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Quartalszahlen: Apple fängt sinkenden iPhone-Absatz durch andere Geschäftsfelder auf

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apple-logoApple hat am Dienstagabend nach US-Börsenschluss seine neuesten Quartalszahlen vorgelegt. Zwar ging der iPhone-Absatz, das wichtigste Standbein des Herstellers, weiter zurück, jedoch konnte der Konzern die Verluste durch andere Geschäftsfelder ausgleichen und die Erwartungen der Analysten am Ende sogar übertreffen. 

Demnach setzte der iPhone-Bauer im dritten Fiskal-Quartal, das am 30. Juni zu Ende ging, 53,809 Milliarden US-Dollar um und strich bei einer weiter starken Margin von etwa 20,3 % einen Nettogewinn in Höhe von 10,044 Milliarden US-Dollar ein. Damit konnte Apple seine Umsätze im Jahresvergleich zwar nur im einstelligen Prozentbereich steigern, die Überschüsse gingen allerdings um 13 % zurück. Aufgrund weiterer Aktienrückkäufe fiel der Gewinn je Aktie mit 2,18 US-Dollar jedoch besser aus als erwartet. 

Insgesamt nahmen die Anleger die Zahlen an der Börse gut auf. Im nachbörslichen Handel notierte der Papier zeitweise um mehr als fünf Prozent im Plus und lässt den Konzern damit wieder dem Börsenwert von einer Billion US-Dollar näher kommen, den das Unternehmen im August des vergangenen Jahres als erstes privatwirtschaftliches Unternehmen erreichte. 

Das iPhone steuerte zwar noch immer den Großteil zum Konzernumsatz bei, musste jedoch weiter Federn lassen. Brachte das Smartphone im dritten Fiskal-Quartal 2018 dem Konzern noch Umsätze in Höhe von fast 29,5 Milliarden US-Dollar ein, waren es in den letzten drei Monaten nur noch 25,986 Milliarden US-Dollar – ein Minus von über 13 %. Viel schlimmer: Erstmals seit Jahren erwirtschaftet das iPhone weniger als die Hälfte der Gesamterlöse Apples.

Die Verluste des iPhone-Geschäfts machen die anderen Geschäftsfelder wett. Die Verkaufszahlen der Mac-Familie zogen leicht an und kletterten auf rund 5,820 Milliarden US-Dollar und auch mit dem iPad verdiente man in Cupertino mit etwa 5,023 Milliarden US-Dollar ein wenig mehr als noch vor zwölf Monaten. Vor allem das Geschäft mit Wearables und Home and Accessories boomt. Hier konnte Apple ein starkes Wachstum von fast 48 % verzeichnen. Der Absatz von Apple Watch, AirPod und Co. kletterte im Jahresvergleich von 3,733 Milliarden auf nun 5,525 Milliarden US-Dollar. Das Dienstleistungs-Geschäft, zu dem unter anderem der iCloud-Dienst, Apple Music oder Apple Pay zählen, konnte ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Die Umsätze stiegen hier auf rund 11,455 Milliarden US-Dollar.

In den nächsten Monaten kommen mit Apple TV+ und News+ weitere Dienste hinzu, womit sich Apple auch in Zukunft weniger unabhängiger vom iPhone machen wird. Auch die erste eigene Kreditkarte wird im August – vorerst jedoch nur in Zusammenarbeit mit der Großbank Goldman Sachs in den USA – ausgegeben. 

Für das aktuell laufende Quartal rechnet Apple mit einem weiteren Umsatz-Anstieg auf etwa 61 bis 64 Milliarden US-Dollar.

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