Seite 8: Fazit

Auch MSI ist auf den B450-Mainboardzug aufgesprungen und stellt zwölf verschiedene Modelle zur Verfügung. Das nun getestete B450 Gaming Pro Carbon AC stellt das Flaggschiff-Modell dar und hat dementsprechend eine anständige Ausstattung zu bieten. Das effektiv zum Einsatz kommende 4+2-Phasendesign genügt, um auch einen Ryzen-7-Prozessor der ersten oder zweiten Generation zu einem höheren Takt zu verhelfen.

MSI hat den VRM-Kühler der VCore-MOSFETs größer dimensioniert, um Temperaturproblemen aus dem Weg zu gehen. Des weiteren wurde dem 8-Pin-EPS12V-Stromanschluss ein zusätzlicher 4-Pin-Anschluss zur Seite gestellt. Auf Onboard-Komfort, wie einen Power- und Reset-Button muss der Anwender zwar verzichten, dennoch wurde das EZ-Debug-Feature zum schnellen Troubleshooting nicht vergessen. Hinzu kommt der BIOS-Flashback-Plus-Button am I/O-Panel, der eine BIOS-Aktualisierung ohne CPU und RAM erlaubt.

Für eine dedizierte Grafikkarte hält sich ein PCIe-3.0-x16-Steckplatz bereit, der zudem mit dem Steel-Armor-Feature ausgestattet wurde. Die drei PCIe-2.0-x1-Slots und der mechanische PCIe-2.0-x16-Anschluss arbeiten hingegen über den B450-Chipsatz inklusive Sharing. Und natürlich wurde an vier DDR4-DIMM-Speicherbänke gedacht, die zusammen eine Arbeitsspeicher-Kapazität bis 64 GB erlauben. Der von MSI garantierte effektive RAM-Takt beläuft sich auf 3.466 MHz.

Zum Storage-Aufgebot gehören neben sechsmal SATA 6GBit/s gleich zwei M.2-M-Key-Schnittstellen. Eine arbeitet mit maximal PCIe 3.0 x4 über die CPU und wurde mit einem Kühler bestückt, die Andere geht mit PCIe 2.0 x4 über den B450-Chipsatz ans Werk. Überschaubar fällt die USB-Ausstattung mit zweimal USB 3.1 Gen2 (nativ, 2x extern), viermal USB 3.1 Gen1 (2x extern, 2x intern) und sechsmal USB 2.0 (2x extern, 4x intern) aus. Für APU-Anwender hat MSI auch an einen DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4-Grafikausgang gedacht.

Bei der Netzwerkanbindung erhält der Anwender die Wahl zwischen der kabelgebundenen Variante über einen Gigabit-LAN-Port und der kabellosen Variante über den Intel-Wireless-AC-9260-Adapter (WLAN-Datendurchsatz bis 1,73 GBit brutto) , der auch eine Bluetooth-Unterstützung in Version 5.0 beinhaltet. Für den Sound hat sich MSI für den Realtek ALC1220 entschieden, der zusammen mit einigen Audiokondensatoren das Audio-Boost-4-Feature bildet. Aber auch für RGB-Fans ist gesorgt, denn neben einigen Onboard-LEDs bringt die Platine einige Header zur Erweiterung mit.

Für einen Preis ab 127 Euro ist das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC sehr rüber und liegt in einem annehmbaren Bereich. WLAN ist hier gleich mit an Bord und die Ausstattung wird den meisten Anwendern locker ausreichen.

Positive Eigenschaften des MSI B450 Gaming Pro Carbon AC:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer guten CPU-Spannungsversorgung
  • gute Ausstattung, u.a. sechs SATA-6GBit/s-Schnittstellen, vier USB-3.1-Gen1-Anschlüssen und zwei USB-3.1-Gen2-Buchsen
  • gute Gesamtperformance und gute Stabilität
  • zwei M.2-M-Key-Schnittstellen (32 GBit/s und 16 GBit/s)
  • zahlreiche Header für Lüfter und Wasserkühlung
  • WLAN-AC und Bluetooth 5.0 (WLAN bis 1,73 GBit/s)
  • BIOS Flashback+

Negative Eigenschaften des MSI B450 Gaming Pro Carbon AC:

  • erhöhte Leistungsaufnahme

Mit dem B450 Gaming Pro Carbon AC hat MSI eine sehr interessante Mainstream-Platine für die Ryzen-Prozessoren im Angebot, die eine ausgewogene Ausstattung bietet und natürlich auch das Overclocking ermöglicht.

Persönliche Meinung

Das MSI B450 Gaming Pro Carbon ist ein solides Mainboard und ist auch von der Verarbeitung her sehr hochwertig. Für den Preis hat es jede Menge Ausstatung zu bieten und wird die Interessenten sicherlich zufriedenstellen. (Marcel Niederste-Berg)