Seite 1: Test: Cooler Master Cosmos II - Purer Luxus

Scythe_Gekko_logoCooler Masters Cosmos-Serie erfreut sich mit ihrem markanten Design und einer funktionalen Innenraumgestaltung seit Jahren hoher Beliebtheit. Dementsprechend groß sind die Erwartungen, die an das Cosmos II gestellt werden. Wer befürchtet hatte, dass Cooler Master nur einen lauen Aufguss des Ur-Cosmos auf den Markt bringen könnte, wird schnell eines Besseren belehrt. Das Cosmos II bricht mit gewohnten Konventionen und stößt in ganz andere Sphären vor.

Das erste Cosmos-Modell (Cosmos 1000) machte sich 2007 schnell einen Namen. Sein Design sorgte für hohen Wiedererkennungswert, außerdem ermöglichte sein geräumiger Innenraum mit zwei Kammern auch die Unterbringung damaliger High-End-Hardware. Nur ein Jahr später erschien mit dem Cosmos S ein Facelift mit einigen Veränderungen, aber demselben Grundgerüst. Anschließend wurde es lange still um die Cosmos-Serie. Erst 2011 tauchten dann überraschend erste Informationen auf, dass Cooler Master doch an einem neuen Cosmos-Modell arbeitet. Wir haben dieses Gehäuse zum Test erhalten, noch bevor es in Deutschland regulär erhältlich wird.

Das Cosmos II zeigt sich zwar in der typischen Optik der Cosmos-Serie, ist davon abgesehen aber ein radikaler Neuanfang. Bisher waren die Cosmos-Gehäuse schon stattliche Big-Tower. Doch das Cosmos II sprengt dieses Format mit Leichtigkeit. Cooler Master sah sich dementsprechend dazu genötigt, es als Ultra-Tower zu klassifizieren. Diese Bezeichnung wird nicht nur der Größe und dem Gewicht des Gehäuses gerecht, sie passt auch zu seiner umfangreichen Ausstattung. 

Schließlich ist auch der Preis im wahrsten Sinne des Wortes "ultra". Das lateinische Wort bedeutet "jenseits" und der Verkaufspreis des Comos II liegt mit 349,90 Euro (Caseking.de) wirklich weit jenseits von dem, was ein Durchschnittsgehäuse kostet. Auch die Vorgänger, die zur Markteinführung immerhin etwa 200 Euro gekostet haben, wirken daneben schon fast günstig. In einem ausführlichen Test wollen wir untersuchen, was der Ultra-Tower für diesen luxuriösen Preis bieten kann und ob er ein würdiger Erbe der ersten Cosmos-Generation ist.

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Der Lieferumfang fällt etwas umfangreicher als bei vielen Konkurrenzprodukten aus. Natürlich gibt es Montagematerial, eine relativ ausführliche Anleitung und einen System-Speaker. Daneben findet sich aber auch noch Zubehör, das nicht ganz so selbstverständlich ist. Für das Verlegen von Kabeln gibt es eine ganze Menge an schwarzen Kabelbindern und zusätzlich noch Kabelführungen, die am Mainboardschlitten angeklebt werden können. Damit der 8-Pin-EPS-Strang des Netzteils auch wirklich bis zur entsprechenden Buchse am Mainboard reicht, wird eine Verlängerung mitgeliefert. Die beiliegenden Schlüssel ermöglichen hingegen die Sicherung von zwei Hot-Swap-Einschüben. Und schließlich liegen noch ein paar Streben bei, die die Montage eines Dual-Radiators in der unteren Kammer des Gehäuses erleichtern.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Cooler Master Cosmos II
Bezeichnung: Cooler Master Cosmos II
Material: Stahl, Kunststoff, Aluminium
Maße: 344 (B) x 704 (H) x 664 mm (T) 
Formfaktor: Micro-ATX, ATX, E-ATX, XL-ATX, SSI CEB, SSI EEB
Laufwerke: 3x 5,25 Zoll (extern), 11x 2,5 oder 3,5 Zoll (fünf intern im mittleren HDD-Käfig, sechs intern in zwei Käfigen im unteren Segment), 2x 3,5 Zoll (Hot-Swap - "X-dock")
Lüfter:

1x 200 mm (Front, alternativ 120 oder 140 mm), 1x 140 mm (Rückseite, alternativ 120 mm), 1x 200 / 2x 140 / 3x 120 mm (Deckel, ein 120-mm-Lüfter vorinstalliert), 2x 120 mm (untere HDD-Käfige), 2x 120 mm (Seite, optional), 1x 120 mm (mittlerer HDD Käfig, optional)

Gewicht: ca. 22 kg
Preis: 349,90 Euro (Caseking.de)