Seite 5: Die Hardware im Detail IV

Die Grafikkarten:

Wir haben bei den Grafikkarten auch auf die Luxusvariante gesetzt. Vier EVGA GeForce GTX 680 Classified kommen in unserem System zum Einsatz:

Die schicken GeForce GTX 680-Karten zeichnen sich durch einen sehr hohen GPU-Takt von 1111 MHz (Boost: 1176 MHz) aus, der Speichertakt der 4-GB-Karte liegt bei 1502 MHz. Wir haben vier dieser Monster, die sich auch sehr gut zum Übertakten eignen, für den High-End-Rechner vorgesehen. In unserem Test zur EVGA GeForce GTX 680 Classified haben wir alle Overclocking-Funktionen der teuren Karten ausgiebig beleuchtet. Natürlich ist das Übertakten in einem High-End-System mit der Vollbestückung etwas schwieriger, trotzdem sollte man den Takt der Karten weiter anheben können.

Wer nicht vier Grafikkarten einsetzen möchte, kann natürlich auch auf die Dual-GPU-Variante GeForce GTX 690 setzen. Diese ist allerdings aufgrund der Bauform nicht ganz so hoch getaktet. Der Vorteil ist, dass einem weitere Slots zur Verfügung stehen - und dieser Nachteil ist bei einem voll ausgestatteten Quad-SLI-System nicht zu vernachlässigen. Zudem wird die Leistung bei unserem Setup klar von den CPUs limitiert, die wir nicht übertakten können. Insofern ist die Effizienz eines Quad-SLI-Systems sowieso nicht sehr hoch. Um die maximale Leistung zu erreichen, würden sicherlich auch drei Grafikkarten annähernd ausreichen.

Unsere Empfehlung lautet also (gerade in Verbindung mit dem Core i7-3970X und einem X79-Board) auf zwei GTX 690 oder nur drei GeForce GTX 680 Classifieds zu setzen.

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

Das Netzteil:

Das Netzteil muss in unserer Konfiguration einiges leisten: Vier Grafikkarten und zwei CPUs schreien nach einem Topmodell. Wir haben das Enermax Platimax 1500W herausgepickt, welches auch noch ein 80Plus-Platinum-Zertifikat vorweisen kann. Aber mal ganz ehrlich: Juckt es einem nach Stromsparen und Effizienz bei so einem PC? Sicherlich nicht.

Das Netzteil liefert also genügend Power, auch für höchste Belastungen, ist technisch einwandfrei gelungen und hat glücklicherweise auch fast alle benötigten Anschlusskabel. Zwei PCIe-6-Pin-Anschlüsse des Mainboards müssen frei bleiben, aber die beiden zwingend notwendigen 12V-EPS-Anschlüsse besitzt das Netzteil. Auch alle Grafikkarten können sinnvoll bestückt werden. Die Alternative für unser System wäre das EVGA-eigene Modell für das SR-X, was auch die CPU-Anschlüsse mit bereitstellen soll.

Setzt man auf unser Alternativsystem mit Core i7-3970X, empfiehlt sich ein kleineres Modell: Mit zwei GeForce GTX 690 und einer High-End-CPU muss es kein 1500-W-Modell sein, aber ein 1000-W-Modell ist schon empfehlenswert, um noch etwas Leistungsreserven zu besitzen. Ob es jetzt ein kleineres Platimax ist, das neue Corsair AX1200i oder ein Seasonic X-Series, bleibt jedem selber überlassen.

Mögliche Alternativen:

Weitere Netzteil-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

Das optische Laufwerk:

Kurz und knapp: Hier setzen wir auf dasselbe SATA-Laufwerk wie bei unserem 1500-Euro-PC. Das SATA-Laufwerk liest und beschreibt DVDs aber mit bis zu 16-facher Geschwindigkeit. Blu-rays werden hingegen mit 10-facher Geschwindigkeit (maximal) ausgelesen und beschrieben. Wer sparen möchte, kann natürlich auch hier nur einen DVD-Brenner einsetzen, wenn keine Blu-rays gebrannt werden sollen.

Das Gehäuse:

Natürlich haben wir zunächst einmal bei Lian Li nachgeschaut, ob ein HPTX-Case verfügbar ist. Und das ist es natürlich: Das Z70B sprang uns hier als schlichtes High-End-Gehäuse mit viel Platz sofort ins Auge. Keine großen Schnörkel, aber eine schicke und saubere Frontpartie sorgen dafür, dass man das Gehäuse auch nach zwei Jahren noch sehen mag. Die Verarbeitungsqualität des Vollaluminium-Gehäuses ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, auch wenn - aufgrund des Boards und der Grafikkarten - beim Zusammenbau einige Probleme entstanden sind.

Wenn man ein HTPX-Gehäuse verwenden will, gibt es wenige Alternativen. Von Lian Li wäre hier noch das PC-90 verfügbar, von Xilence das Interceptor Pro, von CoolerMaster soll das Cosmos II angeblich HTPX unterstützen, obwohl es offiziell nicht in der Liste steht.

Wenn die Alternative des Core-i7-3970X-Systems gewählt wird, ist man unabhängiger. Dann können es auch die Gehäuse aus unserem 1500-Euro-PC-Guide sein, beispielsweise das Bitfenix Shinobi XL oder das Lian Li PC-V700. Je nachdem, welches Mainboard gekauft wird, reicht dann nämlich ein normales, größeres ATX- oder E-ATX-Gehäuse.

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie.