Seite 3: Gehäuse, Tastatur und Touchpad

Trotz der technischen Hardware-Modernisierung und der dazugehörigen, neuen Anschlüsse, hat sich in Sachen Gehäuse im Vergleich zur vorangegangenen Modellgeneration des Razer Blade Stealth 13 nichts weiter getan. Razer setzt weiterhin auf das äußerst kompakte und leicht gehaltene Aluminiumgehäuse, das von der Aufmachung her stark an die aktuellen MacBook-Geräte von Apple erinnert – nur, dass dieses schwarz eloxiert und auf dem Bildschirmdeckel mit einem leicht schimmernden Schlangen-Logo des Herstellers bestückt ist. 

Für etwas farbliche Abwechslung des schlichten und sehr edel wirkenden Barebones sorgen die giftgrünen USB-Schnittstellen an den Seiten sowie natürlich die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. 

Mit Abmessungen von 304 x 210 x 15,3 mm erweist sich der 13,3-Zöller als äußerst kompakt und stemmt mit einem Gewicht von nur 1,41 kg sogar vergleichsweise wenig auf die Waage. Für ein Gaming-Gerät ist das neue Razer Blade äußerst kompakt und leicht und gesellt sich eher in die Kategorie Ultrabook. Die typischen Thin-&-Light-Gamer, wie beispielsweise das MSI GS66 Stealth aus unserem letzten Test, sind deutlich dicker und schwerer, greifen in Sachen Hardware jedoch ein paar Modellnummern höher.

Trotz des Intel Core i7-1165G7 und der dedizierten NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti Max-Q gibt es beim Razer Blade Stealth 13 nur sehr wenige Lüftungsschlitze. Die notwendige Frischluft besorgt sich der 13-Zöller ausschließlich über die Lufteinlässe an der Unterseite sowie natürlich aus dem Bereich zwischen Topcase und Bildschirm – hier ähnelt das Konzept ebenfalls stark dem von Apple. Beide Hauptkomponenten werden jeweils über separate Kühlkammern und eigene Lüfter versorgt. Die nicht vorhandene Wartungsklappe stört wenig, schließlich sind der Arbeitsspeicher fest verlötet und der Akku verklebt. Ein späteres Upgrade ist somit ohnehin schwer.

Das Metallgehäuse ist im Unibody-Design gehalten und CNC-gefräst, womit es eine äußerst hohe Stabilität und Druckfestigkeit bietet, was vor allem mit Blick auf die kompakten Abmessungen sehr beachtlich ist. Die Verarbeitungsqualität ist exzellent, scharfe Ecken oder Kanten gibt es trotz der Materialwahl keine. Schade nur, dass die Oberfläche äußerst anfällig für Schmutz- und Fettflecken ist. Schon nach wenigen Einsatz-Minuten ist das Razer Blade Stealth 13 übersäht davon.

Anschlüsse

Was die Anschlüsse anbelangt, so folgt Razer auch hier dem Beispiel Apples und zeigt sich sehr minimalistisch. Geräte einmal fünf Schnittstellen sind bei unserem Testgerät vorhanden: Jeweils zwei USB-Typ-A- und -Typ-C-Ports sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern. Während die linke Typ-C-Buchse überwiegend der Stromversorgung dient, ist die zweite Schnittstelle nach Thunderbolt 4 ausgeführt und bietet somit höchste Flexibilität und Übertragungsraten. Eine Netzwerkbuchse ist aufgrund der schlanken Bauhöhe von nur 15,3 mm nicht realisierbar, genau wie moderne Videoausgänge in Form von HDMI oder DisplayPort. Die werden lediglich über entsprechende Adapter realisiert. Drahtlos kommuniziert der Ultrakompakt-Gamer per schnellem WiFi 6 und Bluetooth 5.2.

Tastatur und Touchpad

Bei seiner späten 2020er-Ausgabe des Blade Stealth 13 setzt Razer ebenfalls auf eine klassische Chiclet-Tastatur, deren Tasten mit 16 x 15 mm recht großzügig dimensioniert ausfallen. Jedoch sind sie recht nah beieinander positioniert, was immer wieder zu ungewollten Auslösungen umliegender Tasten führen kann. Hinzu kommt, dass die Pfeiltasten direkt im Layout integriert sind und die Enter-Taste deutlich kleiner ausfällt als beim Standard-Layout. Ein separate Nummernblock ist aus Platzgründen natürlich nicht realisierbar gewesen. Die Tasten selbst sind relativ leichtgängig, der Druckpunkt geht allerdings in Ordnung.

Die RGB-Hintergrundbeleuchtung ist recht gleichmäßig, könnte jedoch vor allem in sehr hellen Umgebungen kräftiger sein. Die Konfiguration erfolgt über die mitgelieferte Synapse-Software, eine umfangreiche Einzeltasten-Beleuchtung ist nicht mit von der Partie.

Das Touchpad ist direkt unterhalb der Tastatur mittig angebracht und erstreckt sich fast über die gesamte Höhe des verbleibenden Platzes. Mit Abmessungen von 110 x 67 mm ist es vor allem für die 13-Zoll-Klasse riesig. Die gläserne Oberfläche sorgt für hervorragende Gleiteigenschaften, Präzision und Geschwindigkeit sind selbst bei aufwendigeren Multitouch-Gesten sehr gut. Dedizierte Maustasten für den rechten und linken Mausklick gibt es nicht – sie werden dank Clickpad-Ausführung direkt im Touchpad ausgeführt. Insgesamt zählt das Touchpad des Razer Blade Stealth 13 ganz klar mit zu den besten am Markt.