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Gigabyte AORUS 17 XE4 im Test

Viele sinnvolle Änderungen

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Unter der Haube des neuen Gigabyte AORUS 17 werkelt natürlich neueste Hardware. So setzt man beim Prozessor ausschließlich den Intel Core i7-12700H ein. Er wurde erst zu Beginn des Jahres im Rahmen der CES 2022 ins Rennen geschickt und brachte die neue Hybrid-Architektur aus Effizienz- und Performance-Kernen auch ins Notebook-Segment. 

Zur Verfügung stehen der Alder-Lake-CPU insgesamt 14 Kerne, die zusammen 20 Threads gleichzeitig verarbeiten können. Dabei kommen sechs Performance-Kerne und acht Effizienz-Cores zum Einsatz. Die leistungsstarken Kerne machen sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 2,3 bis 4,7 GHz an Werk, wohingegen die sparsameren Effizienz-Einheiten mit einem Takt von 1,7 bis 3,5 GHz arbeiten. Dazu gibt es einen 24 MB großen L3-Cache und einen 11,5 MB fassenden Zwischenspeicher in zweiter Reihe. Die Unterschiede zu den schnelleren Core-i9-Modellen liegen nur im Takt. Das Spitzenmodell kann bis zu 5,0 respektive 3,8 GHz erreichen.

Einsortiert wird der Intel Core i7-12700H zwar wie alle aktuellen Alder-Lake-H-CPUs in der 45-W-Klasse, kurzzeitig kann sich der Prozessor aber auch ein höheres Leistungsbudget reservieren. Das PL2 kann von den OEMs auf bis zu 115 W konfiguriert werden, was Gigabyte bei unserem Testmuster auch so macht. Nach längeren Lastspitzen geht die TDP auf die spezifizierten 45 W zurück. Gigabyte betreibt das Modell damit innerhalb der Spezifikation, im Worstcase geht der Takt auf gerade einmal 3,0 GHz zurück 

Die integrierte Intel Xe Graphics bietet mit 96 Execution Units zwar deutlich mehr Recheneinheiten als im Desktop oder noch der Vorgänger, kommt beim Gigabyte AORUS 17 jedoch nur im 2D-Betrieb zum Einsatz, wenn die Grafikperformance der dedizierten Einheit nicht benötigt wird. Sie arbeitet im Falle des Intel Core i7-12700H mit einem Takt von bis zu 1.400 MHz und damit nur um 50 MHz langsamer als bei den Core-i9-Flaggschiffen. Gefertigt wird die CPU im Intel-7-Verfahren, was eine Weiterentwicklung des 10-nm+-Prozesses ist. 

An den Speichercontroller bindet Gigabyte bei unserem Modell noch den älteren DDR4-Standard an. Verbaut sind insgesamt zwei Module mit jeweils 8 GB, die sich mit einer Geschwindigkeit von 3.200 MHz ans Werk machen. In der Summe stehen dem Gigabyte AORUS 17 XE4 so 16 GB RAM zur Verfügung. Die teureren Modelle werden jedoch auch mit dem neuen DDR5-Standard bestückt, was die Speicherleistung noch einmal deutlich erhöht.


Als waschechtes Gaming-Notebook verfügt das Gigabyte AORUS 17 XE4 natürlich über eine schnelle dedizierte Grafiklösung, die die Modelle der GeForce-RTX-30-Familie umfasst und bis hin zur GeForce RTX 3080 Ti Laptop reicht. Unser Testgerät bietet hier die neue NVIDIA GeForce RTX 3070 Ti Laptop, welche zeitgleich mit den Alder-Lake-Chips im Januar präsentiert wurde. 

Sie basiert auf der GA104-GPU, wobei die Shadereinheiten im Vergleich zur bisherigen Non-Ti-Variante von 5.120 auf 5.888 CUDA-Cores aufgebohrt wurde. Dazu gibt es 8 GB an GDDR6-Videospeicher, der über ein 256 Bit breites Interface anbindet und sich mit einer Geschwindigkeit von 14 Gbps, bzw. 1.750 MHz ans Werk macht. Bei der Boardpower bedient sich Gigabyte bei seinem neuen AORUS 17 jedoch nicht dem maximal Möglichen, sondern drosselt diese mit Blick auf die Kühlung und den Stromverbrauch leicht. Während zusammen mit den nun bis zu 25 W aufschlagbarem Dynamic Boost 2.0 maximal 165 W möglich wären, sind es bei unserem Testgerät im ausbalancierten Modus nur 130 W. Gegenüber dem Vorjahresmodell ist das allerdings trotzdem eine Steigerung.

Damit sollen Taktraten laut Datenblatt von mindestens 1.410 MHz im Boost erreicht werden können. Diesen Wert konnten wir während unserer Tests zwar in nahezu jedem Spiel erreichen, im Worstcase-Szenario, bei dem wir die Komponenten und Kühlung des Notebooks mittels Prime95 und Furmark an ihre Leistungsgrenzen zwingen, taucht die Taktrate jedoch auf rund 1.320 MHz ab. Trotzdem führt das Plus von 15 % an Shadern dazu, dass die Taktraten gegenüber dem bisherigen Modell kaum verändert bleiben und die mobile RTX 3070 Ti damit technisch der Desktop-Version entspricht. Das ist sehr beeindruckend!

Ansonsten steht eine 1 TB große NVMe-SSD bereit, die sogar über PCI-Express 4.0 angebunden wird und damit besonders hohe Datenübertragungsraten verspricht. Theoretisch ließe sich sogar ein zweites M.2-Laufwerk hinzustecken. Das Display misst 17,3 Zoll in seiner Diagonalen und löst nativ mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. Die Bildwiederholrate erreicht stolze 360 Hz.

Knapp 2.100 Euro müssen für die Testkonfiguration ab April über den Ladentresen geschoben werden. Das Gigabyte AORUS 17 gibt es aber auch mit noch schnellerer GeForce RTX 3080 Ti Laptop oder GeForce RTX 3060 Laptop im Basismodell zu einem günstigeren Preis.

Gigabyte AORUS 17 XE4
 
Prozessor: Intel Core i7-12700H
Prozessor - Kerne: 14
Prozessor - Grundtakt: 3,5 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,7 GHz
Prozessor - Fertigung Intel 7
Prozessor - Cache 24 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-3200
Grafikkarte

NVIDIA GeForce RTX 3070 Ti Laptop - 130 W

Grafikkarte - Grafikspeicher 8 GB
Festplatte/SSD

1x 1 TB NVMe

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 7.084,5 / 3.743,3 MB/s

Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 360 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 122 x 77 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DisplayPort 1 (mini)
USB 2.0:

-

USB 3.1 Gen1: -
USB 3.1 Gen2: 2
USB Typ-C: 1
Thunderbolt 4: 1
Audio: 1x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 99 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 398 x 254 x 27 mm
Gewicht 2,70 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:2.099 Euro
Garantie: 24 Monate
Quellen und weitere Links

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