Seite 8: Fazit

Neben dem Gehäuse-, Notebook- und neuerdings auch dem Grafikkarten-Segment ist das ASUS-Label TUF (The Ultimate Force) weiterhin auch im Mainboard-Bereich vertreten, wo das Ganze seinen Anfang gefunden hat. Allerdings ist die TUF-Gaming-Serie unverändert unterhalb der beiden ROG-Produktreihen angeordnet und stellt den Gaming-Einstieg bei ASUS dar. Das getestete ASUS TUF Z390-Pro Gaming ist nebenbei das Flaggschiff der Serie, bietet allerdings dennoch eine übersichtliche Basis an Ausstattung, die allerdings den meisten Anwendern ausreichen sollte.

Auf dem ATX-Mainboard findet sich Platz für den Sockel LGA1151v2 und natürlich auch für vier DDR4-UDIMM-Speicherbänke, in denen bis zu 128 GB RAM verstaut werden können. Hinzu kommen drei mechanische PCIe-3.0-x16- und drei PCIe-3.0-x1-Steckplätze für die Systemerweiterung. Die oberen beiden PCIe-3.0-x16-Slots agieren über den Coffee-Lake-S/R-Prozessor im x16/x0- oder x8/x8-Modus.

Der VRM-Bereich reicht unserer Ansicht nach bis zu einer moderaten Übertaktung absolut aus. Für etwas mehr kann die VRM-Kühlung zum Problem werden, gerade in Verbindung mit den beiden Achtkern-Prozessoren (Core i7-9700K und Core i9-9900K). Wer die K-Prozessoren bis zum Anschlag übertakten möchte, sollte sich eher nach einem anderen Mainboard-Modell umschauen.

Sechsmal SATA 6GBit/s und zwei M.2-M-Key-Schnittstellen werden im Storage-Bereich geboten und an USB-Anschlüssen sind zweimal USB 3.1 Gen2, achtmal USB 3.1 Gen1 und viermal USB 2.0 an Bord. Leider besitzt das ASUS TUF Z390-Pro Gaming keinen USB-3.1-Gen2-Frontheader, der dem Board gut zu Gesicht gestanden hätte. Aber auch davon abgesehen sind keinerlei Extras, wie WLAN oder großflächiger Onboard-Komfort, verbaut worden. Einzig ein Mem-OK!-II-Switch und vier Status-LEDs sind vertreten.

Am I/O-Panel hat ASUS dann natürlich einen Gigabit-LAN-Port (Intel I219-V), eine PS/2-Schnittstelle und selbstverständlich die üblichen Audioanschlüsse verbaut. Letztere gehen über den Realtek-ALC1220-Codec ans Werk. Sollte die im Prozessor integrierte Grafikeinheit Verwendung finden, bietet sich ein HDMI-1.4b- und DisplayPort-1.2-Grafikausgang an. Loben müssen wir die gute Energie-Effizienz unter Last und hervorragende Effizienz im Idle. Ein wenig RGB-LED-Beleuchtung ist im PCH-Bereich auch vertreten, lässt sich auf Wunsch auch mithilfe von zwei RGB-Headern erweitern.

ASUS' TUF Z390-Pro Gaming ist in unserem Preisvergleich ab 175 Euro gelistet, die für eine Grundbasis etwas zu hoch angesiedelt sind, auch wenn die Mainboardpreise mit dem Z390-Chipsatz generell angestiegen sind. Doch rein vom technischen Aspekt her gibt es von unserer Seite keine Einwände, vorausgesetzt der K-Prozessor soll nur moderat übertaktet werden.

Positive Eigenschaften des ASUS TUF Z390-Pro Gaming:

  • sehr gute Leistungsfähigkeit mit einer ausreichenden CPU-Spannungsversorgung
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an drei PEG-Slots
  • sehr gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität
  • hervorragende Energie-Effizienz im Idle, gut unter Last
  • zwei M.2-Schnittstellen inkl. einem Passivkühler

Negative Eigenschaften des ASUS TUF Z390-Pro Gaming:

  • hoher Preis
  • VRM-Kühler sind bei hohem OC überfordert

Gerade für Anwender, die den Prozessor gar nicht oder nur moderat übertakten möchten und sich mit einer guten Ausstattungsbasis zufriedengeben, sind mit dem ASUS TUF Z390-Pro Gaming gut beraten.

Von der technischen Seite her weiß das ASUS TUF Z390-Pro Gaming zu gefallen. Die gebotene Ausstattung reicht in der Regel aus und die Energie-Effizienz ist insgesamt als gut einzustufen. Mir persönlich wäre die Platine allerdings keine 175 Euro wert, da ich für diesen Preis dann doch noch etwas mehr erwarte. (Marcel Niederste-Berg)

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar