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NVIDIA GeForce GTX 1050 und GTX 1050 Ti Max-Q stehen in den Startlöchern

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NVIDIA Max-QIm Juni kündigte NVIDIA zur Computex 2017 die ersten Max-Q-Grafikkarten für Notebooks an. Dabei handelt es sich um besonders sparsame und effiziente Grafikchips, die vor allem kompaktere und leisere Gaming-Notebooks ermöglichen sollten. Trotz der gleichen Leistungsdaten sind sie nur etwa 10 bis 15 % langsamer als die regulären Modelle und ziehen dabei deutlich weniger Strom aus dem Akku bzw. dem Netzteil.

Bislang gab es das Max-Q-Design nur für die GeForce GTX 1080, die GeForce GTX 1070 und die GeForce GTX 1060. Mit dem ASUS ROG Zephyrus GX501, dem Gigabyte Aero 15X, dem MSI GS73VR 7RG Stealth Pro und dem HP Omen 15 konnten wir bereits die ersten Ableger ausführlich auf den Prüfstand stellen. Das Ergebnis ist durchaus beeindruckend, das Versprechen der nur geringfügig geringeren Performance bei gleichzeitiger Einsparung der Leistungsaufnahme ist beachtlich.

Obwohl man während seiner Keynote kaum ein Wort darüber verloren hatte, hat NVIDIA zur Consumer Electronics Show in Las Vegas nun noch einmal nachgelegt und auch eine Max-Q-Variante der GeForce GTX 1050 Ti und GeForce GTX 1050 angekündigt.

Geringerer Takt, geringere TGP

Wie schon bei den größeren Modellen, fallen die Leistungsdaten identisch zu den regulären Varianten aus, die NVIDIA vor knapp einem Jahr ins Notebook packte. Die Max-Q-Varianten der bislang kleinsten Pascal-Grafikkarten für Notebooks bauen ebenfalls auf der GP107-GPU auf, die im fortschrittlichen 14-nm-Prozess bei Samsung vom Band läuft und es auf etwa 3,3 Milliarden Transistoren bringt. 

Zur Verfügung stehen hier jeweils sechs bzw. fünf Streaming-Multiprozessoren, an denen jeweils 128 ALUs angeschlossen sind und somit 768 bzw. 640 Shader-Einheiten zur Verfügung stehen. Damit entspricht die GeForce GTX 1050 einer halben GeForce GTX 1060, wobei die Ti-Variante immerhin noch 512 Recheneinheiten weniger bietet. Zum Vergleich: Die GeForce GTX 1060 bringt es auf derer 1.280. 

Beim Speicherausbau gibt es zwischen beiden neuen Max-Q-Vertretern keinerlei Unterschiede. Sie setzen allesamt auf schnellen GDDR5-Speicher, der über ein 128 Bit breites Interface angeschlossen wird und sich mit einer Geschwindigkeit von 1.752 MHz ans Werk machen darf. Beide Modelle wird es mit bis zu 4 GB Speicher geben. 

Die Leistungsunterschiede zwischen Max-Q und den regulären Modellen sind vor allem durch die geringeren Taktraten bei den Grafikprozessoren zu begründen. Für die GeForce GTX 1050 Ti und GeForce GTX 1050 gibt NVIDIA einen Basis- und Boost-Takt von 1.493 bis 1.620 MHz respektive von 1.354 bis 1.493 MHz an. Die Max-Q-Modelle sollen hingegen nur 1.151 bis 1.417 bzw. 999 bis 1.328 MHz erreichen. 

Die maximale Total Graphics Power (TGP) aber sinkt kräftig. Für die beiden neuen Max-Q-Vertreter gibt NVIDIA lediglich noch 40 bis 46 und für die Non-Ti-Version sogar nur 34 bis 40 W an. Zum Vergleich: Bei den regulären Chips sind es 53 bis 64 W. Damit will NVIDIA die Effizienz der kleineren Max-Q-Modelle um gut 36 bis 45 % verbessern.

Gegenüberstellung der GPU-Modelle
Modell TGP Basis-Takt Boost-Takt Effizienzsteigerung
GeForce GTX 1080 150 W 1.556 MHz 1.733 MHz -
GeForce GTX 1080 Max-Q 90 - 110 W 1.101 - 1.290 MHz 1.278 - 1.468 MHz x1,5
GeForce GTX 1070 115 W 1.442 MHz 1.645 MHz -
GeForce GTX 1070 Max-Q 80 - 90 W 1.101 - 1.215 MHz 1.265 - 1.379 MHz x1,33
GeForce GTX 1060 80 W 1.404 MHz 1.670 MHz
GeForce GTX 1060 Max-Q 60 - 70 W 1.063 - 1.265 MHz 1.341 - 1.480 MHz x1,25
GeForce GTX 1050 Ti 64 W 1.493 MHz 1.620 MHz -
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q 40 - 46 W 999 - 1.189 MHz 1.139 - 1.328 MHz x1,45
GeForce GTX 1050 53 W 1.354 MHz 1.493 MHz -
GeForce GTX 1050 Max-Q 34 - 40 W 1.151 - 1.290 MHz 1.290 - 1.417 MHz x1,36

Eines der ersten Geräte, welches auf eine NVIDIA GeForce GTX 1050 (Ti) Max-Q setzen wird, ist das Lenovo Yoga 720S, welches einmal als 14- und einmal als 15-Zoll-Variante auf den Markt kommen wird. Wann es aber so weit sein wird, ist uns nicht bekannt.  

Eines aber ist sicher: In Verbindung mit einem neuen Kaby-Lake-Refresh-Prozessor machen die neuen Max-Q-Modelle den erst in der letzten Woche vorgestellten Kombi-Prozessoren mit Core-Prozessor und Vega-Grafik gehörig Konkurrenz. Ein Gespann aus GeForce GTX 1050 Max-Q und Intel Core i7-8550U wäre zumindest auf dem Papier sparsamer als der kleinste Kaby-Lake-G mit 65 W. Wir sind gespannt auf die ersten Vergleichstests!