TEST

Lenovo Legion 5 15ACH im Test

Ein guter Gaming-Allrounder für den Alltag - Gehäuse, Tastatur und Touchpad

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Vom Design her erkennt man beim Lenovo Legion 5 kam einen Unterschied zum größeren, leistungsstärkeren Lenovo Legion 7 aus unserem letzten Test. Mit Abmessungen von 362,6 x 260,6 x 25,8 mm fällt es jedoch nicht wirklich kompakter und vor allem dünner aus. Auch das Gewicht liegt mit rund 2,4 kg nur minimal unterhalb des Niveaus des größeren Schwestermodells und das obwohl leistungsmäßig schwächere und nicht ganz so hitzige Hardware zum Einsatz kommt. Aus dem einstigen Aluminium-Gehäuse ist beim günstigeren Lenovo Legion 5 nun ein einfaches Kunststoff-Chassis geworden, womit Lenovo Kosten einsparen und den Preisvorteil direkt an den Kunden weitergeben kann.

Der Verarbeitungsqualität schadet das jedoch nicht. Im Gegenteil: Das Lenovo Legion 5 15ACH ist hervorragend verarbeitet. Scharfe Ecken oder Kanten gibt es keine und selbst auf stärkeren Druck hin gibt das Gehäuse an keiner Stelle nach. Sogar die zahlreichen Lüftungsschlitze an den Seiten und der Rückseite, aber auch an der Unterseite sind äußerst stabil. Die beiden Display-Scharniere sind recht verwindungssteif und verhindern so ein störendes Nachwackeln bei Erschütterungen - beispielsweise in Zug oder im Flugzeug. Das Gerät lässt sich jedoch trotzdem problemlos mit nur einer Hand öffnen.

Die besonders schlanken Bildschirmränder des größeren Schwestermodells, das sogar über ein 16 Zoll großes Display verfügt, gibt es beim Lenovo Legion 5 nicht mehr, wenngleich diese natürlich noch immer nicht dick ausfallen und das Gerät weiterhin sehr portabel bleibt. Ein richtiges Thin-&-Light-Modell, wie sie derzeit im Trend liegen, ist das Lenovo Legion 5 jedoch nicht. Eine Wartungsklappe gibt es beim kleinen Bruder ebenfalls nicht. Für den Austausch und das Upgrade des Speichers muss die gesamte Unterseite des 15-Zöllers abgenommen werden. Der verbaute 80-Wh-Akku ist ebenfalls fest montiert im Gehäuse.

Was die Designsprache anbelangt, so zeigt sich Lenovo sehr zurückhaltend und setzt auf ein schlichtes, je nach Lichteinstrahlung leicht bläulich schimmerndes Gehäuse. Den Bildschirmdeckel zieren lediglich das Legion-Logo sowie natürlich das Logo des eigentlichen Herstellers, wobei diese nicht wie bei vielen Konkurrenten mittig angebracht sind, sondern jeweils an den Seiten. 

Die RGB-Beleuchtung beim Legion-Schriftzug oder im Bereich der Tastatur gibt es bei der AMD-Variante des Lenovo Legion 5 aus Kostengründen nicht mehr. Die ist den teureren Serienvertretern vorbehalten. Gleiches gilt für den Leuchtstreifen an der Stirnseite. Das Lenovo Legion 5 fällt damit deutlich schlichter als, kann seine Gaming-Ambitionen vor allem wegen des dicken Hinge-Forward-Designs und der Kühlrippen an den Seiten jedoch nicht ganz verbergen. Sie verleihen ihm ein schnittiges Design und vor allem eine sportliche Optik, was der Hardware-Ausstattung natürlich gerecht werden soll.

Anschlüsse

Nur wenige Unterschiede zum Lenovo Legion 7 macht das Lenovo Legion 5 bei den Anschlüssen. Auch hier sind die meisten Schnittstellen auf der Rückseite und damit direkt hinterhalb des Bildschirms angebracht, was die Verkabelung auf dem Schreibtisch deutlich einfacher und sauberer macht. 

Hier finden sich die Gigabit-LAN-Schnittstelle, eine moderne Typ-C-Schnittstelle sowie drei klassische USB-Ports. Die Versorgung über das externe 230-W-Netzteil erfolgt über einen proprietären Anschluss ebenso wie die Ausgabe für einen zweiten Bildschirm in Form von HDMI. Dank des 3.2-Gen2-Standards kann mittels Adapter zudem DisplayPort realisiert werden, was natürlich nur für den Typ-C-Port gilt. Der rückseitige Anschluss unterstützt sogar Power Delivery und ermöglicht somit schnelles Aufladen externer USB-Geräte oder das Aufladen des eigenen Akkus, wobei dies dann nur mit einem Ladestrom von bis zu 100 W geschieht, was bei voller Belastung der Hardware nicht zu empfehlen ist, da sich der integrierte Stromspeicher trotzdem entlädt. 

An den beiden Seitenteilen warten noch eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss eines Headsets sowie jeweils eine weitere Typ-A- und -C-Schnittstelle auf ihre Verwendung.

Tastatur und Touchpad

Bei der Tastatur hat Lenovo das Legion 5 im Vergleich zum großen Schwestermodell ebenfalls etwas abgespeckt. Zwar setzt man weiterhin auf traditionelle Chiclet-Tasten, statt der farbenfrohen RGB-Beleuchtung gibt es nun jedoch nur eine einfarbige LED-Hintergrundbeleuchtung, die sich obendrein nur ein- oder abstellen lässt. Eine Regulierung in mehreren Helligkeitsstufen ist nicht möglich. Dafür ist die Hintergrundbeleuchtung äußerst leuchtstark und gleichmäßig über die gesamte Tastatur verteilt, was ein Ablesen in sehr dunklen Umgebungen problemlos möglich macht. Die Tastenkappen sind in der Regel mit 15 x 16 mm großzügig dimensioniert und im Abstand von 3 mm angebracht, was ein schnelles und treffsicheres Tippen im Alltag ermöglicht. Sogar ein eigener Nummernblock ist vorhanden, wenngleich die Tasten hier minimal kleiner ausfallen. 

Insgesamt setzt Lenovo auf ein klassisches Tastatur-Layout bei dem die Pfeiltasten separat nach unten gerückt sind. Per FN-Taste können verschiedene Funktionen wie die Helligkeit des Displays oder die Lautstärke der integrierten Lautsprecher reguliert werden. Die Tasten selbst bieten einen knackigen Druckpunkt bei mittlerem Hub und sind damit sehr angenehm im Alltag.

Ebenfalls recht großzügig bemessen ist das Touchpad direkt unterhalb der Tastatur. Dieses bringt es auf Abmessungen von 106 x 71 mm und verfügt über eine leicht angeraute Oberfläche, die Multitouch-Gesten versteht und Eingaben schnell und präzise umsetzt. Das geschieht sogar zu den Ecken und Kanten hin sehr präzise. Dedizierte Maustasten für den rechten und linken Mausklick gibt es jedoch keine. Lenovo setzt auf ein Clickpad, womit diese direkt im Mausersatz durchgeführt werden. Der Druckpunkt ist hier jedoch etwas schwammig. Spieler kommen ohnehin nicht um einen echten Gaming-Nager herum, den sie per USB an das Notebook anschließen. Tastatur und Maus sind für den einfachen Praxiseinsatz jedoch sehr alltagstauglich.

Quellen und weitere Links

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