichsten daran ist eigentlich die Tatsache, dass es sich um ein Micro-ATX-Gehäuse handelt. Doch kann das Konzept vom "Super Micro Tower" aufgehen?

Die Miniaturisierung macht auch vor den Mainboards nicht halt. Während Enthusiasten vor wenigen Jahren noch E-ATX-, XL-ATX- oder gar HPTX-Mainboards verbauten, geben sich selbst anspruchsvolle Nutzer mittlerweile gerne mit Micro-ATX- oder gar Mini-ITX-Mainboards zufrieden. Begünstigt wird diese Entwicklung dadurch, dass die Mainboardhersteller mittlerweile auch üppig ausgestattete High-End-Platinen im Kompaktformat anbieten und man deshalb auch weitgehend auf Erweiterungskarten wie Sound- oder Netzwerkkarten verzichten kann. Der allgemeine Miniaturisierungstrend lässt es dann attraktiver erscheinen, ein leistungsstarkes High-End-System in Kompaktgehäusen und nicht mehr in ausgewachsenen Full-Towern aufzubauen. 

Doch platzsparendere Komponenten eröffnen auch ganz neue Möglichkeiten. Das hat sich auch Phanteks gedacht und mit dem Enthoo Mini XL praktisch ein neues Gehäuseformat kreiert - den "Super Micro Tower". Das Micro-ATX-Gehäuse hat nicht die Maße eines typischen Mini-Towers, sondern ist mit 260 x 550 x 480 mm eher so groß wie ein Midi-Tower. Den zusätzlichen Platz nutzt Phanteks für ein beeindruckendes Kühlsystem mit zahlrechen Lüfter- und Radiatorenplätzen und für die Option, im Micro-ATX-Gehäuse noch ein zweites System im Mini-ITX-Format unterbringen zu können. Dafür muss allerdings zusätzlich zum eigentlichen Gehäuse noch das optional angebotene Mini-ITX-Kit geordert werden. 

Rein äußerlich lehnt sich das Enthoo Mini XL am Phanteks-Flaggschiff Enthoo Primo an. Dementsprechend zeigt es sich im auffällig asymmetrischen Design mit matter Aluminiumfront und seitlichem Lichtstreifen. Auch der Verkaufspreis des Enthoo Mini XL hat fast Flaggschiff-Charakter. Das Gehäuse kann bei Caseking.de für 169,90 Euro vorbestellt werden. Das Mini-ITX-Kit wird zusätzlich noch einmal 24,90 Euro kosten.

alles

Obwohl Phanteks einiges Zubehör nur optional anbietet, fällt der Lieferumfang beim Enthoo Mini XL denkbar üppig aus. Dem Gehäuse liegen nicht nur das Montagematerial (vorsortiert in der praktischen Box), Kabelbinder und die Bedienungsanleitung bei. Auch eine Pumpen- und eine Ausgleichsbehälterblende sowie eine Blende für den seitlichen Radiatorenplatz liegen bei. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Phanteks Enthoo Mini XL
Bezeichnung: PH-ES414M_BK
Material: Stahl, Kunststoff, Aluminium (Frontblende)
Maße: 260 x 550 x 480 mm (B x H x T)
Formfaktor: Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 3x 5,25 Zoll (extern), 6x 2,5/3,5 Zoll (intern), 2x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 2x 120/140 mm (Front, 2x 140 mm vorinstalliert), 2x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 3x 120 oder 2x 140 mm (Deckel, optional), 3x 120 oder 2x 140 mm (Boden, optional), 2x 120 mm (HDD, optional), 2x 120 mm (Seitenteil, optional)
Gewicht: 13,8 kg
Preis: 169,90 Euro

Im Ausgepackt & angefasst-Video werfen wir einen ersten Blick auf das Phanteks Enthoo Mini XL: