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Das sind die Testergebnisse zum Lesertest mit Seagate und Synology

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Ende März starteten wir in Zusammenarbeit mit Synology und Seagate für Hobby-Fotografen und Profis einen Lesertest der besonderen Art. Gesucht wurden drei Tester, die ein NAS-Set – bestehend aus NAS und Festplatten – bei sich zu Hause oder im Büro als zentralen Datenspeicher für ihre Fotos über die integrierte Photo Station ausprobieren wollten. Wir werfen heute einen Blick auf die Testergebnisse.

Kommen wir zunächst zum NAS: Während die günstigeren Modelle von Synology meist auf einen Marvell-SoC setzen, kommt in der DS216+II ein Intel Celeron N3050 zum Einsatz, dessen zwei Rechenkerne sich mit einem Basistakt von 1,6 GHz ans Werk machen und im Turbo Geschwindigkeiten von bis zu 2,16 GHz erreichen. Damit lassen sich natürlich nicht nur Fotos für die Photo Station schnell verarbeiten, sondern auch 4K-Videos in Echtzeit transkodieren. Obendrein unterstützt der Prozessor die Hardware-Verschlüsselung AES-NI, womit die Daten auch sicher verschlüsselt auf dem Netzwerkspeicher abgelegt werden. Dazu gibt es einen 1 GB großen Arbeitsspeicher. Externe Laufwerke lassen über eSATA einbinden, drei USB-Schnittstellen nach 3.0-Standard stehen der kleinen Box ebenfalls zur Verfügung.

Intern nimmt das 2-Bay-NAS zwei Festplatten im 3,5-Zoll-Format auf, die über SATA angebunden werden und sich in verschiedenen RAID-Modi zusammenschalten lassen. Unterstützt werden unter anderem RAID 0 und 1 sowie JBOD und das hauseigene Synology-Hybrid. Beim Dateisystem unterstützt die DS216+II außerdem das mit DSM 6.0 eingeführte Btrfs-System. Über Adapter lassen sich natürlich aber auch kleinere 2,5-Zoll-Laufwerke verbauen. In einer RAID-1-Konfiguration soll das Synology DS216+II damit eine durchschnittliche Lese- und Schreibrate von 111 MB/s erreichen, verschlüsselt sollen es 109 bis 113 MB/s sein. Ob diese Werte in der Praxis erreicht werden, gilt es von den drei Testern herauszufinden. Genau wie die Leistungsaufnahme, welche von Synology mit etwa 7,4 bis 17,4 W angegeben wird. Mit Strom versorgt wird das System über ein externes 60-W-Netzteil. Gekühlt wird die Hardware über einen 92-mm-Lüfter. All das bringt man in einem 165,0 x 108,0 x 233,2 mm kompakten Gehäuse unter.

Beim Betriebssystem setzt Synology natürlich auf seinen hauseigenen DiskStation Manager (DSM), welcher erst kürzlich auf Version 6.1 aktualisiert wurde. Das System ermöglicht nicht nur eine schnelle Einrichtung samt einer einfachen Nutzerverwaltung, sondern stellt auch viele unterschiedliche Pakete zur Verfügung. Möglich sind unter anderem einfache Backups von Windows und macOS, ein eigener VPN- und FTP-Server, aber auch das Hosten von IP-Kameras. Hier kann die Synology DS216+II bis zu 25 Kameras über das Netzwerk ansteuern.

Für unsere drei Tester besonders wichtig war natürlich die Photo Station, worüber sich ausgewählte Fotos und Alben übersichtlich, schnell und optisch ansprechend mit Kunden, Freunden und Bekannten teilen lassen.

In unserem Preisvergleich wechselt die Synology DS216+II derzeit für etwa 310 Euro ihren Besitzer.

Nun zu den Festplatten: Unsere drei Lesertester bekamen jeweils zwei 2-TB-Festplatten der IronWolf-Familie von Seagate mit dazu. Die 3,5-Zoll-Laufwerke wurden speziell für den Betrieb in NAS-Systemen entwickelt und erlaubten damit den Dauerbetrieb und sollen obendrein sehr sparsam arbeiten. Die 2-TB-Festplatte ist in unserem Preisvergleich derzeit ab etwa 84 Euro das Stück zu haben. Kleine Randnotiz: Seit dem Update auf DSM-Version 6.1 ist auch das Health-Management-Tool für die IronWolf-Festplatten exklusiv integriert, mit Hilfe dessen sich verschiedene Parameter der Laufwerke auslesen und überwachen lassen.

Drei Hardwareluxx-Leser und Community-Mitglieder durften die Synology DS216+II sowie die beiden Festplatten mit Fokus als zentraler Bildspeicher bei sich zu Hause kostenlos auf den Prüfstand stellen.

Das sind die Testergebnisse

Sowohl bei "T8Force", "CompuChecker" wie auch bei "phoenix2020" kommen das Synology DS216+ II und die beiden Seagate-Festplatten sehr gut weg. Die Fotodatenbank von "T8Force", welche rund 35.000 Bilder im JPG- und RAW-Format umfasst, war mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 MB/s über Gigabit-Ethernet schnell geschafft. Die anschließe Konvertierung der Daten dauerte rund 48 Stunden. Durch sie werden drei verschiedene Größen der Bilder angefertigt, um eine optimale Darstellung bei unterschiedlich auflösenden Endgeräten zu gewährleisten. Bei "CompuCheker", der für seinen Test auch gleich ein 17-minütiges Video drehte und seine Screenshots stets mit ausführlichen Beschreibungstexten und Anmerkungen versah, war die etwa 15.000 Bilder starke Fotosammlung schon nach knapp sieben Stunden konvertiert. Zum Vergleich: Auf seiner älteren Synology DS214se dauerte der Vorgang über 1,5 Wochen.

Allgemein stellte er zwar dank des Intel-SoCs eine gesteigerte Grundleistung sowie höhere Datenübertragungsraten beim Lesen fest, beim Schreiben hatte allerdings sein fast drei Jahres altes Vorgänger-NAS knapp die Nase vorn. Außerdem bemerkte er, dass der 1 GB große DDR3L-Arbeitsspeicher nicht ganz ausreichend ist. Bei vielen parallelen Aufgaben lagert das System Daten auf der langsameren Festplatte aus. Erst mit mehr RAM konnte er das Swaping unterbinden und die Performance weiter steigern. "CompuChecker" empfiehlt allen Nutzern, die ihre Synology DS216+ II mit mehreren Nutzern häufig mit parallelen Aufgaben füttern, zu einer Aufrüstung es Speichers, weist aber auch darauf hin, dass beim Upgrade die Garantie erlischt.

Die größte Fotosammlung hatte "phoenix2020", der gleich 60.000 Bilder auf den Netzwerk-Speicher schob. Die anschließende Konvertierung dauerte bei ihm ca. 30 Stunden. Während seiner Tests zog der Aufbau unter Last etwa 18 W aus der Steckdose, im Leerlauf waren es etwa 15 W. Etwas hoch empfand er die Leistungsaufnahme im Standby-Betrieb mit rund 0,5 W. Die Lautstärke ist seiner Meinung nach angenehm leise, die Einrichtung sehr einfach und schnell und die Qualität des Gehäuses gut.

Das Health-Management-Tool der IronWolf-Festplatten von Seagate konnte trotz aktueller DSM-Version keiner der Tester ausprobieren. Vielleicht wird dieses per Update noch nachgeliefert. Die Photo Station sieht "phoenix2020" als eine sinnvolle Erweiterung an. Fotos lassen sich zentral organisieren und über das Internet über mehrere Wege teilen. Für Fotografen empfiehlt er die Installation des Pakets.

"T8Force" teste außerdem die Videofunktionen mithilfe des Plex-Moduls. Hier stieß er zunächst auf das Problem, dass die Videos ruckelten. Seiner Meinung nach ist Plex sehr ressourcenhungrig, erst die Abschaltung der Transkodierung brachte Besserung. Für ihn sind die 2 TB Speicher jedoch nicht ausreichend, weshalb er die IronWolf-Festplatten kurzerhand gegen 8-TB-Modelle in Eigenregie erweitern möchte. Das NAS aber wird ihm ab sofort als täglicher Begleiter durch den Alltag dienen. "CompuChecker" hätte sich eine umfangreichere Lüftersteuerung gewünscht, um die Lautstärke vor allem im Idle-Betrieb weiter zu drücken. Außerdem fehlt ihm eine zweite Netzwerk-Schnittstelle.

Wir bedanken uns für die ausführlichen User-Reviews!

Zu den User-Reviews:

Ablauf:

  • Bewerbungsphase bis 9. April 2017
  • Auswahl der Bewerber + Versand: ab 10. April 2017
  • Testzeitraum bis 14. Mai 2017

Kleingedrucktes:

  • Mitarbeiter der Hardwareluxx Media GmbH und von Synology und Seagate sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen
  • Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch die Redaktion von Hardwareluxx
  • Ein Account im Hardwareluxx-Forum ist für die Teilnahme zwingend notwendig
  • Die Teilnehmer werden per PN benachrichtigt
  • Alle Testmuster verbleiben nach Veröffentlichung der Testberichte bei den Testern
  • Sollten die Testberichte nicht rechtzeitig online gestellt werden, behalten sich die Hersteller vor, den vollen Betrag in Rechnung zu stellen
  • Die Reviews verbleiben ausschließlich bei uns im Forum

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Kommentare (4)

#1
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Beiträge: 2138
Nur schade, dass das Health Management Tool von Seagate ab einer Festplattenkapazität von 4TB funtioniert. Ab 4TB Iron Wolf Festplatten ist der Shock Sensor verbaut und es geht das Health Management Tool.
Wäre schön gewesen wenn die Tester Festplatten ab 4TB bekommen hätten und sie den lesern das Health Management näher gebracht hätten.
#2
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Bootsmann
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Da sowohl CompuChecker wie auch ich die Festplatten bereits ausgetauscht haben und bei Seagate geblieben sind, wird sich da sicherlich etwas nachreichen lassen. Ich werde es für meinen Teil versuchen, dieses WE dafür Zeit zu nehmen.
Ferner habe ich mich von CompuChecker überzeugen lassen und habe ebenfalls den Arbeitsspeicher auf 8GB erweitert. Der Einfluss macht sich ebenfalls schon bei der einzelnen Bedienung im DSM bemerkbar. Alles läuft zackiger und somit kann ich der Empfehlung zum Austausch nur zustimmen.

Etwas verwundert bin ich über die Tatsache, dass die Konvertierung bei phoenix2020 mit 60.000 Bildern nur 30 Stunden gedauert hat. Erklärbar scheint es mir nur durch die Umstände, dass evt. Dateigröße und die unterschiedlichen Formate (jpg. und raw) Einfluss auf die Bearbeitungszeit haben.
#3
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Registriert seit: 14.01.2003
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Korvettenkapitän
Beiträge: 2138
Ich meinte nicht mit meinem Beitrag, dass ihr das nachreichen solltet! Es hätte vorher von Seagate oder Synology bedacht werden müssen und euch dementsprechend ausstatten sollen. Gerade mit dem Hintergrund, dass das Health Monitoring Tool ein ziemlich neues Feature ist und damit geworben wird.
#4
Registriert seit: 23.12.2013

Matrose
Beiträge: 13
Zitat DSL-Hexe;25677489
Es hätte vorher von Seagate oder Synology bedacht werden müssen und euch dementsprechend ausstatten sollen. Gerade mit dem Hintergrund, dass das Health Monitoring Tool ein ziemlich neues Feature ist und damit geworben wird.


Das fand ich auch etwas komisch. Eine der Aufgaben des Lesertests war ja das Ausprobieren des Health-Management-Tools.
Ich habe lange nach dem Health Management Tool gesucht, bevor ich schließlich herausgefunden habe, dass das mit den 2TB Ironwolf-Festplatten gar nicht geht.
Schade, hätte ich wirklich gerne getestet...


Zitat T8Force;25676182
Etwas verwundert bin ich über die Tatsache, dass die Konvertierung bei phoenix2020 mit 60.000 Bildern nur 30 Stunden gedauert hat. Erklärbar scheint es mir nur durch die Umstände, dass evt. Dateigröße und die unterschiedlichen Formate (jpg. und raw) Einfluss auf die Bearbeitungszeit haben.


Das waren bei mir meistens JPG-Dateien mit ca. 4-8 MB und CR2-Dateien mit 20-27MB.

Meine "60.000 Bilder in 30 Stunden" sind aber auch ähnlich zu den Ergebnissen von CompuCheker (15.000 Bilder in knapp sieben Stunden). Es scheint also wirklich auf das Format und die Größe der Bilder anzukommen (und natürlich ob die NAS noch anderweitig beschäftigt ist)
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