Seite 1: Noctua NT-H2 im Test: Optimierte Premium-Wärmeleitpaste für bessere Kühlleistung

noctua nt-h2 logoNoctua bringt mit der NT-H2 eine neu entwickelte Wärmeleitpaste auf den Markt. Dank optimierter Mikropartikel-Rezeptur soll die Kühlleistung noch besser als beim Vorgänger NT-H1 ausfallen. Im Test auf einem AMD Threadripper-Prozessor finden wir heraus, ob wir Noctuas Angaben bestätigen können. 

Seit vielen Jahren hat Noctua mit der NT-H1 eine durchaus beliebte Wärmeleitpaste im Programm. Doch das Bessere ist der Feind des Guten - und ganz nach diesem Motto will Noctua mit der neuen NT-H2 eine doch bessere Wärmeleitpaste anbieten. Noctua verspricht dabei nicht nur hohen Anwendungskomfort und Langzeitstabilität, sondern vor allem auch eine höhere Kühlleistung. Dafür hat Noctua nach eigenen Angaben die Mixtur aus Metall-Oxid-Mikropartikeln weiteroptimiert. So soll die NT-H2 einen noch niedrigeren Wärmedurchlasswiderstand und geringere Schichtstärken bei typischem Anpressdruck ermöglichen. 

Angeboten wird die NT-H2 in zwei Varianten: In der 3,5g-Dosierspritze für 3-20 Applikationen und in der 10-g-Dosierspritze für 9-60 Applikationen. Für wie viele CPUs die Wärmeleitpaste genutzt werden kann, hängt entscheidend von der CPU-Größe ab. Die Minimalangaben beziehen sich auf AMDs riesige Ryzen Threadripper-Prozessoren, die Maximalangaben hingegen auf Intels-Mainstream-CPUs für den Sockel LGA 1151. 

Noctua ordnet die NT-H2 selbst als Premium-Wärmeleitpaste ein. Entsprechend werden auch die Preise gestaltet. Schon für die 3,5-g-Variante werden 12,90 Euro aufgerufen. Die 10-g-Packung kostet sogar 24,90 Euro, bietet dabei aber immerhin ein günstigeres Euro-pro-Gramm-Verhältnis.  

Für die Kühlleistung verspricht Noctua ganz konkret, dass je nach Plattform um bis zu 2 K niedrigere Temperaturen erreicht werden. Der Hinweis auf die Plattformabhängigkeit ist dabei ganz entscheidend. Noctua gibt für den Vergleich von NT-H1 und NT-H2 selbst Messwerte für vier verschiedene Plattformen an: Intel LGA 1151 (140 W), AMD AM4 (115 W), Intel LGA 2066 (200 W) und AMD TR4 (300 W). Leistungsdifferenzen werden vor allem bei hoher Abwärme und großer Kontaktfläche sichtbar. Während Noctua bei den beiden Mainstream-Plattformen nur Differenzen von 0,2 bzw. 0,6 K gemessen hat, wurde für Intels HEDT-Plattform immerhin eine Differenz von 1,1 K gemessen. Und auf der Threadripper-Plattform soll dann schließlich eine Differenz von 2,1 K messbar sein. 

Für unseren Test nutzen wir deshalb bewusst ein Threadripper-Testsystem und können uns somit genau auf das Szenario konzentrieren, dass den deutlichsten Performanceunterschied verspricht. Doch hier erst einmal die Eckdaten der Noctua NH-2 im Überblick: 


Spezifikationen
ProduktnameNoctua NT-H2
Kaufpreis 12,90 Euro (3,5 g) bzw. 24,90 Euro (10 g)
Homepagenoctua.at
Größen 3,5 oder 10 g
Applikationen 3,5 g: 3-20
10 g: 9-60
empfohlene Lagerzeit bis zu drei Jahre
empfohlene Nutzungsdauer auf der CPU bis zu fünf Jahre
empfohlene Lagertemperatur Raumtemperatur
Betriebstemperatur  -50°C bis 200°C