Seite 11: Fazit

Mit der Umstellung auf Intels Tiger-Lake-Plattform hat Razer sein Blade Stealth 13 weiter verbessert. So steigt in vielen Benchmarks die Leistung, aber auch die Effizienz konnte mit Blick auf die längeren Laufzeiten dank der fortschrittlichen Fertigung des Prozessors verbessert werden. Der Intel Core i7-1165G7 und die NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti Max-Q sind eine sehr gute und leistungsfähige Kombination für den anspruchsvollen Kreativ-Arbeiter und all diejenigen, die auch mal den einen der anderen Spieletitel zocken möchten. Selbst aktuelle Grafikkracher können problemlos auf dem 13-Zöller gespielt werden, wenngleich es nicht immer für die höchsten Grafiksettings reicht und waschechte Gaming-Notebook doch deutlich mehr leisten. 

Die Umstellung von der 10. auf die 11. Core-Generation bringt außerdem neue Features mit sich. So bietet die Late-2020er-Version nun auch Thunderbolt 4. Wirklich viele Anschlüsse hat der kompakte Ultrabook-Gamer jedoch nicht zu bieten, was einer der größten Schwachpunkte ist. So fehlen ein integrierter Kartenleser, gängige Videoanschlüsse wie HDMI und DisplayPort sowie eine Gigabit-LAN-Buchse. Immerhin kommuniziert das Gerät drahtlos per WiFi 6 und Bluetooth 5.2 recht fix und bietet jeweils zwei USB-Typ-A- und -Typ-C-Schnittstellen samt einer 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern. 

Keine Änderungen gegenüber dem Vorgänger gibt es beim Gehäuse. Hier setzt Razer weiterhin auf ein äußerst kompaktes und schlichtes Barebone, das mit einer Bauhöhe von nur 15,3 mm und einem Gewicht von rund 1,4 kg auf sich aufmerksam macht. Stabilität und Verarbeitung sind hervorragend, die schlicht mattschwarz eloxierte Oberfläche besticht, ist jedoch sehr anfällig für Schmutz- und Fettflecken. Ausreichende Laufzeiten bietet das Gerät ebenfalls und konnte im Generationsvergleich sogar leicht zulegen. Je nach Anwendung geht dem 53,1-Wh-Akku erst nach etwa 2,5 bis 8,8 Stunden die Puste aus. Die effizienten Hardware-Komponenten tragen ihren Teil dazu bei, genehmigt sich der Gaming-Bolide während unserer Tests nur etwa 10 bis 90 W. 

Das Display bietet dank seiner OLED-Technik sehr gute Kontrastwerte bei exzellenten Schwarzwerten. Doch auch so ist die Farbwiedergabe des Bildschirms sehr gut und erreicht in unseren Tests fast den Optimalwert. Die Helligkeit ist gut, wenn auch notwendig, denn entspiegelt ist der Touchscreen leider nicht. Nativ löst das 13,3 Zoll große Display mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. Obendrein bietet Razer ein schnelles 120-Hz-Panel auf IPS-Basis sowie ein höher auflösenderes UHD-Modell an. Insgesamt holt Razer damit auch Kreativ-Anwender ab.

Probleme bei der Kühlung konnten wir in unseren Tests keine feststellen. Der Intel Core i7-1165G7 und die NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti Max-Q können ihre maximale Leistung zu jeder Zeit abrufen, die Oberflächen-Temperaturen fallen stellenweise jedoch hoch aus. Dafür arbeitet der Ultrabook-Gamer im Leerlauf lautlos und bleibt selbst unter Last mit 43,8 dB(A) vergleichsweise laufruhig, kann mit knapp über 48 dB(A) aber durchaus sehr laut werden.

Für rund 2.000 Euro hat das Razer Blade Stealth 13 Late 2020 so einiges zu bieten und eigentlich nur wenige Schwachstellen. Gegenüber dem Vorgänger gibt es einige Verbesserungen, die für Bestandskäufer jedoch kein Grund für ein Upgrade sind. 

Wir zücken unseren Excellent-Hardware-Award. Herzlichen Glückwunsch!


Positive Aspekte des Razer Blade Stealth 13 Late 2020:

  • sehr gute Leistung im Alltag
  • hochwertiges Metallgehäuse 
  • äußerst kompakt und leicht 
  • gute Laufzeiten 
  • sehr gutes Display 
  • sehr gutes Touchpad 
  • im Leerlauf lautlos

Negative Aspekte des Razer Blade Stealth 13 Late 2020:

  • geringe Anschluss-Vielfalt
  • hohe Oberflächen-Temperaturen
  • ungewöhnliches Tastatur-Layout

Preise und Verfügbarkeit
Razer Blade Stealth 13 2021, OLED/60Hz
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar