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CES 2014: Tag 0 im Überblick

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ceslogoIn Las Vegas hat Tag 1 der diesjährigen CES gerade erst begonnen, doch gefühlt ist die Elektronikmesse schon in vollem Gang. Denn wie üblich konnten es zahlreicher Hersteller nicht abwarten und luden bereits Stunden vor dem Start zu ihren Pressekonferenzen und Produktvorstellungen ein. Grund genug also, Tag 0 noch einmal Revue passieren zu lassen.

NVIDIA Tegra K1 und Android im Auto

Den Anfang machte dabei NVIDIA mit der Präsentation des Tegra K1. Der Nachfolger des Tegra-4-SoC soll nicht nur mehr Leistung und einen geringeren Energiebedarf ermöglichen, sondern ganz nebenbei auch noch die Bereiche Workstation, Desktop und Mobile zusammenfassen. Am grundsätzlichen Aufbau hat man dabei nichts geändert: Es bleibt bei insgesamt fünf CPU-Kernen, denen eine Grafikeinheit der Kepler-Generation zur Seite gestellt wird. Zusammen sollen die Recheneinheiten genügend Performance für die Unreal Engine 4 bieten.

Aber auch in einem anderen Zusammenhang war NVIDIA Gesprächsthema. Denn gemeinsam mit Google und die Automobilherstellern Audi, GM, Honda und Hyundai hat man die Open Automotive Alliance gegründet, die sich den vermehrten Einsatz von Android im PKW als Ziel gesetzt hat. Noch in diesem Jahr sollen erste entsprechend ausgestattete Modelle auf den Markt kommen, vielleicht ja sogar mit NVIDIAs Tegra K1.

Fernseher mit Mobilbetriebssystemen

Aber nicht nur im Auto, auch im Fernseher soll Googles Betriebssystem in Zukunft eine große Rolle spielen - die Konkurrenz schläft allerdings nicht. Denn während Philips/TP Vision neue Smart-TVs mit Android bestückt, verlässt man sich bei LG auf webOS, Panasonic will hingegen Firefox OS gemeinsam mit Mozilla fit für den großen Bildschirm machen. Egal wer am Ende die Nase vorn haben wird, die Verbraucher dürften von leichter zu bedienenden Geräten profitieren. Ein unübersehbarer Nebeneffekt der Software-Debatte: Die Diskussion rund um 4K ist etwas leiser geworden und mit Vizio hat sich der erste große TV-Anbieter - hierzulande beinahe unbekannt - komplett von 3D verabschiedet.

Große und kleine Smartphones

Davon ist auch bei Smartphones und Tablets keine Rede mehr. Die am gestrigen Tag vorgestellten Neuheiten sollen dafür durch ihre Größe für gute Verkaufszahlen sorgen. Mit dem Ascend Mate 2 hat vor allem Huawei die Messlatte ein Stück weiter nach oben verrückt, ganze 6,1 Zoll misst das neue Modell. Für den Akku ist dabei so viel Platz vorhanden, dass dieser auch zum Laden anderer Smartphones genutzt werden kann.

Mit 4,3 Zoll fällt das Sony Xperia Z1 Compact deutlich kleiner aus, aber auch hier ist die Größe ein nicht unwesentliches Verkaufsargument. Denn die Japaner zeigen, dass man Oberklasse-Technik durchaus auch in Geräten mit weniger als 5 Zoll unterbringen kann: Mit einem Snapdragon 800, einer 20-Megapixel-Kamera mit G-Lens und optischem Bildstabilisator sowie allen wichtigen Funkstandards bekommen die großem Smartphones noch in diesem Frühjahr starke Konkurrenz.

Tablet von 8 bis 12 Zoll

Auf einen ganz anderen Mitbewerber zielt hingegen Samsung. Die Südkoreaner zeigten gleich vier neue Tablets, die den neuen Modellreihen TabPRO und NotePRO zugeordnet sind. Vor allem die TabPRO-Varianten mit 8,4 und 10,1 Zoll großem Display sollen Apple das Leben ein wenig schwerer machen und fahren hierfür schnelle Snapdragon-SoCs, aktuelle Android-Versionen sowie geringe Gewichte auf. Wem hingegen 10 Zoll auf einem Tablet nicht reichen, der kann einen Blick auf die beiden 12,2 Zoll großen Neuheiten werfen, die mal mit - NotePro 12.2 - und mal ohne - TabPro 12.2 - Eingabestift ausgeliefert werden. Im ersten Test konnten alle Modelle überzeugen, auch wenn so manche Neuerung gewöhnungsbedürftig ist.

Quark, Android & Windows, Zen & Pad

Ebenfalls nicht fehlen darf am Tag 0 natürlich Intel. Die Chip-Schmiede kündigte gleich mehrere Neuheiten an, die wichtigsten sind dabei Dual OS - das Wechseln zwischen Android und Windows auf einem System binnen Sekunden - sowie Edison gewesen. Der Mini-PC auf Quark-Basis nimmt nicht mehr Platz als eine SD-Karte ein und soll vor allem das „Internet of Things“ endlich voran bringen.

Zu guter Letzt hatte ASUS gleich fünf mehr oder minder neue Geräte im Gepäck. Das Transformer Book Duet TD300 nutzt Intels Dual OS und stellt die nächste Evolutionsstufe der Transformer-Reihe dar. Für knapp 600 US-Dollar will man Käufern so ein vielseitig verwendbares Notebook bieten. Wer weniger Geld ausgeben will und ein neues Smartphone benötigt, sollte hingegen einen Blick auf die drei neuen ZenFones werfen. Die vor allem durch ihre Farben auffallenden Modelle ZenFone 4, ZenFone 5 und ZenFone 6 nutzen allesamt Atom-SoCs der letzten Generation und bieten mitunter auch in anderen Punkten Technik von gestern. Dafür stimmt jedoch der Preis, für das ZenFone 4 sollen lediglich 99 US-Dollar verlangt werden.

Wer hingegen für wenig Geld Smartphone und Tablet erwerben will, sollte bis zum Frühjahr warten. Denn dann soll endlich auch hierzulande das PadFone Mini in den Handel kommen, der Preis soll zwischen 300 und 400 Euro liegen.

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