Seite 15: Fazit

Beginnen wir mit unserem Fazit, den Anfang macht erneut der Klassiker Noctua NH-D14 in der SE 2011 Edition.

Noctua NH-D14 SE 2011

Gemessen mit der Konkurrenz ist der Noctua NH-D14 SE 2011 sicherlich der kompletteste Kühler in diesem Round-up. Der positive Ersteindruck beginnt schon bei der Verpackung und dem umfangreichen Lieferumfang. Aber nicht nur der Kühler selbst, sondern auch das Montagekit und das sonstige Zubehör sind sehr wertig verarbeitet und der Konkurrenz qualitativ überlegen.

Auch leistungsmäßig weiß der NH-D14 SE 2011 zu glänzen und liefert, obwohl er mit knapp 68,89 Euro Listenpreis (UVP: 74,90 Euro) ganze 16 Prozent billiger ist als die Konkurrenz aus dem Hause Phanteks, fast die gleiche Kühlleistung. So ist der NH-D14 SE 2011 zwar hier und da ein paar Grad wärmer als der Phanteks PH-TC14PE, doch der Unterschied wird, wenn man den NH-D14 SE 2011 ebenfalls mit einem zweiten 140-mm-Lüfter bestückt, schon merklich kleiner.

Die beiden Lüfter des NH-D14 SE 2011 sind auf dem von Noctua gewohnt sehr hohem Niveau und überzeugen mit guter Leistung und einem gleichzeitig angenehmen Geräuschcharakter. Störende Nebengeräusche sind hier komplett Fehlanzeige.

Die Montage ist spielend leicht und hat uns von den drei getesteten Lösungen eindeutig am besten gefallen und war auch am schnellsten zu bewältigen.

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Darüber hinaus bietet Noctua mit sechs Jahren Garantie für den NH-D14 SE 2011 einen langen Garantiezeitraum. Innerhalb dieses Zeitraums werden Ersatzteile, falls nötig, wie bei Noctua üblich meist innerhalb weniger Tage geliefert.

Aufgrund dieses absolut runden und in sich stimmigen Gesamtpakets, erhält der Noctua NH-D14 SE 2011 unseren Excellent Hardware Award.  

 

Positive Aspekte des Noctua NH-D14 SE 2011:

  • hochwertige Verarbeitung
  • umfangreiches Zubehör
  • einfache Montage
  • sehr leise und performante Lüfter
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Negative Aspekte des Noctua NH-D14 SE 2011:

  • Leistung reicht nicht ganz für Platz 1 auf dem Treppchen

 

Phanteks PH-TC14PE

Betrachtet man nur die Leistungswerte, so ist der Phanteks PH-TC14PE klar der Sieger dieses Round-ups. Er ist meist einige Grad kühler als seine beiden direkten Konkurrenten und zeigt eine nicht nur für Luftkühler sehr beeindruckende Performance, für die er schon im April 2012 mit unserem heiß begehrten Excellent Hardware Award ausgezeichnet wurde.

Doch schon das Zubehör wirkt nicht ganz so wertig wie bei seinem engsten Konkurrenten, dem Noctua NH-D14 SE 2011. Darüber hinaus fallen die beiliegenden Lüfter, die sonst leistungsmäßig einen sehr guten Eindruck machen, leider durch klackernde bzw. schleifende Nebengeräusche (insbesondere bei niedrigeren Drehzahlen) unangenehm auf. Auch die Montage macht bei Sockel LGA2011, welcher in unserem Test zum Einsatz kam, einen nicht ganz so guten Eindruck wie die der Konkurrenz. So ist die Leistung des PH-TC14PE zwar, trotz des nicht idealen Kontaktes zur CPU, immer noch unerreicht - doch bei weitem nicht so groß wie sie sein könnte bzw. nach einem kurzen Vergleich auf Sockel 1155 (dort wurde der Phanteks PH-TC14PE mit dem normalen Noctua NH-D14 verglichen) auch war.

Wer mit diesen kleinen Problemen leben kann, erhält mit dem Phanteks PH-TC14PE allerdings eine beeindruckende Kühlleistung, die es bisher bei Luftkühlern so nicht zu sehen gab. Außerdem bietet Phanteks mit den vielen verfügbaren Farbvarianten eine gute Möglichkeit zur farblichen Abstimmung des Kühlers mit den restlichen Komponenten im Gehäuse und somit die Möglichkeit zur Individualisierung des eigenen Rechners.

Dafür ist der Preis, zumindest für die von uns getestete schwarze Variante, mit 84,90 Euro aber auch relativ hoch angesetzt.

Gerade in Anbetracht des hohen Preises ist es sehr schade, dass Phanteks bei der Qualität des Zubehörs seit unserem letzten Test im Frühling 2012 nicht nachbessern konnte.

Somit gilt unsere Kaufempfehlung, für diesen bereits von uns ausgezeichneten Kühler, nach wie vor nur eingeschränkt.

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Positive Aspekte des Phanteks PH-TC14P:

  • sehr gute Leistung
  • umfangreiches Zubehör
  • relativ einfache Montage
  • Zwei beiliegende und performante 140mm Lüfter

Negative Aspekte des Phanteks PH-TC14P:

  • etwas teuer
  • kleine Probleme bei Sockel 2011 Montagekit
  • Serienlüfter mit leicht störenden Nebengeräuschen

 

EKL Alpenföhn K2

Kommen wir nun zum letzten Kühler im Bunde, dem EKL Alpenföhn K2. Dieser fällt zunächst durch seine interessante Formensprache auf, kann in puncto Verarbeitung und Leistung allerdings nicht mehr ganz so interessant mit seinen beiden, zugegebenermaßen auch sehr starken, Konkurrenten mithalten.

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Dabei darf man aber auch den mit 59,90 Euro deutlich niedriger angesetzten Preis nicht aus den Augen verlieren. Gemessen an diesem Preis gehen Lieferumfang, Verarbeitung und auch die Kühlleistung voll in Ordnung – letztendlich schafft es auch der EKL Alpenföhn K2 noch spielend unseren Intel Xeon E5 2678W sowohl passiv als auch im stark übertakteten Zustand ausreichend zu kühlen.

Allerdings müssen neben der Leistung auch noch ein paar andere Abstriche gemacht werden. So ist die Montage nicht ganz so bequem wie bei den beiden Konkurrenten, da weder die Mountingbrücke am Kühlkörper noch die Klammern an den Lüftern befestigt werden können. So ist beim Einbau des Kühlers, gerade wenn dieser in einen relativen engen Midi Tower eingebaut werden soll, ohne das Mainboard zuvor zu entfernen, etwas Geduld und Fingerspitzengefühl erforderlich.

Erfreulicherweise arbeiten dafür die Lüfter auf einem hohen Niveau und frei von jeglichen Neben- oder Störgeräuschen.

Positive Aspekte des EKL Alpenföhn K2:

  • umfangreiches Zubehör
  • leise und performante Lüfter
  • günstiger Preis

Negative Aspekte des EKL Alpenföhn K2:

  • Montage mit ein paar Tücken
  • Leistung fällt etwas ab