Seite 4: Display, Software, Kühlung und Laufzeit

Display

Das Display des Gigabyte AORUS 15P misst 15,6 Zoll in seiner Diagonalen und löst nativ mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf, womit die Hardware vor allem beim Spielen geschont wird und die hohe Bildwiederholrate von der GeForce RTX 2070 Max-Q auch einfacher erreicht werden kann. Damit ist das IPS-Panel etwas langsamer, obendrein muss auf die X-Rite-Pantone-Zertifizierung verzichtet werden, womit die Farbwiedergabe nicht ganz so gut ausfällt wie noch beim AORUS 15G. Tatsächlich weist unser Testgerät mit durchschnittlich 7.551 K zu kühle Farbwerte und damit einen Blaustich auf, wie er bei vielen Gaming-Notebooks immer wiederzusehen ist. Dafür stimmt das Kontrastverhältnis mit 1.225:1. 

In Sachen Helligkeit werden 317 cd/m² geboten, womit sich das AORUS 15P auch im Außeneinsatz und in sehr hellen Umgebungen gut ablesen lässt. An die Helligkeitswerte von HDR-Displays kommt der Gamer jedoch nicht heran. Die Homogenität erreicht fast 87 %, zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen etwa 42 cd/m². Gigabyte setzt auf ein mattes Thin-Bezel-Display. Auf G-Sync muss verzichtet werden. Das gibt es nur über einen externen Bildschirm.

Die Software-Ausstattung

Keinerlei Unterschiede zum AORUS 15G gibt es bei der Software. Auch beim AORUS 15P setzt Gigabyte auf eine saubere Windows-Installation mit nur sehr wenigen Demo-Versionen oder gar Bloatware. Ein Highlight ist vor allem das Control Center, welches als zentrale Anlaufstelle für die wichtigsten Einstellungen des 15-Zöllers herangezogen werden kann. 

Es liest nicht nur die Auslastung des Intel Core i7-10750H und der NVIDIA GeForce RTX 2070 Max-Q aus, sondern erlaubt außerdem, Einfluss auf die Leistungsprofile der beiden Hauptkomponenten zu nehmen. Hier können bis zu fünf verschiedene Leistungsstufen gewählt werden, die teilweise großen Einfluss auf die Taktraten und die Power-Limits haben. Ab Werk sind für die Grafikkarte die erste und für den Prozessor die zweite Stufe gewählt, womit man sich strikt an die Vorgaben beider Hersteller hält. 

Weiterhin informiert das Control Center über den Akku-Zustand und die Lüftergeschwindigkeiten und erlaubt das Starten häufig genutzter Spiele und Anwendungen über ein App-Shortcut-Menü. Die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur sowie deren Makro-Funktionen können über den Fusion-Reiter getätigt werden, über den Manager-Reiter lassen sich einige Schnellwahl-Befehle wie beispielsweise die Helligkeit des Displays, dessen Farbtemperaturen oder aber das Leistungsprofil für den Prozessor einstellen und die Lautsprecher muten. Zur weiteren Software-Ausstattung zählen ein Tool zur Erstellung eines Widerherstellungs-Mediums oder eine 30-Tages-Version von Microsoft Office 365. 

Temperaturen

Keine Probleme gibt es bei der Kühlung. Der Intel Core i7-10750H erreicht während unserer Tests in der Spitze 86 °C, macht sich selbst dann jedoch noch mit schnellen 3,1 GHz ans Werk und übertrifft damit den von Intel spezifizierten Basistakt mit Leichtigkeit. Gleiches gilt für die NVIDIA GeForce RTX 2070 Max-Q, die mit 1.335 MHz arbeitet und mit 79 °C sogar einen kühleren Kopf behält. Damit kann das Gigabyte AORUS 15P seine maximale Leistung stets abrufen. 

Die hohen Temperaturen im Inneren machen sich an der Oberfläche jedoch stellenweise stark bemerkbar. In der Spitze erreicht der 15-Zöller mit 64,2 °C unter extremer Last sogar einen neuen Negativ-Rekord. Hier sollte man darauf achten, das Notebook an dieser Stelle nicht unnötig zu berühren, andernfalls drohen bei Unachtsamkeit leichte Verbrühungen auf der Haut. Wie gewohnt liegt der Spitzenwert im zweiten Quadranten an der Unterseite und damit genau dort, wo die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte zusammenkommt. Doch auch an der gegenüberliegenden Seite werden mit 40,3 °C vergleichsweise hohe Werte erreicht. Im Schnitt haben wir 35,7 und 29,7 °C gemessen. Im normalen 2D-Betrieb sinken die Temperaturen in der Spitze auf 36,8 °C ab, im Schnitt sind es noch 28,1 und 26,9 °C.

Dabei ist das Gigabyte AORUS 15P kein Leisetreter. Schon im normalen Windows-Betrieb werden während unserer Tests 37,1 dB(A) im empfohlenen Leistungsmodus erreicht. Im Spielebetrieb steigt die Geräuschkulisse auf 48,7 dB(A) an, unter extremer Last, die wir gewohnt mittels Prime95 und Furmark simulieren, können es im Worst Case bis zu 50,1 dB(A) sein. Das sind typische Werte für ein Gaming-Notebook, die sehr häufig die magische 50-dB(A)-Marke knacken.

Akku

Für unterwegs gibt es beim Gigabyte AORUS 15P einen leistungsstarken 94-Wh-Akku, was mit Blick auf die doch sehr kompakten Abmessungen fast schon überraschend ist. Der Stromspender schafft es, den 15-Zöller bei normalen Office-Arbeiten 492 Minuten lang mit Strom zu versorgen und hält damit deutlich über acht Stunden durch. Werden Prozessor und Grafikkarte belastet, dann sinken die Laufzeiten deutlich. Dann wird der Bildschirm schon noch 202 Minuten und damit nach etwas mehr als drei Stunden schwarz. Wieder voll einsatzbereit über das externe 230-W-Netzteil ist der Gaming-Bolide nach etwas mehr als zwei Stunden. 

Dann genehmigt sich das Gigabyte AORUS 15P je nach Leistungsanforderung zwischen 20,5 bis 190,3 W, was mit Blick auf die verwendete Hardware durchaus im Rahmen liegt, zumal der Energiehunger im normalen Spielebetrieb mit etwas mehr als 185 W leicht darunter liegt.