> > > > AMD mit Zen 3 und Zen 4 im Plan – Navi und Rome im 3. Quartal (Update)

AMD mit Zen 3 und Zen 4 im Plan – Navi und Rome im 3. Quartal (Update)

Veröffentlicht am: von

amd-romeIm Rahmen der Bekanntgabe der neusten Quartalszahlen hat AMD auch die Präsentation für aktuelle und mögliche Investoren erneuert. Diese enthält einige interessante Details.

Während die dritte Generation der Ryzen-Threadripper-Prozessoren in der März-Version der Präsentation noch enthalten war, nennt AMD diese in der Mai-Version (PDF) nicht mehr. Allerdings überspring AMD die Nennung nicht einfach, sondern blendet im Falle der aktuellen Präsentation bei den Ryzen-Prozessoren der dritten Generation, die Mitte 2019 erscheinen sollen, einfach den weiteren Ausblick auf 2019 aus. Dies muss also nicht bedeuten, dass AMD die dritte Generation der Ryzen-Threadripper-Prozessoren einfach gestrichen hat.

Die EPYC-Prozessoren der zweiten Generation alias Rome werden laut AMD für das dritte Quartal 2019 erwartet. So richtig festlegen will sich das Unternehmen hier aber offenbar nicht. Einmal mehr betont man die Vorteile durch die Fertigung in 7 nm, das flexible Chiplet-Design und den Leistungsvorteil für Single-Socket-Systeme mit den bis zu 64 Kernen, die ein EPYC 7602 bieten wird.

Außerdem gibt AMD einen Ausblick auf die Entwicklung der weiteren Zen-Generationen. Alle Neuheiten, die in diesem Jahr im Bereich der Prozessoren auf den Markt kommen werden, basieren auf der Zen-2-Architektur. Die Entwicklung der Zen-3-Architektur befindet sich laut AMD "On Track". AMD befindet sich hier also innerhalb der eigenen Zielvorgaben – was auch immer das bedeutet. Die Zen-4-Architektur soll sich derzeit in der Design-Phase befinden.

Für die nächste EPYC-Generation bestätigt AMD ebenfalls die unter Milan geführte Entwicklung auf Basis der Zen-3-Architektur in der 7nm+-Fertigung.

Für die GPU-Architekturen gibt es ebenfalls einen Ausblick. Die Grafikkarten auf Basis der Navi-Architektur werden im dritten Quartal erwartet. Dies hat Dr. Lisa Su im Rahmen der Bekanntgaben der Quartalszahlen noch einmal bestätigt. Hinsichtlich der preislichen Ausrichtung sollen sich die Karte unterhalb der Radeon VII bewegen. Zur Leistung will man jedoch noch nichts verraten.

Bei den GPUs ist AMDs Ausblick noch etwas wage. So ist Navi in 7 nm für 2019 geplant und Ende 2019 oder Anfang 2020 soll eine "Next-Gen"-Architektur erscheinen, die in 7nm+ gefertigt wird. Die von AMD gewählte Darstellung des Zeitstrahls lässt tatsächlich vermuten, dass es hier bald weitere Neuigkeiten gibt.

Darüber hinaus zeigt eine weitere Folie die Ambitionen im Datacenter-Bereich für die GPUs und hier auffällig ist die Nennung eines Cloud-Gaming-Dienstes, der die Navi-Architektur in 7 nm verwendet und ab dem dritten Quartal zum Einsatz kommen soll. Hier kann eigentlich nur Google Stadia gemeint sein.

Allerdings erwähnte Google den Einsatz von HBM2-Speicher und es macht eher den Anschein als käme hier die aktuelle Radeon-Instinct-Generation zum Einsatz. Navi wird aber wohl keinen HBM2- und stattdessen eher GDDR6-Speicher einsetzen – wenn man den Leaks und Bildern des ersten PCB-Designs Glauben schenken möchte.

Update:

Über das Wochenende entbrannte bei bei uns im Forum aber auch in den Kommentarspalten diverser anderen Seiten eine Diskussion über das Fehlen der Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 3. Generation in der neusten Präsentation von AMD. Wir wollen dies aber noch einmal etwas einordnen.

In der Investoren-Präsentation fehlen unter dem Punkt "2019 AMD Client Lineup" alle Einträge, die noch im März diesen Jahres auf die Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 3. Generation verwiesen haben. AMD nennt in der aktuellen Version der Präsentation nach den Ryzen-Desktop-Prozessoren der 3. Generation einfach keinerlei weitere Produkte. Dies muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass es keine Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 3. Generation in diesem Jahr geben wird. Diese könnten einfach später erscheinen und liegen zunächst einmal nicht im Fokus von AMD.

Auf einen Unterschied zur Positionierung im Vergleich zur Vergangenheit wollen wir aber hinweisen: Die Ryzen-Threadripper- und EPYC-Prozessoren der 1. Generation basierten zwar auf dem gleichen Chip, verwendeten aber unterschiedliche Steppings. Die Ryzen-Threadripper-Prozessoren verwendeten das B1-Stepping, während die EPYC-Prozessoren bis heute das neuere B2-Stepping verwenden. Das Gegenstück der Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 2. Generation mit Zen+-Architektur gab es bei den EPYC-Prozessoren nicht. Erst mit der Zen-2-Architektur sind die Workstation- und Server-Prozessoren wieder auf gleichem (architektonischen) Stand. Ob auch hier wieder unterschiedliche Steppings verwendet werden, ist aktuell nicht bekannt.

Bisher hat AMD nach eigener Aussage immer die besten Chips für die Ryzen-Threadripper-Prozessoren verwendet. Für diese und die EPYC-Prozessoren wird AMD sicherlich eine Gewichtung vornehmen müssen und in diesem Jahr scheint klar die Serversparte im Fokus zu stehen. Insofern wäre es nicht verwunderlich, wenn sich AMD zunächst einmal auf den Servermarkt konzentriert, zumal mehr als 32 Kerne selbst für eine Worktstation nur noch schwer zu rechtfertigen sind. Die Anzahl der Anwendungen, die von derart vielen Kernen profitieren, lassen sich in der Praxis mit einer Hand abzählen. Dies hat auch unser Test des Intel Xeon W-3175X mit 28 Kernen gezeigt.

Wir werden einfach abwarten müssen ob und wann sich AMD zu den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der 3. Generation äußert.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (107)

#98
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17899
Zitat DonL;26936060
Wie immer bei AMD, überfordern dich die Fakten, die du ständig negieren musst, aus unerfindlichen Gründen!
Das Bild zeigt den I/O Chip und rechts und links je ein Chiplet, ohne etwas darüber auszusagen wie dies angebunden ist und es werden im realen Produkt bis zu 4 Chiplets pro Seite vorhanden sein, wie diese konkret angebunden werden, kann man dem Bild also nicht entnehmen. Ich würde auch vermuten, dass jedes eine Verbindung zum I/O Chip hat, aber es gab hier auch Leute die behaupten, jedes hätte auch noch eine direkt Verbindung zu jedem anderen Chiplet, was ich mir nicht vorstellen kann oder es wären zwei Anbindungen der IF pro Chiplet vorhanden und die äußeren wäre über die inneren angebunden, weshalb die so angeordnet sind, wie sie eben auf der Platine angeordnet sind. Ich weiß auch nicht welcher der Theorien stimmt, aber für das Thema UMA oder NUMA ist dies auch total egal, da der RAM Controller eben im I/O Chip steckt und es nur einen RAM Controller gibt.

Zitat Shevchen;26936168
könnte auch der I/O Die den L3 Cache managen, womit dann die L3 Elemente über einen kurzen Handgriff virtuell noch auf dem I/O-Die liegen
Die würde aber die Bandbreite der IF Verbindung extrem auslasten, wenn dann 8 Kerner für jeden Zugriff auf den L3 Cache des eigenen CCX auch eine Kommunikation über die IF führen müssten.
#99
customavatars/avatar287074_1.gif
Registriert seit: 29.08.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1458
Was du glaubst kann ich natürlich nicht beeinflussen.

Es ist aber so, allein die ganzen PHYs sind kaum shrinkbar, die sind in 7nm also nicht viel kleiner als in 14nm.

[COLOR="red"]- - - Updated - - -[/COLOR]

Zitat
Das Bild zeigt den I/O Chip und rechts und links je ein Chiplet, ohne etwas darüber auszusagen wie dies angebunden ist und es werden im realen Produkt bis zu 4 Chiplets pro Seite vorhanden sein, wie diese konkret angebunden werden, kann man dem Bild also nicht entnehmen.

Also das Bild ist echt eindeutig, es gibt 8 IF-Links.

Was genau ist daran bitte nicht zu verstehen oder warum willst du schon wieder eine laut mir mögliche Schwachstelle breittreten?
#100
customavatars/avatar89889_1.gif
Registriert seit: 19.04.2008
PorscheTown
Vizeadmiral
Beiträge: 7258
Zitat DonL;26936790
Sorry,

aber das kann ich nicht wirklich glauben!

Zen1 (Ryzen Die)
Google-Ergebnis für https://hardforum.com/proxy.php?image=http%3A%2F%2Fcdn.wccftech.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2017%2F03%2FAMD-Ryzen-7-Delid-840x516.pnghash=466db21f3773dd6e045118f1dc0c3cb9

Zen2 (Ryzen Die)
Google-Ergebnis für https://www.pcper.com/files/imagecache/article_max_width/news/2019-02-19/AMD%20Ryzen%203000%207nm%20CPU%20and%2014nm%20IO%20die.png

Im ersten Die ist in 14nm alles Drinne, Rechenkerne, Cache, Ram Controller, Inf und I/O, der neue I/O in 14nm hat über den Daumen gepeilt 2/3 der Größe des Zen1 Dies und dort soll nur I/O, Ram Controller und wohl die Inf untergebraucht sein, während die Rechenkerne samt dem gesammten Cache auf dem Chiplet sitzen. Von der Größe passt das m.M. nach nicht.

Du darfst nicht vergessen, dass nun auch ECC Mode ohne ECC RAM Möglich ist, das wird nun auch alles direct im RAM Controller verbaut sein.
Das wären bei 4 Module 4 Speicher IC zusätzlich.

Die Infinity Fabric wird auch bestimmt nicht kleiner (mehr Querverbindungen um Signallaufzeiten gering zu halten)
#101
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17899
Die ECC Funktion ist immer direkt im RAM Controller, die ECC RAM Riegel unterscheiden sich von den normalen Riegel nur in der Datenbreite, da haben die ECC Riegel 72 Bit (bei DDR5 dann sogar 80), während die RAM Riegel ohne ECC nur 64 Bit Datenbreite haben. Diese zusätzlichen Bits sind eben für den ECC Code, eben damit man trotzdem die gleiche Nettokapazität hat. Dies wird wohl beim dem (gerüchteweise) vorhandenen ECC Modus ohne ECC Riegel wohl geringer sein, sprich, da muss man dann die für ECC unerlässliche Redundanz der Daten von der Nettokapazität abziehen müssen. Wenn man bei 8 Bit ECC bleibt, wären von den 64 Bit pro Riegel also nur 56 Bit wirklich Daten und wenn man dann 32GB RAM verbaut hat, könnte man davon eben nur 28GB nutzen. Dies dürfte oft immer noch billiger sein als eben die ECC Riegel zu kaufen, zumal es die auch nur mit moderaten Taktraten gibt. Außerdem bleibt dann letztlich jedem selbst überlassen ob es mehr Sicherheit oder mehr Kapazität möchte.

Das man bei DDR5 ECC Riegel auf 64 Datenbits sogar zusätzlich 16 Bits für ECC statt der bisher üblichen 8 Bit einplant, dürfte aber ein klarer Hinweis darauf sein, dass dort die Fehlerwahrscheinlichkeit gestiegen ist, sonst würde man dies nicht machen.
#102
customavatars/avatar269623_1.gif
Registriert seit: 02.05.2017

Admiral
Beiträge: 10998
RX600 Serie könnte neben Navi kommen;
AMD Readies Radeon RX 640, an RX 550X Re-brand | TechPowerUp

Man kann nur hoffen, dass dies nur für das Einstigssegment gilt.
#103
customavatars/avatar287074_1.gif
Registriert seit: 29.08.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1458
Finde das gut, dann hört der Schwachsinn auf, daß Navi Polaris komplett ersetzen wird;)

Eine 7nm GPU ist für den unteren Preisbereich noch zu teuer!
#104
Registriert seit: 14.08.2014
Serverraum
Leutnant zur See
Beiträge: 1077
56bit Nutzdatenbreite? Hmm. Sowas macht doch eigentlich keinen Sinn da mutmasslich langsam im Zugriff.
#105
customavatars/avatar287074_1.gif
Registriert seit: 29.08.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1458
Zitat Trambahner;26946003
56bit Nutzdatenbreite? Hmm. Sowas macht doch eigentlich keinen Sinn da mutmasslich langsam im Zugriff.

Also ich gehe mal davon aus, daß du absolut nicht verstanden hast was Holt geschrieben hat!
#106
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17899
Zitat Trambahner;26946003
56bit Nutzdatenbreite? Hmm. Sowas macht doch eigentlich keinen Sinn da mutmasslich langsam im Zugriff.
Ja die RAM Bandbreite wäre dann entsprechend um 1/8 geringer, aber anderes kann man einfach keine ECC Funktion ohne die zusätzlichen Bits der ECC RAM Riegel realisieren. Eine Fehlerkennung erfordert nun einmal eine Redundanz und eine Fehlerkorrektur erst recht. Damit Bandbreite und RAM Kapazität nicht leiden, haben die ECC Riegel ja eben mehr als 64 Bit Datenbreite, nämlich 72 und bei DDR5 dann wohl 80Bit, wobei eben die zusätzlichen Bit für die Redundanz sind und man könnte theoretisch diese Bits auch für Daten nutzen und hätte dann mehr Bandbreite und auch mehr RAM Kapazität.

Wie weit die Latenz bei Zugriffen zunimmt, hängt vom RAM Controller ab, aber normalerweise ist dies vernachlässigbar. Bei RDIMM ist die Latenz höher, dies liegt aber am Register Chip auf dem RAM Riegel.
#107
customavatars/avatar269623_1.gif
Registriert seit: 02.05.2017

Admiral
Beiträge: 10998
Frühe Antwort von Nvidia mit 2070ti gegen Navi erscheint möglich:
VideoCardz.com auf Twitter:
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Intel Core i9-9900K im Test: Acht Kerne mit Luxuszuschlag

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_CORE_I9-9900K

    Nach monatelangen Spekulationen und zahlreichen durchgesickerten Informationen hat Intel vor knapp zwei Wochen seine neunte Generation der Core-Prozessoren vorgestellt. Ins Rennen werden mit dem Core i5-9600K, Core i7-9700K und Core i9-9900K zunächst drei Modelle geschickt, die nicht nur... [mehr]

  • AMD Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Mit Vollgas an Intel vorbei

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_THREADRIPPER_2950X

    Pünktlich zum ersten Geburtstag startet AMD den Ryzen-Threadripper-Generationswechsel. Und wie schon im Frühjahr beim Sprung von Ryzen 1 zu Ryzen 2 vertraut man auf zwei Dinge: mehr Kerne und einen geringeren Preis. Beide sollen dabei helfen, dem Dauerrivalen Intel im... [mehr]

  • Intel mit eigenen Benchmarks zum i9-9900K, i9-9980XE und i9-9900X (5. Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Am gestrigen Nachmittag präsentierte Intel die kommenden Produktlinien bei den Desktop-Prozessoren. Besonders interessant sind dabei natürlich die Core-Prozessoren der 9. Generation, die mit dem Core i9-9900K nun auch ein Modell mit acht Kernen und 16 Threads beinhalten. Im November wird es... [mehr]

  • AMD soll Ryzen 7 2800X mit 10 Kernen in Vorbereitung haben

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_TEASER_100

    Auf der spanischen Seite El chapuzas Informatico ist ein Bild aufgetaucht, welches die Cinebench-Ergebnisse eines Ryzen 7 2800X zeigen soll. Derzeit lässt sich die Echtheit des Screenshots nicht bestätigen und bisher sind auch noch keine weiteren Informationen zu einem Ryzen 7 2800X... [mehr]

  • AMD Ryzen 3000: Acht Zen-2-Kerne mit PCIe 4.0 ab Mitte 2019

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN3000-CES19

    Neben der Vorstellung der Radeon Vega 7 als erste Gaming-GPU aus der 7-nm-Fertigung hat AMD eine Vorschau auf die Ryzen-Prozessoren der 3000er-Serie gegeben. Die als Matisse geführten Desktop-Prozessoren werden im Sockel AM4 Platz finden, basieren aber auf der neuen Zen-2-Architektur und bieten... [mehr]

  • Intel Coffee Lake Refresh: Overclocking-Check

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_CORE_I9-9900K

    Nach dem Start der neuen Generation der Intel-Core-Prozessoren stellt sich die Frage, wie es um die Overclocking-Eigenschaften bestellt ist. Erste Ergebnisse lieferte bereits der Test des Core i9-9900K. Doch wie schon in den vergangenen Jahren soll ein umfangreicher Check zeigen, an welchen... [mehr]