Seite 3: Features und Layout (2)

An Erweiterungssteckplätzen halten sich lediglich zwei mechanische PCIe-4.0-x16-Slots über den LGA1200-Prozessor mit der typischen x16/x0- und und ein offener PCIe-3.0-x4-Anschluss bereit. Letzterer bekommt seine maximal vier Lanes natürlich vom Intel-Chipsatz, muss sich die Anbindung jedoch mit den SATA-Ports 1 und 2 teilen. Sind beide SATA-Anschlüsse in Verwendung, arbeitet der PCIe-3.0-x4-Steckplatz nur noch mit zwei Lanes. Dies ist auch die BIOS-Default-Einstellung, lässt sich jedoch manuell zum x4-Mode überreden.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung
Mechanischelektrische
Anbindung (über)
Single-GPU2-Way-SLI/CrossFireX
- - - -
PCIe 3.0 x4 x4 (Z590) - -
PCIe 4.0 x16
x16/x8 (CPU) x16 x8
- - - -
- - - -
PCIe 4.0 x16 x8 (CPU) - x8
- - --
Hinweis: Für die Nutzung von PCIe 4.0 ist eine Rocket-Lake-S-CPU notwendig (elfte Core-Generation). Mit einer Comet-Lake-S-CPU (zehnte Core-Generation) ist ausschließlich die Nutzung von PCIe 3.0 möglich.

Zwischen den beiden PEG-Steckplätzen wurden genau passend zwei M.2-M-Key-Schnittstellen eingelassen. Sie arbeiten direkt mit über den LGA1200-Prozessor. Fakt ist jedoch, dass PCIe 4.0 ausschließlich mit Rocket Lake-S nutzbar ist. In jedem Fall jedoch werden die insgesamt acht Lanes von den 16 Lanes für die Grafikkarte(n) abgezwackt. Werden zwei SSDs verwendet, arbeitet die Grafikkarte im oberen PEG-Slot nur noch im x8-Mode und der zweite PEG-Slot wird unbrauchbar. Bei nur einer SSD ist der untere PCIe-4.0-x16-Anschluss immerhin noch im x4-Mode verwendbar.

Der fünfte M.2-Steckplatz (ganz oben) ist nur mit einem LGA1200-Prozessor aus der elften Core-Generation bis zum PCIe-4.0-x4-Modus nutzbar. Das dort installierte SSD-Modul wird dann auch vom Wasserkühler mit auf Temperatur gehalten.

Um die beiden USB-3.2-Gen1-Header kümmert sich ASMedias ASM1074-Hub und ist mit insgesamt vier Ports für die Gehäuse-Front bereits vollständig beschäftigt. Links daneben wurden sechs SATA-6GBit/s-Buchsen um 90 Grad angewinkelt positioniert. Die vier Stück von rechts treten direkt mit dem Z590-Chipsatz in Kontakt und sind alle shared angebunden. Aus diesem Grund hat sich ASUS wohl dazu entschlossen, noch den ASMedia ASM1061 mit zu verlöten, der dann die beiden linken Anschlüsse unter seine Fittiche nimmt.

Das I/O-Panel des ASUS ROG Maximus XIII Extreme (Glacial) in der Übersicht
CMOS-
Clear-
Button
2x USB 2.0 10-GBit/s-LAN
(Marvell AQC113CS)
2,5-GBit/s-LAN
(Intel I255-V)
4x USB 3.2 Gen2
(GL3590)
WLAN-Modul
(Intel Wi-Fi 6E AX210)
5x 3,5 mm Klinke
1x TOSLink
Flash-
BIOS-
Button
HDMI 2.0 1x USB 3.2 Gen2 (Z590)
1x Thunderbolt 4
(Typ-C, Intel JHL8540)
1x USB 3.2 Gen2 (Z590)
1x Thunderbolt 4
(Typ-C, Intel JHL8540)

ASUS hat bis auf eine Ausnahme das I/O-Panel vom ROG Maximus XIII Hero (Hardwareluxx-Test) auch für das ROG Maximus XIII Extreme (Glacial) vorgesehen. Anstatt zwei 2,5-GBit/s-LAN-Ports wie beim Hero zu setzen, wurde beim ROG Maximus XIII Extreme (Glacial) der linke LAN-Port an den Marvell-AQtion-AQC113CS-Controller angebunden, der die Netzwerkpakete mit bis zu 10 GBit/s übertragen kann, sofern die restliche Netzwerk-Infrastruktur dies erlaubt. Davon abgesehen, bleibt es also bei sechsmal USB 3.2 Gen2, zweimal USB 2.0 und zwei USB-Typ-C-Schnittstellen mit Thunderbolt-4- und USB-3.2-Gen2-Unterstützung über Intels JHL8540.

Hinzu kommen dann noch ein HDMI-2.0-Grafikausgang über Intels iGPU (sofern vorhanden), je ein CMOS-Clear- und Flash-BIOS-Button, das Wi-Fi-6E-AX210-Modul von Intel und die fünf vergoldeten und beleuchteten 3,5-mm-Klinke-Audiojacks sowie einmal TOSLink.

Wie es sich für ein ROG-Extreme-Mainboard gehört, hat ASUS noch jede Menge Spielereien mit verbaut. Da wären einerseits ein BIOS-, Safe-Boot- und Retry-Button, aber auch zahlreiche Switches, von denen zwei Stück reserviert sind und nur von ASUS-Technikern genutzt werden sollten. Welche Funktionen sich dahinter verbergen, ist nicht bekannt. Ferner gibt es noch einen Switch für den Slow-Mode und für das V-Latch-Feature. Wird das V-Latch-Feature aktiviert, wird die VCore genauer unter die Lupe genommen und es wird die tatsächliche VCore im niedrigsten und höchsten Bereich ermittelt.

Links an der Seite wurde der Onboard-Sound platziert, natürlich getrennt vom Rest. Unter dem SupremeFX-EMI-Shield versteckt sich Realteks ALC4082-Audio-Codec. Mit dabei ist auch ein ESS-Sabre9018Q2C-DAC sowie zehn Audio-Kondensatoren japanischer Herkunft.

Unten am Rand hingegen gibt es noch einen Header, der ebenfalls reserviert ist und auch den Jumper zum Aktivieren und Deaktivieren des LN2-Modes für die extremes Overclocking mit Flüssigstickstoff.

Trotz der üppigen Ausstattungsmerkmale hat ASUS es geschafft, eine übersichtliche Prestige-Platine auf die Beine zu stellen. Zwar sind nicht viele Erweiterungssteckplätze verfügbar, aber die sind auch nicht immer erforderlich. Möchte jemand beispielsweise gleich zwei Triple-Slot-Grafikkarten im Multi-GPU-Verbund einsetzen, so ist der Platz hierfür vorhanden.