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NVIDIA Titan V zusammen mit Core i9-7980XE im Mini-ITX-PC

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mini-itx-system-extreme-logoNicht alles, was machbar ist, erscheint auf den ersten Blick auch besonders sinnvoll. Das Machbare auszuloten, kann sich aber zu einem interessanten Projekt entwickeln und so haben wir einmal versucht, die aktuell stärkste Hardware in ein Mini-ITX-System zu packen. Die Herausforderung dabei ist nicht möglichst viele Komponente in ein Gehäuse zu packen – zumal ein Multi-GPU-System immer weniger sinnvoll erscheint.

Wir stellten uns also zur Aufgabe die aktuell stärkste Hardware in einem Mini-ITX-Gehäuse unterzubringen. Die Wahl fiel dabei auf das Corsair Obsidian 250D. Wie viele andere Komponenten hatten wir auch dieses bereits im Test. Als Mainboard kam das ASRock X299E-ITX/ac zum Einsatz, welches als Mini-ITX-Mainboard dennoch Platz für den Sockel LGA2066 von Intel und damit die aktuellen Extreme-Edition-Prozessoren bietet. Weiterhin stehen vier DDR4-SODIMM-Slots, ein PCI-Express-3.0-x16-Steckplatz, insgesamt drei Ultra-M.2-Ports, zweimal zwei USB 3.1 Gen2 und viele weitere Anschlüsse zur Verfügung, so dass ein vollwertiges und kompaktes System zusammengebaut werden kann.

Im erwähnten Sockel LGA2066 sitzt ein Intel Core i9-7980XE, die aktuelle Speerspitze von Intel. Er bietet 18 Kerne und 36 Threads bei einem All-Core-Boost von bis zu 3,4 GHz. Wir haben den Prozessor auf 4.750 MHz übertaktet. Gekühlt wird er von einer Corsair H100i V2 All-in-One-Wasserkühlung. Dem Prozessor zur Seite stehen insgesamt 32 GB an DDR4-Arbeitsspeicher, ebenfalls aus dem Hause Corsair, der als SO-DIMM 3.000 MHz erreicht. Wir haben den Arbeitsspeicher bei 3.232 MHz mit CL15 und einer 1T Command Rate betrieben.

Bei der Grafikkarte setzen wir auf die derzeit stärkste Single-GPU-Variante am Markt: Die NVIDIA Titan V. Diese hatten wir uns vor Weihnachten hinsichtlich der Gaming- und Compute-Leistung genauer angeschaut. Um auch hier aber etwas mehr Leistung generieren zu können, haben wir das Power-Target hochgesetzt und konnten die GPU um 90 MHz und die 12 GB HBM2 um 50 MHz übertakten. Mehr war im geschlossenen Mini-ITX-Gehäuse nicht möglich.

An Massenspeicher steht eine Samsung 960 Pro mit 512 GB zur Verfügung. Weiterhin vorhanden ist Seagate FireCuda mit 2 TB. Mit Strom versorgt werden alle Komponenten mit einem Corsair HX850.

Zusammengenommen kommen die verbauten Komponenten auf einen aktuellen Marktpreis von etwa 7.000 Euro. Auch an dieser Stelle sei noch einmal erwähnt: Machbar ist nicht immer sinnvoll, aber uns ging es einmal darum zu schauen, wie weit man ein Mini-ITX-Projekt treiben kann. An vielen Stellschrauben ließe sich sicherlich noch drehen. Prozessor und Grafikkarte haben viel Spielraum für eine weitere Optimierung.

Uns gelang es aber recht mühelos in die Top20 des HWBot-Rankings für den 3DMark Time Spy – nur um eine grobe Orientierung zu liefern. Inzwischen sind mehr und mehr Ergebnisse mit der NVIDIA Titan V dort eingetragen worden, so dass sich die Rangliste in den vergangenen Tagen stark verändert und sich unser Ergebnis auf Platz 18 verschoben hat.