Temperaturen
Idle / Last
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Ob Intel Core i5-14400K oder Sparkle Arc A380 Genie: Zu Temperatur-Problemen kommt es bei diesen Komponenten im ECS Liva P500 H610 während unserer Tests nicht. Im Gegenteil: Die beiden Hauptkomponenten behalten einen äußerst kühlen Kopf. Die Raptor-Lake-CPU erreichte bei kurzzeitigen Spitzenlasten bis zu 68 °C, ehe sich diese dann mit abgesenkten PL-Werten bei 59 °C einpendelten. Die Grafikkarte arbeitete die meiste Zeit bei 59 °C, der Temperaturfühler für das Mainboard misste 60 °C. Unsere SSD blieb mit 45 °C die kühlste Komponente, wurde für diese Tests aber auch nicht wirklich unter Last gesetzt.
Im normalen Office-Betrieb, wenn Hardware und Kühlung weniger stark gefordert sind, sinken die Temperaturen deutlich. Dann erreichen Prozessor und Grafikkarte gerade einmal 31 und 33 °C, gefolgt vom Mainboard und der SSD mit 36, bzw. 42 °C. Das beweist: Aktuelle Desktop-Hardware lässt sich problemlos in einem kompakten 5-Liter-Gehäuse betreiben.
Leistungsaufnahme
Idle / Last
Leistungsaufnahme
Idle / Last
Bereits im normalen 2D-Betrieb zieht unsere Testhardware im ECS Liva P500 H610 ca. 39 W aus der Steckdose, was deutlich über den Werten eines aktuellen Mini-PCs der High-End-Klasse liegt, insgesamt aber noch sparsamer als klassische Gaming-Systeme wie der von Memory PC ist. Werden Grafikkarte und Prozessor voll belastet, steigt der Energiehunger auf knapp über 175 W an. Bei wechselhaften Teillasten sind etwa 150 W drin.
Der Prozessor macht sich mit einer TDP von bis zu 90 W ans Werk und pendelt sich bei etwa 54 W ein. Die Grafikkarte erreicht im Spielebetrieb 43,2 W. Das sind für ein Desktopsystem zwar keine schlechten Werte, gegenüber einem Mini-PC der High-End-Klasse, welcher in etwa die gleiche Spieleperformance erreicht, fällt der Stromhunger jedoch gut doppelt so hoch aus.
Zum Vergleich: Das Gigabyte Brix GB-BRU7-255H mit Intel Core Ultra 7 255H gibt sich mit nur 60 W zufrieden, der Geekom A9 Max bleibt immerhin knapp unter der 100-W-Marke.
Lautstärke
Gesamtsystem
Lautstärke
Bei der Lautstärke offenbart sich leider die nächste negative Überraschung: Die Lüftersteuerung des ECS Liva P500 H610 ist sehr unruhig abgestimmt und kann gerade unter Last ordentlich aufdrehen.
Im Test erreichte das System mit unseren Beispielkomponenten 58,3 dB(A), was über den meisten High-End-Gaming-Laptops liegt und damit eigentlich viel zu laut ist. In regelmäßigen Abschnitten drehte die Kühlung für ein paar Sekunden sogar noch deutlicher auf und erreichte bis zu 61,6 dB(A), was dann unerträglich laut ist.
Immerhin: Bei wechselhaften Teillasten agiert die Kühlung mit 45,2 dB(A) ein gutes Stück laufruhiger, kann aber auch in dieser Disziplin kurzzeitig höhere Werte erreichen, wenn die Kühlung meint, kurzzeitig mehr Gas geben zu müssen. Hier kann mit einer eigenen Lüfterkurve und einer manuellen Steuerung sicherlich noch einiges herausgeholt werden.
Im normalen Office-Betrieb agiert die Kühlung überwiegend bei 39,9 dB(A), zeitweise bei knapp über 40,2 dB(A) und liegt damit in etwa auf dem Niveau eines klassischen Mini-PCs. In Sachen Lautstärke ist der ECS Liva P500 H610 leider eine Enttäuschung.