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CML-S: Warten auf die CPUs bei Intel – B550-Chipsatz von AMD erst zur Computex

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amd-x570Neben den offiziellen Neuvorstellungen diverser Hersteller gibt es auch viele Gespräche hinter den Kulissen. Daraus ergeben sich meist die interessantesten Geschichten, wenngleich man dabei immer hinterfragen muss, warum nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen.

So gibt es einiges zu den Desktop-Produkten zu berichten, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen werden. Während AMD zumindest in gewissen Teilen Neuigkeiten für den Desktop-Nutzer hatte (siehe Ryzen Threadripper 3990X mit 64 Kernen und Radeon RX 5600 XT), konzentrierte sich Intel vollständig auf das Notebook-Geschäft (siehe Vorschau auf Tiger Lake und DG1 sowie Comet Lake-H). Kein Wort verloren hat man über die zu erwartenden Comet-Lake-S-Prozessoren mit bis zu zehn Kernen.

Dabei sind die Comet-Lake-Prozessoren bereits seit einigen Monaten am Markt, allerdings nur als Comet Lake-U- und Comet Lake-Y für Notebooks und wie gesagt in Kürze als Comet Lake-H mit acht Kernen auch in einer High-End-Variante. Acht Kerne mit einem Takt von mehr als 5 GHz sollen AMDs Ryzen-4000-H-Serie ausstechen.

Für den Desktop vorgesehen sind bis zu zehn Kerne auf einer neuen Plattform und eben hier gibt es einige neue Informationen.

Z490-Mainboards sind fertig – doch Probleme bei den Prozessoren

Uns und auch den Kollegen von Computerbase sind einige Informationen von den Mainboardherstellern zugetragen worden. Diese haben ihre Mainboards mit Chipsätzen der 400er-Serie weitestgehend fertig entwickelt und wären bereit, diese auf den Markt zu bringen. Doch offenbar gibt es Probleme bei den Prozessoren und hier vor allem der Leistungsaufnahme.

Für den Termin der Einführung waren bereits sämtliche Monate des Frühjahrs bis Frühsommers im Gespräch. Derzeit sieht es so aus, als würde es noch bis mindestens April dauern, bis wir Z490-Mainboards für Comet Lake-S sehen werden. Während die Modelle mit vier bis acht Kerne keine größeren Probleme machen sollen, scheint der Core i9-10900K mit zehn Kernen und einem Boost-Takt von bis zu 5,3 GHz noch etwas zu stromhungrig zu sein. Bis zu 300 W soll sich dieser in der Spitze genehmigen, was auch nicht weiter verwundert, denn auch ein Core i9-9900KS (Test) kommt bereits auf 220 - 250 W.

Auch wenn Intel die Fertigung in 14 nm inzwischen mehrfach verbessert und immer weiter optimiert hat, kommt man wohl so langsam an die Grenzen dieser Optimierungen. Zehn Skylake-Kerne mit einem All-Core-Turbo von 4,8 GHz sowie bis zu 5,3 im Turbo-Boost scheinen nun hart an dieser Grenze zu sein.

Somit müssen wir weiterhin abwarten, wann Intels Desktop-Flaggschiffserie für 2020 starten wird.

Günstige B550-Mainboards wohl auch erst zur Computex

Wenngleich AMD mit einigen Neuigkeiten aufwarten konnte, so fehlt noch immer jedes Lebenszeichen zu den günstigeren Mainboards mit B550-Chipsatz. Gerüchte dazu gibt es schon seit Monaten, aber auch auf der CES gab es wenig Konkretes. Auch hier gibt es hinter vorgehaltener Hand aber ein paar Informationen:

So wird es vor der Computex 2020, die am 2. Juni beginnt, keine Mainboards mit B550-Chipsatz geben – sollten die Informationen denn stimmen. ASMedia soll im ersten Quartal mit der Fertigung des Chipsatzes beginnen. Demnach kann es vor der Computex auch keine Mainboards geben. Dann wäre es auch denkbar, dass die B550-Mainboards zusammen mit den Renoir-Prozessoren für den Desktop starten. Bisher hat AMD nur die Notebook-Modelle vorgestellt.

Noch viele Fragezeichen gibt es bei den technischen Daten zum B550-Chipsatz. AMD dürfte das Angebot an USB- und Netzwerk/WLAN-Anschlüssen etc. im Vergleich zum B450-Chipsatz ausbauen wollen. Ob aber auch PCI-Express 4.0 unterstützt wird, bleibt offen. Zumindest die Anbindung zwischen dem Chipsatz und dem Prozessor könnte über PCI-Express 4.0 erfolgen.

Auch hier heißt es also erst einmal abwarten.

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