TEST

Razer Blade 16 Early 2023 im Test

Schneller und kleiner als 17 Zoll - Gehäuse, Tastatur und Touchpad

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Optisch hält sich Razer auch bei der neuesten Blade-Generation an sein wiedererkennbares Design und setzt auf ein Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das schwarz legiert wurde und sich vom grundlegenden Design an den MacBook-Geräten von Apple orientiert, jedoch kantiger und stellenweise auch etwas klobiger wirkt. Gegenüber der letztjährigen Generation wurden die Abmessungen leicht vergrößert und das Gewicht schwerer gemacht, um die dicke Kühlung und den kapazitätsstarken Akku für die Raptor-Lake- und Ada-Lovelace-Hardware unterbringen zu können. 

Das Razer Blade 16 Early 2023 kommt auf Abmessungen von 355 x 244 x 22 mm und stemmt rund 2,45 kg auf die Waage, was einem Gewichtsanstieg von ca. 300 g sowie einer etwa 5 mm dickeren Bauhöhe entspricht. Dafür bringt Razer im 15-Zoll-Format nun ein größeres Display unter, des gerade nach oben und unten hin mit teils deutlich dünneren Rändern positiv auffällt. 


Dicke Lufteinlässe sucht man trotz der potenten Hardware vergebens. Der Luftaustausch erfolgt ausschließlich über den Bereich zwischen Bildschirm und Basiseinheit sowie über die Unterseite, wo einige Lüftungsschlitze vorhanden sind, wo es allerdings keine Wartungsklappe gibt.

Für ein paar Farbakzente sorgen beim Razer Blade 16 wieder die USB-Ports. Die USB-A-Schnittstellen sind giftgrün eingefärbt, im Betrieb leuchtet die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur farbenfroh auf und selbst das typische Schlangenlogo auf dem Bildschirmdeckel wird im Betrieb wieder im typischen Grün beleuchtet. Unter der Tastatur gibt es zwei Aufkleber, die auf die THX-Lautsprecher und die Intel-CPU verweisen. Die meisten technischen Daten finden sich auf einem weiteren Aufkleber zwischen Tastatur und Bildschirm. 

Was die Verarbeitung und Stabilität anbelangt, so leistet Razer ganze Arbeit. Dank des Unibody-Gehäuses und der hochwertigen Materialwahl ist das Aluminium-Chassis äußerst stabil. Auf stärkeren Druck hin gibt lediglich die Wabenstruktur über den beiden Lüftern an der Unterseite nach, was im Alltag jedoch nicht weiter stört. Der Displaydeckel mit seinen schlanken Rändern zeigt sich ebenfalls äußerst stabil, das Scharnier ist recht verwindungssteif und verhindert ein störendes Nachwackeln bei Erschütterungen, wobei eine Einhand-Öffnung trotzdem möglich ist. Alle Spaltmaße wurden sauber herausgearbeitet, scharfe Kanten gibt es nicht. Die mattschwarze Oberfläche ist allerdings sehr anfällig für Fett- und Schmutzflecken. 

Anschlüsse

Anschlussseitig hat das Razer Blade 16 eigentlich alles zu bieten, was man im Alltag gebrauchen könnte. So gibt es an der linken Geräteseite nach dem Anschluss des proprietären, externen Netzteils zwei USB-3.2-Gen2-Schnittstellen nach Typ-A sowie eine moderne Typ-C-Buchse mit Unterstützung für DisplayPort und Power Delivery. Ansonsten ist noch eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern integriert. 

Auf der gegenüberliegenden, rechten Seite gibt es neben einem vollwertigen SD-Kartenleser einen Thunderbolt-4-Port, eine dritte USB-A-Buchse sowie einen HDMI-2.1-Ausgang für den Anschluss externer Displays oder an einen Beamer. Ein Kensington-Schloss dient dem Diebstahlschutz. 

Drahtlos wird per WiFi 6E und Bluetooth 5.3 kommuniziert. Alle Schnittstellen sind allesamt im hinteren Teilbereich eingelassen, während die vordere Hälfte jeweils frei gelassen ist, was den Kabelsalat auf dem Schreibtisch vereinfachen soll.


Tastatur und Touchpad

Keine Änderungen gegenüber dem letztjährigen Blade 15 hat Razer bei der Tastatur vorgenommen. Hier kommen die klassischen Chiclet-Tasten zum Einsatz, die bei einem recht flachen Tastenhub ein doch knackiges Feedback ermöglichen, stellenweise aber gerade bei großen Tasten etwas leichtgängig sind. 

Die Schriftart fällt zwar etwas dünn aus, ist dafür dank des hohen Kontrasts aus schwarzer Tastenkappe und weißer Beschriftung sehr gut ablesbar. Damit das auch in dunklen Umgebungen so bleibt, ist eine RGB-Tastenbeleuchtung integriert, die sich für jede Taste einzeln einstellen und in mehreren Helligkeitsstufen konfigurieren lässt. 

Bei unserem US-Layout sind die Pfeiltasten direkt im Layout integriert, genau wie der Power-Button. Schade, dass Razer abermals auf einen Fingerbadrucksensor verzichtet. Positiv: Wird die FN-Taste für die Zusatzfunktionen wie die Steuerung der Lautstärke oder die Helligkeit des Bildschirms betätigt, leuchten nur noch die Tasten auf, die über eine zusätzliche FN-Funktion verfügen. Das macht das Auffinden der gewünschten Funktion zum Kinderspiel.


Den Mausersatz direkt unterhalb der Tastatur hat Razer deutlich vergrößert. Dieser kommt nun auf Abmessungen von 170 x 96 mm, ist mittig positioniert und fällt damit auch deutlich größer aus als bei eigentlich größeren Notebooks oder anderen Geräten dieser Leistungsklasse. Dank der gläsernen Oberfläche verfügt das Touchpad über hervorragende Gleiteigenschaften und selbst aufwendige Multitouch-Gesten, wie Pinch-to-Zoom oder das Scrollen mittels zweier Finger im Browser, werden schnell und präzise umgesetzt. Geschwindigkeit und Präzision nehmen zu den Rändern und Ecken hin nicht ab. 

Etwas Punktabzug gibt es jedoch beim Tastendruck, denn Razer setzt auf ein klassisches Clickpad ohne dedizierte Maustasten. Der Druckpunkt hier ist viel zu schwammig und erfordert obendrein einen recht hohen Kraftaufwand. Dafür wird man mit einem lauten Klickgeräusch belohnt.