Seite 4: Display, Software, Kühlung und Laufzeit

Display

Bei unserem Testgerät kommt ein 15,6 Zoll großes IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung und damit mit nativen 1.920 x 1.080 Bildpunkten zum Einsatz, das gamerfreundliche 144 Hz erreicht. Optional ist eine höher auflösende QHD-Version mit 165 Hz konfigurierbar. Unser Testgerät fällt durch ein hohes Kontrastverhältnis von 1.233 :1 auf und erreicht eine Helligkeit von relativ hohen 313 cd/m², was den Außeneinsatz und die Benutzung des Razer Blade 15 in sehr hellen Umgebungen recht problemlos möglich macht. Dabei stimmt auch die Ausleuchtung, denn zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen nur etwa 21 cd/m², womit eine Homogenität der Ausleuchtung von knapp über 93 % erreicht wird. 

Den gerade für Gaming-Notebooks typischen Blaustich, bzw. die viel zu kühlen Farbtemperaturen gibt es aber auch beim Razer Blade 15. Unser Testgerät erreicht im Farbwiedergabe-Test durchschnittlich 7.758 K, wohingegen der Optimalwert bei 6.500 K läge. Profis sollten als nachjustieren. G-Sync wird leider nicht unterstützt.

Die Software-Ausstattung

Die Installation von Windows 10 fällt beim Razer Blade 15 vergleichsweise sauber aus. Razer verzichtet größtenteils auf unnötige Demoversionen und hat eigentlich nur eine 30-Tages-Version von Microsoft Office 365 vorinstalliert. Highlight der Software ist das hauseigene Synapse-Tool. Darüber lassen sich unter anderem die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur einstellen oder deren Makro-Funktion konfigurieren, aber auch wichtige Systemparameter auslesen und Einfluss auf die verschiedenen Performance-Modi nehmen. 

Temperaturen

Trotz der leistungsstarken Hardware-Komponenten und der kompakten Bauweise ohne große Lüftungsschlitze gibt es keine Probleme bei der Kühlung des Razer Blade 15 Basismodell 2021. Der Intel Core i7-10750H erreicht während unserer Tests in der Spitze 84 °C, die NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop bleibt mit 75 °C ein gutes Stück kühler. Die Intel-CPU arbeitet dann mit mindestens 2,7 GHz, für die Grafikkarte liegen 1.230 MHz an, was leicht unterhalb der spezifizierten Taktrate seitens NVIDIA liegt. Das Limit von 95 W wird also eingehalten. 

An der Oberfläche machen sich die Temperaturen kaum bemerkbar. In der Spitze haben wir bei unserem Testgerät 43,3 °C gemessen, was im ersten Quadranten an der Unterseite liegt und damit genau dort, wo sich der Prozessor befindet. Allgemein wird das Aluminiumgehäuse an der Unterseite wärmer als im Bereich von Tastatur und Touchpad. Durchschnittlich werden 34,1 und 31,7 °C erreicht. Im normalen Windows-Betrieb fallen die Höchsttemperaturen auf 37,3 °C zurück, die durchschnittlichen Werte auf 30,7 und 30,2 °C. 

Im 2D-Betrieb arbeitet die Kühlung des Razer Blade 15 Basismodell 2021 bis zum Erreichen bestimmter Temperatur-Werte völlig lautlos. Unter Last, wenn Prozessor und Grafikkarte sowie die Kühlung stärker gefordert werden, sind es im Spielebetrieb 47,8 dB(A), im Worstcase-Szenario, das wir gewohnt mittels Prime95 und Furmark simuliert haben, bis zu 50,6 dB(A). Das liegt beides auf dem Niveau eines aktuellen High-End-Gaming-Notebooks und geht somit für die Leistung und Bauweise in Ordnung. 

Akku

Für unterwegs steckt im Inneren des Razer Blade 15 Basismodell 2021 ein 65 Wh starker Akku. Er schafft es, das Gerät immerhin bis zu 342 Minuten und damit etwa 5,7 Stunden lang mit Strom zu versorgen. Das sind im Hinblick auf die verbauten Komponenten keine schlechten Werte, was an den vielen intelligenten Stromspartechniken, wie beispielsweise der Optimus-Technologie, bei der bei Nichtgebrauch der dedizierten Grafikeinheit automatisch auf die sparsame CPU-Grafik umgestellt wird, liegt. Wird die Hardware allerdings gefordert, dann sinken die Laufzeiten deutlich. Dann wird der 15,6-Zoll-Bildschirm schon nach 92 Minuten und damit nach gerade einmal knapp anderthalb Stunden schwarz. Das machen andere Gerät besser. 

Wieder voll einsatzbereit und aufgeladen ist das Razer Blade 15 Basismodell 2021 nach etwa anderthalb Stunden und genehmigt sich dann je nach Leistungsanforderung zwischen 14,2 und 161,1 W, wobei im normalen Spielebetrieb mit 156,3 W etwas weniger als in der Spitze aus dem Netzteil gezogen werden. Aufgeladen wir der 15-Zöller über ein externes 230-W-Netzteil und eine proprietäre Ladebuchse.