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Schwächelndes Smartphone-Geschäft drückt bei Samsung die Gewinne

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samsungWährend Amazon, Alphabet, AMD, Intel und Nintendo in ihren neusten Quartalsberichten mit steigenden Umsatz- und Gewinn-Zahlen auf sich aufmerksam machen können, sieht das bei Samsung ein klein wenig anders aus. Zwar macht der Konzern noch immer satte Gewinne, die sind aufgrund des schwächelnden Smartphone-Geschäfts aber rückläufig, wie der neueste Geschäftsbericht vom Mittwoch zeigt. 

Demnach konnte Samsung im zweiten Quartal 59,48 Billionen Won umsetzen, was im Jahresvergleich einem leichten Rückgang von etwa 4 % und umgerechnet etwa 45,5 Milliarden Euro entspricht. Der Reingewinn ging nur leicht zurück von ehemals 11,05 Billionen Won im Vorjahr auf zuletzt 11,04 Billionen Euro, was rund 8,4 Milliarden Euro entspricht. 

Grund dafür ist zum einen das schwächelnde Smartphone-Geschäft, zum anderen die gut laufende Chip-Sparte, die die Verluste der Südkoreaner größtenteils begrenzen konnte. Die Mobile-Sparte war mit einem Umsatz von rund 22,67 Billionen Won noch immer der wichtigste Umsatztreiber, musste aber einen starken Rückgang von 22 % verkraften. Vor allem die schwachen Verkaufszahlen des Flaggschiff-Modells Galaxy S9+ machten der Sparte zu schaffen, aber auch der starke Preiskampf in den unteren Preis- und Leistungsregionen hatte große Auswirkungen. Gerade Huawei, aber auch Xiaomi, die beide stetig expandieren und mit preislich attraktiven und guten Geräten aufwarten können, nagen an Samsungs Smartphone-Erlösen. 

Die größten Wachstumsraten verbuchte Samsung beim Chipgeschäft, das im Jahresvergleich um gut 25 % zulegen konnte. Mit einem Umsatz von 21,99 Billionen Won löst die Sparte das Smartphone-Geschäft als wichtigsten Wachstumstreiber ab. 18,50 Billionen Won entfallen auf die Fertigung von Speicherchips, 5,67 Billionen Won auf die Display-Sparte. Letztere konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar um 33 und 23 % zulegen. In den kommenden Wochen und Monaten sind noch weitere Absatzsteigerungen zu erwarten – mit der Vorstellung neuer Flaggschiff-Geräte, beispielsweise durch Apple, dürfte die Nachfrage nach OLED-Displays weiter steigen. Selbst setzt man da natürlich alles auf den Launch des Samsung Galaxy Note 9, dessen Marktstart zur IFA 2018 Ende August, Anfang September erwartet wird.

Dass die schier unendlich scheinenden Wachstumsjahre bei Samsung vorbei sind, darüber hatte der Konzern seine Anteilseigner in der Vergangenheit schon mehrfach hingewiesen. Die Aktionäre reagierten gelassen auf den neusten Quartalsbericht, die Samsung-Aktie gab direkt nach Handelsbeginn nur leicht nach.