Seite 4: Schallpegelmessung

Messgerät und Umfeld

Dieser Artikel kommt mit unserer ersten neuen Schallpegelmessung. Das Verfahren kann aus logistischen Gründen zwar nicht in einem schalltoten oder reflektionshemmenden Raum stattfinden, jedoch haben wir einen gleichbleibenden Ort gewählt. Die Festplatten werden nicht entkoppelt gemessen. Dies war zwar bei der Befragung im Forum gewünscht worden, jedoch stellte sich das als nicht praktikabel heraus. Gerade Festplatten mit Heliumfüllung sind im Leerlauf so leise, dass wir unter die 30 dB(A) kommen, welche die untere Messbereichsgrenze des Messgeräts darstellen. Messergebnisse bis runter auf 20dB(A) zeigt das Gerät präzise und plausibel als Messwert an, jedoch lassen sich Messwerte auf dem Messprotokoll nur ab 30 dB(A) als Graph anzeigen. Bei den leisesten Festplatten erhalten wir sogar unter Volllast (HD-Tune Random Access Read) ein leeres Diagramm auf dem Protokoll. Das ist zwar für das Auge des Betrachters schade, jedoch freut sich das Ohr über eine extrem leise Festplatte.

Die Messung

Random Access Read hat sich als ideale Einstellung für die Last-Messung gleich aus mehreren Gründen erwiesen. Zufällige Zugriffe sorgen dafür, dass die Festplatte permanent die Köpfe umpositionieren muss. Dieses Geräusch ist gerade bei Helium-Festplatten mit ruhigem Leerlauf sehr ausgeprägt und stellt bei allen Festplatten das lauteste Geräusch dar. Auch wenn es in der Realität zu eher vereinzelten Zugriffen kommt, können wir so den schlimmsten anzunehmenden Zustand simulieren. Für die lesende Variante haben wir uns entschieden, da wir so CMR- und SMR-Festplatten problemlos messen können, ohne dass uns ein Schreibzwischenspeicher die Messung verkürzt. Natürlich dauern die Messungen je nach Festplattenleistungsfähigkeit unterschiedlich lange, was aber keine große Abweichung in den Messwerten ergibt.

Den Wert für den Leerlauf bestimmen wir jeweils wenige Sekunden vor und nach dem Random-Access-Read-Benchmark und bilden den Mittelwert. Für das RAR Benchmark bestimmten wir zum einen den durchschnittlichen Wert sowie den Spitzenwert. Damit sind sowohl besonders laute Zugriffe abgebildet als auch der generelle Lärmpegel.

Die folgenden Vergleichswerte werden wir im Laufe der Zeit nach und nach erweitern. Aus Zeitgründen konnten wir nicht alle Festplatten, welche in unseren Benchmarks vertreten sind, auch in unseren Schallmessungen berücksichtigen, da die Hersteller die betroffenen Samples zeitnah zurückverlangten.

Schallpegelmessung Leerlauf

dB(A)
weniger ist besser

Im Vergleich mit den bisherigen Vergleichsmessungen bewegt sich die N300 im Mittelfeld. Hier sollte jedoch beachtet werden, dass bisher überwiegend leise Helium-Festplatten gemessen wurden. Der Wert von ca. 21 dB(A) entspricht einer sehr leisen Festplatte.

Schallpegelmessung Last

dB(A)
weniger ist besser

Das Ergebnis der Last-Messung entspricht eher den lauteren Festplatten. Hier ist das Zugriffsgeräusch deutlich hörbar. Auch der durchschnittliche Lärmpegel ist mit über 30 dB(A) als etwas lauter zu werten.