Seite 3: Gehäuse, Tastatur und Touchpad

Vor allem wegen ihres Designs erfreuen sich die ThinkPad-Geräte großer Beliebtheit, denn dieses geht auf die IBM-Glanzzeiten aus den 1990er-Jahren zurück, wenngleich es hier und da dem aktuellen Zeitgeschehen angepasst wurde. So setzt Lenovo auf ein mattschwarzes Design, das das altbekannte ThinkPad-Logo auf dem Bildschirmdeckel und der Baseunit trägt. Vor allem der rote Trackstick innerhalb der Tastatur, aber auch die drei Maustasten direkt über deml Touchpad erinnern an die alten Zeiten. Die einstig blau gefärbte Return-Taste ist jedoch dem modernen Design-Schritt dem Rotstift zum Opfer gefallen und sticht farblich nicht mehr hervor. 

Die einstig eckige und kantige Formensprache gibt es ebenfalls nicht mehr. Das Gehäuse besitzt vor allem an der Unterseite einige Rundungen, die nach vorne hin stetig schlanker werden. Und das ist eine der Stärken des neuen Lenovo ThinkPad X1 Nano. Mit Abmessungen von 293 x 208 x 17,2 mm erweist sich der 13-Zöller als äußerst kompakt und mit einem Gewicht von nur 907 g als besonders leicht. Damit ist das X1 Nano ein echtes Ultrabook für den alltäglichen Einsatz, das große Namen wie das Dell XPS 13 oder das Apple MacBook Air als Konkurrenten für sich auserkoren hat.

Moderne Materialien verleihen dem kleinen ThinkPad höchste Stabilität und gleichzeitig eine hervorragende Verarbeitung. Dank der Kombination aus Magnesiumlegierung und Kohlefaser gibt das Gehäuse selbst auf stärkeren Druck hin an keiner Stelle nach, scharfe Ecken oder Kanten gibt es keine und selbst die beiden Display-Scharniere erweisen sich als sehr verwindungssteif, was störende Nachwackler bei Erschütterungen – beispielsweise in Bus oder Bahn – verhindert. Trotzdem lässt sich das Ultrabook problemlos mit nur einer Hand öffnen. Lobenswert: Das Display erlaubt einen Öffnungswinkel von bis zu 180 ° – die leicht gummierte Softtouch-Oberfläche sorgt für einen griffigen Halt in der Hand. 

Für farbliche Abwechslung sorgen der rote Trackstick inmitten der Tastatur sowie die beiden Streifen an den Maustasten. Das i-Tüpfelchen des Logos auf dem Bildschirmdeckel wird im Betrieb ebenfalls rot beleuchtet und dient als rudimentäre Status-LED. Dicke Lufteinlässe für die Kühlung des Intel-Evo-zertifizierten Ultrabooks gibt es nicht. Lediglich an der Unterseite sowie dem Seitenteil mit dem Power-Taster gibt es direkt über den verbauten Lüfter Lufteinlässe für die Kühlung. Wie wir später noch feststellen werden, arbeitet dieser ohnehin kaum und wenn, dann flüsterleise.

Anschlüsse

Was die Anschlüsse anbelangt, so zeigt sich das Lenovo ThinkPad X1 Nano G1 wie beim Design sehr minimalistisch und schließt sich dem eigentlichen Apple-Trend an, möglichst wenige Schnittstellen zu verbauen. Der 13-Zöller bietet lediglich zwei Typ-C-Schnittstellen, die dank Tiger-Lake-Untersatz immerhin als Thunderbolt 4 angebunden werden und die sich somit mittels zahlreicher Adapter äußerst flexibel zeigen. Lediglich eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern sind physisch noch vorhanden. 

Einen Kartenleser oder gar klassische USB-Schnittstellen sucht man beim kleinsten ThinkPad vergebens. Drahtlos wird per WiFi 6 und Bluetooth 5.2 kommuniziert, an der Rückseite direkt unter dem Bildschirm findet sich außerdem ein SIM-Kartenslot für das integrierte LTE-Modem, womit man unterwegs mit passendem Datentarif stets eine Internet-Verbindung herstellen kann. 

Tastatur und Touchpad

Tastatur und Touchpad bieten viele Funktionen. So setzt Lenovo auf eine einfache Chiclet-Tastatur, die über eine zweistufig regelbare LED-Hintergrundbeleuchtung verfügt. Das macht ein Ablesen in sehr dunklen Umgebungen einfach, hinzu kommen der hohe Kontrast aus schwarzer Tastenkappe und weißer Beschriftung. Die Tasten besitzen mit 15 x 15 mm die üblichen Abmessungen, ihr Hub ist mit 1,5 mm recht kurz, das Feedback insgesamt jedoch sehr knackig, womit selbst längere Schreibeinheiten problemlos zu absolvieren sind. 

Die Funktionstasten sind jedoch deutlich kleiner und leichtgängiger bei der Betätigung, fallen also etwas negativ auf. Hinzu kommt, dass die FN-Taste an der linken Seite ungewöhnlich positioniert ist, was vor allem bei Copy-and-Paste-Funktionen immer wieder zu Fehleingaben führt. Immerhin lässt sich ihre Funktion sperren.

Der Mausersatz fällt mit 100 x 58 mm aufgrund der engen Platzverhältnisse und der vergleichsweise großen Maustasten etwas kleiner aus, kann dafür dank seiner nur leicht angerauten, gläsernen Oberfläche mit sehr guten Gleiteigenschaften und einer hohen Präzision punkten. Dank Clickpad ist die Eingabe des linken Mausklicks sogar direkt über das Touchpad durchführbar, wenngleich es dafür direkt darüber drei separate Maustasten mit einem knackigen Druckpunkt gibt. 

Ebenfalls mit von der Partie ist ein Trackstick zwischen der G- und H-Tasten direkt in der Tastatur. Über ihn lässt sich der Mauszeiger alternativ ebenfalls steuern. 

Rechts vom Touchpad entfernt ist ein Fingerabdruck-Sensor, womit sich die Authentifizierung unter Windows 10 Pro schneller erledigen lässt. Hierfür ist aber auch eine Infrarot-Kamera für die Gesichtserkennung integriert. Sie kann sogar mithilfe eines Kippschalters versteckt werden, was den Datenschutz maximiert. Eine Wartungsklappe an der Unterseite gibt es nicht, womit sich ein späteres Speicher-Upgrade nur sehr schwer durchführen lässt, da hierfür die gesamte Unterseite abgenommen werden muss.