Seite 9: Monitor-Empfehlungen

Aus Gaming-Sicht bot das Jahr 2018 Luxuriöses. Für High-End-Fans besonders interessant: Endlich sind die schon 2017 angekündigten HDR-Geräte mit 144 Hz und UHD verfügbar. Andere Hersteller zeigen hingegen, dass RGB nicht nur eine bloße optische Spielerei sein muss.

Aber auch für Anwender, die mit ihrem PC arbeiten müssen, gibt es interessante Entwicklungen. Gleichzeitig zeigt sich dank Typ-C, dass Monitore flexibler denn je sind und in manchen Fällen auch eine Docking-Station ersetzen können.

Der Kreativkönner: LG 34WK95U-W

Der brandneue LG 34WK95U-W ist die eierlegende Wollmilchsau für alle Kreativ-Anwender, denn das Feature-Set, das der 34-Zöller bietet, gibt es so aktuell nur 1x am Markt. Da wäre natürlich die hohe Auflösung von 5K2K, also 5.120 x 2.160 Bildpunkten, was nicht nur zu einer gestochen scharfen Darstellung, sondern auch viel Platz auf dem Desktop führt. Wer beispielsweise ein 4K-Video in seiner nativen Auflösung bearbeiten möchte und noch Platz für daneben platzierte Paletten benötigt, ist hier genau richtig. 

Gleichzeitig sorgt die neue Nano-IPS-Technik für eine exzellente Farbwiedergabe und eine hohe Farbraum-Abdeckung - DCI-P3 wird beispielsweise zu 98 % abgedeckt. Wer auf eine besonders präzise Farbwiedergabe angewiesen ist, kann zudem auf die integrierte Hardware-Kalibrierung zurückgreifen.

Als durchdacht erweist sich auch die Anschluss-Ausstattung, denn LG integriert Thunderbolt 3. So wird der Monitor zur Docking-Station und kann ein Notebook mit bis zu 85 Watt laden. Schade nur, dass es aktuell noch Probleme mit MacBooks gibt, die macOS Mojave nutzen. Das Gehäuse ist schick und bietet alle wichtigen Ergonomie-Funktionen. Auch die Bedienung ist schlüssig. Damit der Stromverbrauch nicht zu hoch ausfällt, gibt es einen integrierten Helligkeitssensor.

Gemessen am Gesamtpaket geht der Preis von rund 1.400 Euro in Ordnung. Gamer aber schauen in die Röhre, denn entsprechende Features gibt es nicht.

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Acer Predator X27

Der Acer Predator X27 stellt aktuell die Grenze des aktuell Machbaren dar, denn ein besseres Gesamtpaket gibt es für Gamer nicht. Die Grundlage bildet ein 27 Zoll großes IPS-Panel mit der UHD-Auflösung (3.840 x 2.160 Bildpunkte). Das führt zu einer gestochen scharfen Darstellung und begeistert nicht nur bei Games, sondern auch bei Videos und Fotos. Für eine realistische Farbgebung setzt Acer auf die Quantum-Dot-Technik, was zu einer deutlich größeren Farbraumabdeckung führt. Für Games bedeutet das: Die Spielwelten sehen realistischer denn je aus.

Gleichzeitig arbeitet das Display mit sehr schnellen 144 Hz, was zu einem schnellen und direkten Spielerlebnis führt – und in der Kombination mit der UHD-Auflösung bislang noch nicht möglich war. Dafür, dass nichts ruckelt, sorgt gleichzeitig das integrierte, extrem leistungsstarke G-Sync-Modul von NVIDIA – so gehört Tearing der Vergangenheit an.

Der Acer Predator X27 ist eines der ersten Geräte mit G-Sync-HDR-Support und unterstützt sogar den anspruchsvollsten Standard DisplayHDR 1000 der VESA. Er kann also mit einer maximalen Helligkeit von 1.000 cd/m² und einem Local Dimming mit 384 Zonen aufwarten. Differenzierter schaltet aktuell kein anderes Display sein Backlight, was zu einem gefühlt grenzenlosen Kontrast führt. Der große Vorteil von HDR besteht darin, dass man sich mitten in das Geschehen hineinversetzt fühlt.

Das Gehäuse ist Predator-typisch aggressiv gestylt und macht den 27-Zöller zu einem echten Eye-Catcher auf dem Schreibtisch. Gleichzeitig werden alle wichtigen Ergonomie-Funktionen geboten, sodass der Nacken auch nach langen Gaming-Sessions nicht schmerzt.

Der Preis fällt mit rund 2.500 Euro zwar recht hoch aus, doch der ist nach der ersten Gaming-Session schnell wieder vergessen.

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RGB mit Hilfestellung: MSI Optix MPG27CQ

RGB können aktuell bereits viele Gaming-Displays. Kaum ein Gerät macht davon aber so durchdacht Gebrauch, wie MSIs aktueller 27-Zöller. Auf der Unterseite des Rahmens wurden fünf LED-Leisten integriert, die mithilfe der SteelSeries Engine als Status-Anzeige dienen können. So verliert man nie aus den Augen, wie es beispielsweise um die Munition oder die Lebensenergie bestellt ist. Einmal daran gewöhnt, vermisst man das Feature schnell.

Aber auch darüber hinaus kann der 27-Zöller punkten. Er besitzt ein verhältnismäßig schnelles VA-Panel mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten, FreeSync-Support und nicht zuletzt 144 Hz. Die Bildqualität gefällt und unsere Messungen bescheinigen dem Display ein helles und kontrastreiches Bild. Bei der Farbwiedergabe muss hingegen etwas nachgeregelt werden, denn die fällt ein wenig zu kühl aus. 

Sowohl Optik als auch die ergonomischen Einstellmöglichkeiten sind auf der Höhe der Zeit. Die Bedienung über das OSD geht dank einer Joystick-Lösung schnell von der Hand. Sehr gut gefällt, dass mit dem Gaming OSD auch eine Software-Lösung bereitsteht, die viel Komfort und noch mehr Einstellmöglichkeiten bietet.

Aktuell müssen rund 600 Euro für den 27-Zöller ausgegeben werden. Mit Blick auf den Funktionsumfang und die Gaming-Features geht das aber in Ordnung. 

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Multitalent mit Thunderbolt 3: Samsung C34J791

Kein Bildschirm bietet aktuell eine stärkere Krümmung als der 34 Zoll große Samsung C34J791. Mit einem Radius von 1.500 mm wird die Konkurrenz mühelos überboten, was zu einer noch besseren Immersion führt – man fühlt sich mitten in das Geschehen hineinversetzt. Dazu tragen natürlich auch die große Diagonale und das Seitenverhältnis von 21:9 ihren Teil bei. Kombiniert werden diese Features mit einer Auflösung von 3.440 x 1.440 Bildpunkten, was zu einer gestochen scharfen Darstellung führt. Gleichzeitig wird auch sehr viel Platz auf dem Desktop geboten, wenn mit dem Samsung C34J791 gearbeitet werden soll – der Komfortgewinn macht sich sofort bemerkbar.

Der neue 34-Zöller kann aber nicht nur mit seiner schieren Größe begeistern, sondern auch mit seiner Farbdarstellung. Samsung setzt auf die Quantum-Dot-Technologie, was zu einer größeren Farbraumabdeckung führt, der sRGB-Farbraum wird beispielsweise zu 125 % wiedergegeben. Farbübergänge kann der Monitor so viel differenzierter darstellen, was am Ende zu einem sehr natürlichen Bild führt. Gamer freuen sich über FreeSync-Support und eine maximale Wiederholfrequenz von 100 Hz. Das führt zu einer schnellen und direkten Wiedergabe, ohne dass es zu Tearing-Fehlern kommt. 

Aber auch mit seiner Ausstattung kann der Samsung C34J791 punkten. Auf dem Anschlusspanel gibt es das extrem flexible Thunderbolt 3. So können nicht nur das Bildsignal und Daten über ein Kabel verschickt werden, ein Notebook kann gleichzeitig auch noch mit bis zu 85 Watt geladen werden. Damit wird das Display zur Docking-Station, was eine Menge Geld sparen kann.

Das Gehäuse kann mit seiner schicken Optik und seinem sehr schlanken Rahmen überzeugen und bietet darüber hinaus alle wichtigen Ergonomie-Funktionen. So ist es problemlos möglich, über viele Stunden bequem mit dem Monitor zu arbeiten.

Aktuell ist der Samsung C34J791 ab einem Preis von rund 900 Euro verfügbar.

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Office-Könner: Eizo FlexScan EV2785

Eizos aktueller 27-Zöller ist ein High-End-Office-Display, wie es im Buche steht. Das startet bei der Bildqualität, die über jeden Zweifel erhaben ist. Eizo-typisch sorgt das IPS-Panel mit UHD-Auflösung für ein kontrastreiches, helles und gestochen scharfes Bild. Die Farb- und die Grauverläufe werden sehr gleichmäßig und nuanciert dargestellt. Da die Farbwiedergabe generell auf einem sehr hohen Niveau stattfindet, eignet sich der FlexScan EV2785 auch für die Bildbearbeitung

Eine weitere Paradedisziplin ist die Ergonomie. Nur wenige Geräte bieten so breit gefächerte Einstellmöglichkeiten wie der Eizo EV2785. Das Display lässt sich beispielsweise auf Schreibtisch-Niveau absenken. Gleichzeitig legen die Japaner großen Wert darauf, dass der Monitor möglichst wenig Strom aus der Steckdose zieht. Einerseits gibt sich der Monitor an sich sehr sparsam, andererseits gibt es eine ausgefeilte Sensorik, welche die Leuchtkraft anpasst. Die Handhabung fällt bei Eizo besonders einfach aus.

Anschlusstechnisch setzt auch Eizo vermehrt auf Typ C. Thunderbolt ist zwar nicht dabei, aber auch USB Typ C reicht für die meisten Anwendungsfälle im Office problemlos aus. Vollkommen zeitlos zeigt sich das Gehäuse mit seinen sehr schmalen Rändern, das Eizo-typisch hervorragend verarbeitet wurde.

Leider ist der 27-Zöller aber nicht ganz günstig, denn er schlägt aktuell mit rund 1.050 Euro zu Buche.

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