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NVIDIAs Turing-GPUs im Mining-Test

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geforcertx2080Der Elefant im Raum, den wir bislang noch ignoriert haben, ist die Mining-Leistung der neuen GeForce-RTX-Karten. Das Thema Mining ist bei den Grafikkarten hierzulande aus dem Fokus gerückt, da sich die Preise der Kryptowährungen deutlich unter dem Niveau von vor sechs bis neun Monaten befinden. Von mehr als 1.000 US-Dollar pro Ether sind wir bei Preisen von etwa 230 US-Dollar in jedem Fall weit entfernt.

Wir haben sowohl die GeForce RTX 2080 als auch die GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition mit dem Claymore Dual Ethereum GPU Miner v11.9 getestet. Die Version stammt aus dem Juli 2018 und ist daher noch nicht auf die Turing-Architektur angepasst. Der schnellere GDDR6-Speicher sollte aber durchaus einen Einfluss auf die Mining-Leistung haben.

Die GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition erreichte mit den Standardtaktraten eine Hashleistung von etwa 49 MH/s und verbrauchte dabei etwa 260 W. Die GeForce RTX 2080 Founders Edition erreichte fast 36 MH/s und verbrauchte dabei 230 W.

Diese Werte sind nicht besonders, denn mit optimierten Einstellungen erreicht eine Radeon RX Vega 64 41 MH/s, eine Radeon RX 580 bringt es im Takt und in den Timings optimiert auf 31 MH/s – verbraucht dabei vor allem noch keine 100 W.

Wir haben die GeForce RTX 2080 und GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition aber ebenfalls noch etwas optimiert und dazu beispielsweise das Power-Limit auf nur noch 75 % gesetzt. Weiterhin haben wir den Speicher auf 1.900 MHz übertaktet, denn dieser hat einen Einfluss auf die Hashleistung. Diese konnte für die GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition auf etwa 54 MH/s gesteigert werden, vor allem aber sank die Leistungsaufnahme um etwa 80 W auf nun nur noch 180 - 190 W. Bei der GeForce RTX 2080 Founders Edition erreichten wir mit dieser Maßnahme etwa 40 MH/s, die Leistungsaufnahme sank auf 150 bis 160 W.

Ethereum-Mining

Claymore 11.9

MH/s
Mehr ist besser

Bezieht man diese Werte in die Rechnung zur Profitabilität mit ein, wird schnell klar, dass zumindest zu Stromspreisen hierzulande mit den Karten kein Geld zu verdienen ist. In anderen Ländern mag dies anders aussehen, klar ist aber, dass die teuren GeForce-RTX-Karten keinerlei Anreize für Miner bieten, da ihr Anschaffungspreis wesentlich zu hoch ist. Mit etwas Ironie gesehen haben die hohen Preise am Ende so irgendwie auch so ihre Vorteile, denn Spieler müssen sich nicht mit den Minern um die Hardware prügeln, was weiter ansteigende Preise zur Folge hätte.