Seite 13: Fazit

Die Änderungen mögen auf den ersten Blick zwar riesig sein, fallen nach genauem Hinsehen und den ersten Praxis-Tests jedoch deutlich geringer aus als angenommen. Denn während AMD bei seinen neuen Mattisse-CPUs auf die taufrische Zen-2-Architektur umgeschwenkt hat, ging es für die kleinen APUs nur auf Zen+, womit diese noch im 12-nm-Verfahren gefertigt werden und nicht schon im fortschrittlichen 7-nm-Prozess. Am Ende gibt es also nur eine kleine Takterhöhung für CPU und GPU sowie eine theoretisch geringere Leistungsaufnahme.

Bei Letzterer tut sich der AMD Ryzen 5 3400G jedoch schwer und landet nur in etwa auf dem Niveau eines AMD Ryzen 5 3600 oder eines der älteren Modelle der ersten Ryzen-Generation. Der Wechsel auf neue 7-nm-Technik im nächsten Jahr dürfte also einen deutlicheren Sprung mit sich bringen. Leistungsmäßig hat die APU für den Alltag genügend Leistung, wobei vor allem Multicore-Benchmarks wie das Rendering etwas langsamer vonstatten gehen. Eine schnelle Grafikkarte wie unsere GeForce RTX 2080 Ti wird jedoch ausgebremst, die integrierte Vega-11-Grafik reicht gerade einmal für ältere Spieletitel oder MOBA-Games. Aktuelle Grafikkracher können in Full HD und den höchsten Grafikeinstellung nicht gespielt werden, erst in den niedrigeren Qualitätsstufen werden spielbare Ergebnisse erzielt.

AMD Ryzen 5 3400G im Test
AMD Ryzen 5 3400G im Test
AMD Ryzen 5 3400G im Test
AMD Ryzen 5 3400G im Test
AMD Ryzen 5 3400G im Test
AMD Ryzen 5 3400G im Test
AMD Ryzen 5 3400G im Test
AMD Ryzen 5 3400G im Test

Wer damit leben kann, der kommt um die beiden APUs von AMD nicht herum. Intels Lösungen sind deutlich langsamer, mit einer kleinen Low-Profile-Grafikkarte braucht man deutlich mehr Platz und zahlt letztendlich etwas mehr für das Gesamtpaket. Preislich hat es aber auch der AMD Ryzen 5 3400G schwer: Er bietet nur geringfügig mehr als das Vorjahresmodell, kostet mit rund 145 Euro aber auch gut 30 % mehr.

Preise und Verfügbarkeit
AMD Ryzen 5 3400G
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.256,01 EUR