Seite 4: Die Hardware im Detail III

Der Arbeitsspeicher:

Hier könnte man bis 96 GB in den Rechner reinstecken - wir bleiben hier aber bescheiden, weil uns gerade acht DDR3-Module von G.Skill aus der Ripjaws-Z-Serie vorlagen. Insofern verwendeten wir diese 4-GB-Module in acht Slots, und das ist auch die wichtigste Sache: Da jede CPU ein Vierkanal-Speicherinterface mitbringt, erreicht man die beste Performance, wenn man mindestens acht Speichermodule einsetzt. In dieser Konfiguration kann dann pro CPU auf die maximale Kanal-Anzahl zugegriffen werden und man erreicht die beste Performance.

Leider gelang es uns nicht, den Speicher richtig zu übertakten, auch wenn das EVGA-Board diese Optionen mitbringt. Die CPUs besitzen also nicht nur eine Multiplikatorsperre, sondern auch beim RAM-Übertakten stellen sie sich quer. Es reicht also im Endeffekt auch DDR3-1600 vollkommen aus, wobei wir bei den Ripjaws-Z sogar auf DDR3-2133 setzten. Hier kann man also noch etwas Geld sparen, denn die schnellen G.Skill-Module sind nicht unbedingt notwendig. Stattdessen kann man auf neue 8-GB-Module bauen und gleich 64 GB einbauen.

Mögliche Alternativen:

Weitere RAM-Tests finden sich in unserer Arbeitsspeicher-Kategorie.

Die SSDs und der Raidcontroller:

Im obigen Bild sind bereits die SSDs und der RAID-Controller zu sehen. Hier haben wir quasi eine weitere Alternative zu bieten: Natürlich lassen sich die SSDs, die in einem derartigen High-End-Rechner natürlich auf jeden Fall verbaut werden müssen, auch an den internen LSI-Controller anschließen. Dann stehen einem alle Slots für Grafikkarten zur Verfügung. Allerdings gibt es auch neue RAID-Controller, wie den LSI 9265-8i, welche mit einem überarbeiteten RISC-Prozessor und entsprechend schnellem DDR3-Cache deutlich höhere Performancewerte mit SSDs erreichen können. Also haben wir als Alternativ-Konfiguration auch einen RAID-Controller vorgesehen, den man beispielsweise einsetzen könnte, wenn nur drei Grafikkarten zum Einsatz kommen - oder wenn man zwei Dual-GPU-Grafikkarten wählt.

Der MegaRAID SAS 9265-8i RAID-Controller, den wir eingesetzt haben, ist ein PCIe-2.0-Controller mit acht SAS-Ports, der über eine x8-Lane angebunden werden kann. Damit hat er genügend Bandbreite und nutzt diese auch über eine Dual-Core-Architektur aus. Verwendet wird auf der Low-Profile-Karte der LSISAS2208, ihm stehen auch noch 1 GB DDR3-1333 als Cache zur Verfügung. Er ist einer der schnellsten RAID-Controller, die momentan am Markt verfügbar sind. Acht SSDs haben wir bei unserem High-End-rechner zwar nicht eingesetzt, wir haben aber in vorherigen Tests bereits herausgefunden, dass der Controller bis zu 2,8 GB/s Übertragungsrate (Atto Read) schafft - das ist beachtlich.

Welche SSDs man letztendlich wählt, bleibt einem selber überlassen - uns lagen zum Testzeitpunkt gerade vier Silicon Power Velox V30 vor, die wir eingebaut haben. Allerdings gibt es auch diverse andere SandForce-SF-2281-Laufwerke, die man verwenden könnte. Alternativ kann man auch die schon im 1500-Euro-PC empfohlenen Modelle anschauen und einsetzen. 

Mögliche Alternativen: