Seite 2: Detailbetrachtung (1)

Der Lieferumfang passt schon einmal zum Premiumpreis. Noctua legt nicht nur Montagematerial und Anleitungen, sondern auch einen einfachen Kreuzschlitz-Schraubendreher, eine Spritze mit Wärmeleitpaste (allerdings noch NT-H1 und nicht die bessere NT-H2), eine selbstklebende Noctua-Plakette und Lüfteradapter. Mit dem Y-Adapter können beide Lüfter über einen PWM-Anschluss versorgt und geregelt werden. Wer die maximale Drehzahl von 2.000 auf 1.700 U/min senken will, kann dazu die beiden Low-Noise-Adapter nutzen. 

Lüfterlos zeigt sich der NH-U12A als mittelgroßer Single-Tower-Kühler. Noctua hat sich einmal mehr auf die Funktion konzentriert. Designspielereien wie RGB-Beleuchtung oder gefärbte Kühlrippen gibt es hier nicht. Auch ein chromax-Cover ist aktuell nicht geplant. Noctua hält es für möglich, ein solches bei großer Nachfrage aber doch noch anzubieten. 

Die Kühlrippen wurden auch nicht besonders aufwendig geformt. Worauf Noctua aber Wert legt, das ist das Verlöten von Kühlrippen und Heatpipes. Im Vergleich zum einfachen Pressverfahren soll auch nach langer Nutzungsdauer noch ein stabilerer Wärmeübergang garantiert werden. Beim Pressverfahren können hingegen Temperaturwechsel mit der Zeit zum Lockern der Verbindungen führen. Denn Kupfer und Aluminium haben unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten. Die Oberfläche der Kühlrippen will Noctua im Vergleich zum NH-U12S um 37 % vergrößert haben. 

Fast bemerkenswerter als der eigentliche Kühlkörper sind die mitgelieferten Lüfter. Noctua hat die NF-A12x25 über einen langen Zeitraum und mit großem Aufwand entwickelt. Dank des extrem reduzierten Laufradspalts (der Abstand zwischen Rotor und Lüfterrahmen) hat Noctua die Kühlperformance gesteigert. Der NH-U12A wird nun als erster Kühler werkseitig mit diesem Lüftertyp bestückt. Bei Auslieferung sitzen die beiden Lüfter bereits mit Lüfterklammern am Kühlkörper. Für die Kühlermontage müssen sie allerdings zwangsweise abgenommen werden.