Seite 6: Leistungsaufnahme

Neben der wichtigen Performance ist auch der Stromverbrauch des heimischen PCs kein unwichtiges Kriterium. Was man häufig unterschätzt, ist die Tatsache, dass selbst die verschiedenen Mainboard-Modelle der zahlreichen Hersteller unterschiedlich viel Strom aus der Steckdose ziehen. Ein Grund dafür sind die verschieden eingesetzten BIOS-Versionen, die teilweise die referenzierten Stromsparmechanismen schlecht oder gar falsch umsetzen oder dass Onboardkomponenten sich eigentlich deaktivieren sollten, wenn diese entweder durch dedizierte Hardware ersetzt wurden oder einfach nicht verwendet werden. Darüber hinaus kann aber manchmal auch die Stromversorgung verantwortlich gemacht werden, wenn unter Default Settings mehr Energie zur Verfügung gestellt wird, als eigentlich benötigt wird. Genau deswegen spielt die Effizienz eine wichtige Rolle. Wenn die Effizienz der Stromversorgung nun also schlecht ausfällt, wird mehr Strom verbraucht. Zu unterschätzen ist hierbei aber auch die Software nicht, sodass sie ebenfalls gut abgestimmt sein muss, damit eine zufriedenstellende Effizienz gegeben ist.

Das ASRock B550 Pro4 hat nur sehr wenige Zusatz-Controller erhalten. Ein LAN-Controller und ein Audio-Codec tragen ihren Teil zum Stromverbrauch bei.

Gemessen haben wir im Windows-Idle-Betrieb ohne Last, mit Cinebench 15 unter 2D-Volllast und mit Prime95 (Torture-spanTest, Vollauslastung). Die jeweiligen Leistungs-Werte entsprechen dem System-Gesamtverbrauch.

Test 1: Mit aktivierten Onboardkomponenten:

Für den ersten Test sind die Default Settings aktiv, sodass der Großteil der Onboardkomponenten bereits aktiviert ist. Die Grafikausgabe erfolgt über die Radeon R9 380. Wie bereits weiter oben geschrieben, sind alle Stromspar-Features eingeschaltet, was mit den Werten einer manuellen Konfiguration scheinbar gut umgesetzt wurde.

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

ASRocks B550 Pro4 hat bei der Leistungsaufnahme (zumindest im Idle) einen Vorteil. Es wurde nicht üppig bestückt, sodass der Stromverbrauch in der Theorie nicht all zu hoch ausfallen kann. Im Leerlauf trifft dies auch uneingeschränkt zu mit gerade einmal 46,6 W für das gesamte System. Gigabytes B550 AORUS Pro wird dabei um 2,5 W geschlagen.

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Der Stromhunger hält sich jedoch auch mit Cinebench in Grenzen. Gemessen haben wir knapp 130 W für das gesamte System, doch das Gigabyte B550 AORUS Pro war noch gut 3 W effizienter unterwegs.

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Ähnlich sah die Verteilung dann auch mit Prime95 aus, wo das ASRock B550 Pro4 mit dem Restsystem 134,3 W veranschlagt hat. Aber auch hier hat das Gigabyte-B550-Mainboard die Nase vorn.

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Das Auslesen der VCore war in diesem Fall kein leichtes Unterfangen, da die Spannung ziemlich stark am schwanken war, zumindest laut CPU-Z. Deswegen haben wir einen Mittelwert aus den angezeigten Werten angegeben.

Da die meisten Anwender nicht alle Onboard-Chips benötigen, haben wir einen Test mit nur einem aktivierten Onboard-LAN und dem Onboard-Sound durchgeführt. Sofern möglich, sind hier vorhandene Zusatzchips deaktiviert. Die Spannungen werden weiterhin vom Board automatisch festgelegt, aber alle energiesparenden Features werden zusätzlich manuell aktiviert. Die Radeon R9 380 ist weiterhin die primäre Grafikkarte.

Test 2: Mit deaktivierten Onboardkomponenten (1x LAN + Sound an):

Leistungsaufnahme

Idle

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Cinebench R15 xCPU

Leistung in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme

Prime95

Leistung in Watt
Weniger ist besser

CPU-Spannungen (Prime95)

Spannungen in Volt
Weniger ist besser

Wo keine Extras verbaut sind, kann auch nichts zusätzlich an Strom verbraucht werden. Aus diesem Grund kommen dieselben Werte zum Einsatz.

Es müsste schon etwas nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn die Leistungsaufnahme gerade beim ASRock B550 Pro4 schlecht ausfallen würde. Dies ist jedoch auch zum Glück nicht der Fall. Gerade im Idle kann die Platine daher punkten, doch auch unter Last kann es durchaus überzeugen.